DERZEITIGE TOP FIVE SONGS

Schreibt euch die Finger wund über das große Thema "Metal" - über neue Platten, neue Bands, Konzerte etc.

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Re: DERZEITIGE TOP FIVE SONGS

Beitragvon Hugin » 7. Februar 2014, 12:37

Hofi hat geschrieben:Ich finde es ganz schlimm, dass Kinder zum Teil schon in den Grundschulen kein schwäbisch mehr schwätza dürfen, sondern auf Hochdeutsch getrimmt werden.
Mich hat neulich sogar ein Kollege aus dem Bielefelder Raum gefragt, ob ich eigentlich keine Sprachschule besuchen möchte. Da man mit meinem Dialekt ja nie beruflich Karriere machen kann. Fuck Off! Bevor ich meinen Dialekt und damit meine Identität und Herkunft verweigere, muss erst einmal die ganze Welt einstürzen.

Da kann ich zu 100% zustimmen! Außer beim Wort "Dialekt". Das verweigere ich, weil es so tut, als wäre das Standarddeutsch eine präexistente Sprache, die in Dialekte zerfallen ist. Das Gegenteil ist der Fall. Das Standarddeutsch ist eine Kunstsprache, die aus den echten, gewachsenen Sprachen der deutschen Stämme gebildet wurde. Diese stammen zwar alle aus einer gemeinsamen Wurzel, doch diese Wurzel ist eben nicht das heutige Standarddeutsch.

Wobei ich nicht die Erfahrung gemacht habe, dass die Schule bzw. die Lehrer das Schwäbische bekämpft haben, sondern dass es vielmehr ein Problem der Eltern war und teilweise immer noch ist. Eben das, was Acrylator angesprochen hat. Quasi Eltern, die an sich eine richtige Sprache beherrschen (nämlich die ihres Stammes), aber meinen, ihren Kindern einen Gefallen damit zu tun, sie in dieser ekelhaften Kunstsprache namens "Standarddeutsch" zu erziehen, um es ihnen in Schule und Beruf "leichter zu machen". Ich kenne da ein paar Opfer dieser großartigen Erziehungsidee, die es bis heute bitter bereuen nie richtig Schwäbisch gelernt zu haben. Für mich ist das eine Art von kulturellem Völker(-selbst-)mord, zu dem sich die eigenen Eltern instrumentalisieren lassen; vermeintlich gut gemeinter "Ethno-Suizid" aus Anpassungssucht, Karrierismus, mangelndem ethnischem Selbstbewusstsein, ja, letztlich aus Feigheit vor dem Feind und davor, zu dem zu stehen, was man nunmal ist. Außerdem kommt natürlich noch die aus wirtschaftlichen Zwängen zur Mobilität der Arbeitskraft geborene, überbordende innerdeutsche Migration dazu, die das Ganze noch verschärft. Etwas mehr freiwillige Schollenbindung täte uns allen sehr gut. Weniger entwurzelte Menschen, mehr ethno-kulturelle Vielfalt, weniger Beliebigkeit. Aber langsam wird's ein bisschen arg politisch, daher von der Scholle zurück zur Schule:

Die Lehrer werden nach meiner Erfahrung inzwischen eher wieder dazu angehalten, die wahre Sprache zu respektieren und Bewusstsein für die regionale Sprachkultur zu schaffen. Manche Lehrer gehen sogar deutlich weiter. Unser Mathe-Lehrer sagte damals in der 11. Klasse gleich in der ersten Unterrichtsstunde: "Leit, i schwätz frae Schwäbisch, weil des sonschd koen Daog håt. Wenn 's oener idt verschdååt, nåchr kán'r ja frågá." - Und das Beste: Unsere damalige Musiklehrerin in der fünften Klasse (sie war aus Niedersachsen) hat immer "Dummheitspunkte" verteilt, wenn jemand gesagt hat "lauter wie", "schneller wie", "höher wie", "der Mann, wo" usw... Ein Klassenkamerad hat sich dann formell über seine Eltern beschwert, mit dem Argument, dass es im Schwäbischen das Wort "als" zur Darstellung des Komparativs nicht gebe und hier ausschließlich "wie" zum Einsatz komme, und dass "wo" das einzige existierende schwäbische Relativpronomen sei. Die Lehrerin hat sich dann tatsächlich vor der ganzen Klasse entschuldigt und ihre Dummheitspunkteliste gestrichen. Sie hat das nie wieder beanstandet und man hat ihr auch angemerkt, dass sie echt getroffen war und ihr das sehr leid tat.
:yeah:

Mich hat neulich sogar ein Kollege aus dem Bielefelder Raum gefragt, ob ich eigentlich keine Sprachschule besuchen möchte. Da man mit meinem Dialekt ja nie beruflich Karriere machen kann.

Ich hoffe, dass du die richtigen Worte für das Früchtchen gefunden hast, und dass es sie auch verstanden hat. Im Übrigen ist die Aussage nicht nur eine Unverschämtheit, sondern auch nachweislich falsch. Ich musste nie Standarddeutsch heucheln, selbst in den Staatsexamina und im (einzigen) Vorstellungsgespräch nicht, und hab trotzdem meinen Platz im Berufsleben gefunden. Und dass Lothar Späth, Günther Oettinger, Norbert Haugg, Dieter Hundt, Jogi Löw, Theodor Heuss, Horst Köhler, Guido Buchwald, Bernd Wahler, Franz Grupp, Friedrich Barbarossa, Jürgen Klinsman, und Friedrich Schiller keine Karriere gemacht hätten, halte ich auch mal für ein Gerücht. Zuletzt ist es ja nicht so, dass der gebildete Schwabe nicht Krückstockdeutsch könnte, wenn er denn wollte. Das Gute ist: Wenn er ein bisschen Selbstbewusstsein hat, dann muss er gar nicht wollen. Der einzige wirklich nötige Kompromiss ist, dass wir jenen, die uns ernsthaft nicht verstehen, den Respekt erweisen sollten, auf höfliche Nachfrage auf Krückstockdeutsch oder Englisch zu antworten. Aber bitte nicht im vorauseilenden Gehorsam.


Vielleicht doch mal eine Partei gründen und tribalistischen Separatismus betreiben?
:ehm:
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Re: DERZEITIGE TOP FIVE SONGS

Beitragvon Acrylator » 7. Februar 2014, 13:37

Hugin hat geschrieben:
Acrylator hat geschrieben:[Plattdeutsch] unterscheidet sich ja doch stärker vom Standarddeutsch als andere deutsche Dialekte

Säll ká frae abr ao deischá, wa dá nåchr gwiis wåesch, wenn d'ámåle mem Breschlengsgsälzhäfele d'Schdiágá naghaglát bisch.

Die Generation meiner Eltern hat das größtenteils als uncool und rückständig empfunden und somit den Dialekt nicht mehr gepflegt.

Jau, und genau das ist die ganz große Tragik unserer bemitleidenswerten großdeutschen Einheitsbreikultur, die verdammt sein möge bis die letzte Sonne sinkt. Zum Glück hat's uns im Süden noch nicht ganz so schlimm erwischt wie nördlichere Gefilde (vor allem weite Teile Niedersachsens - gelobt sei Ostfriesland!), aber leider wird es hier bei uns auch nicht besser sondern gerade in den Städten immer schlimmer. Darum auch erneut mein flammendes Plädoyer für den sofortigen Anschluss des Südwestens an die Schweiz, um zu retten, was noch zu retten ist.

Okay, ich weiß zwar nicht, was ein Breschlengsgsälzhäfele ist :lol: , aber dass Plattdeutsch sich (ein wenig) stärker von der Sprache der meisten anderen Gegenden Deutschlands unterscheidet, als diese untereinander, würde ich schon sagen. Nach allem, was ich bisher über die geschichtliche Entwicklung der regionalen Sprachen in Deutschland gelesen habe, ist das zumindest nachvollziehbar, zumal Plattdeutsch ja auch einige der Lautverschiebungen, die im gesamten, restlichen Deutschland vor über 1000 Jahren stattgefunden haben, nicht mitgemacht hat und dadurch näher mit Niederländisch (welches ja aus dem früheren Plattdeutsch entstand), und in mancher Hinsicht sogar näher mit den skandinavischen Sprachen und Englisch verwand ist als mit den Süd- und Ostdeutschen Dialekten (aus denen die heutige deutsche Schriftsprache ja, soweit ich weiß, hervorging, bzw. "zusammengemixt" wurde). Von den Lautverschiebungen mal abgesehen, scheint es im Plattdeutschen auch mehr häufig gebrauchte Wörter zu geben, die nicht die geringste Ähnlichkeit mit dem entsprechenden Wort der deutschen Schriftsprache haben. Dass sich natürlich auch im Süden viele Dialekte in den letzten Jahrhunderten sehr stark ausdifferenziert/auseinanderentwickelt haben und sich vor allem die mitteldeutschen von den Süddeutschen Dialekten stärker unterscheiden, ist aber natürlich auch klar, da die Mobilität früher einfach noch nicht so gegeben war.
Den Vater meiner Freundin (stammt aus dem Hohenlohischen) verstehe ich allerdings um ein Vielfaches besser, als sie die Älteren in meiner Familie, wenn diese richtig Plattdeutsch sprechen (und ihr Vater gibt sich auch keine Mühe, sowas wie "Hochdeutsch" zu sprechen). Für die innerdeutsche Verständigung ist die künstliche deutsche Standardsprache also schon sehr praktisch (und die ist ja außerdem auch schon einige Hundert Jahre alt), oder fast unersetzbar, wenn sich Nord- und Süddeutsche untereinander nicht gerade auf Englisch unterhalten wollen :lol: . Für mich fühlt sie sich außerdem "richtig" an, weil ich eben einfach damit aufgewachsen bin. Dass Plattdeutsch hier seit Jahrzehnten so unterdrückt wird, finde ich zwar auch sehr schade, aber verteufeln würde ich das "Standarddeutsch", im Gegensatz zu dir, deshalb nicht.
Immerhin muss man auch sagen, dass die Mundart hier heute anscheinend nicht mehr so verpöhnt ist, wie es vielleicht noch vor 30 Jahren der Fall war, und sie wohl sogar wieder mehr gefördert wird. Dennoch wird es wohl nicht mehr dazu kommen, dass die jüngeren Generationen hier wieder im Alltag hauptsächlich Plattdeutsch reden, dazu haben die Niedersachsen das Standarddeutsch wohl einfach schon zu sehr als "ihre" Sprache angenommen. Ob das nun gut oder schlecht ist, darüber kann man natürlich streiten, aber es ist halt einfach Realität.

@Alex: bei dir spricht man Plattdeutsch? Du bist doch Hesse! :lol:


Edit: ich merke ja jetzt gerade erst, in welchem Thread wir diese Diskussion führen! Mehr off-topic geht wohl nicht... :-D
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Re: DERZEITIGE TOP FIVE SONGS

Beitragvon Siebi » 7. Februar 2014, 14:53

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Re: DERZEITIGE TOP FIVE SONGS

Beitragvon Moppes » 7. Februar 2014, 14:58

Siebi hat geschrieben:L7 - Pretend We're Dead

<3 Aber sowas von. Damals x-mal live gesehen und immer einen Heidenspaß gehabt. Die Mädels konnten ordentlich Dampf machen...
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Re: DERZEITIGE TOP FIVE SONGS

Beitragvon Hades » 7. Februar 2014, 16:15

Hugin hat geschrieben: Im Übrigen ist die Aussage nicht nur eine Unverschämtheit, sondern auch nachweislich falsch. Ich musste nie Standarddeutsch heucheln, selbst in den Staatsexamina und im (einzigen) Vorstellungsgespräch nicht, und hab trotzdem meinen Platz im Berufsleben gefunden. Und dass Lothar Späth, Günther Oettinger, Norbert Haugg, Dieter Hundt, Jogi Löw, Theodor Heuss, Horst Köhler, Guido Buchwald, Bernd Wahler, Franz Grupp, Friedrich Barbarossa, Jürgen Klinsman, und Friedrich Schiller keine Karriere gemacht hätten, halte ich auch mal für ein Gerücht. Zuletzt ist es ja nicht so, dass der gebildete Schwabe nicht Krückstockdeutsch könnte, wenn er denn wollte. Das Gute ist: Wenn er ein bisschen Selbstbewusstsein hat, dann muss er gar nicht wollen. Der einzige wirklich nötige Kompromiss ist, dass wir jenen, die uns ernsthaft nicht verstehen, den Respekt erweisen sollten, auf höfliche Nachfrage auf Krückstockdeutsch oder Englisch zu antworten. Aber bitte nicht im vorauseilenden Gehorsam.



Da hälst du so eine flammende Verteidigungsrede für das Schwäbische und verfrachtest dann den Badenser Löw ins Schwabenland. Böses Eigentor! :harrr:
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Re: DERZEITIGE TOP FIVE SONGS

Beitragvon Ulle » 7. Februar 2014, 16:33

Hades hat geschrieben:Da hälst du so eine flammende Verteidigungsrede für das Schwäbische und verfrachtest dann den Badenser Löw ins Schwabenland. Böses Eigentor! :harrr:



:lol: :lol: :lol:
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Re: DERZEITIGE TOP FIVE SONGS

Beitragvon Killmister » 7. Februar 2014, 16:44

Hades hat geschrieben:
Hugin hat geschrieben: Im Übrigen ist die Aussage nicht nur eine Unverschämtheit, sondern auch nachweislich falsch. Ich musste nie Standarddeutsch heucheln, selbst in den Staatsexamina und im (einzigen) Vorstellungsgespräch nicht, und hab trotzdem meinen Platz im Berufsleben gefunden. Und dass Lothar Späth, Günther Oettinger, Norbert Haugg, Dieter Hundt, Jogi Löw, Theodor Heuss, Horst Köhler, Guido Buchwald, Bernd Wahler, Franz Grupp, Friedrich Barbarossa, Jürgen Klinsman, und Friedrich Schiller keine Karriere gemacht hätten, halte ich auch mal für ein Gerücht. Zuletzt ist es ja nicht so, dass der gebildete Schwabe nicht Krückstockdeutsch könnte, wenn er denn wollte. Das Gute ist: Wenn er ein bisschen Selbstbewusstsein hat, dann muss er gar nicht wollen. Der einzige wirklich nötige Kompromiss ist, dass wir jenen, die uns ernsthaft nicht verstehen, den Respekt erweisen sollten, auf höfliche Nachfrage auf Krückstockdeutsch oder Englisch zu antworten. Aber bitte nicht im vorauseilenden Gehorsam.



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Re: DERZEITIGE TOP FIVE SONGS

Beitragvon tik » 7. Februar 2014, 19:58

Moppes hat geschrieben:
Siebi hat geschrieben:L7 - Pretend We're Dead

<3 Aber sowas von. Damals x-mal live gesehen und immer einen Heidenspaß gehabt. Die Mädels konnten ordentlich Dampf machen...

"Pretend We´re Dead" war annodazumals meine erste Maxi-CD! Komisches Format und es sind auch über die Jahre nicht viele dazugekommen.
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Re: DERZEITIGE TOP FIVE SONGS

Beitragvon Acrylator » 7. Februar 2014, 20:06

tik hat geschrieben:
Moppes hat geschrieben:
Siebi hat geschrieben:L7 - Pretend We're Dead

<3 Aber sowas von. Damals x-mal live gesehen und immer einen Heidenspaß gehabt. Die Mädels konnten ordentlich Dampf machen...

"Pretend We´re Dead" war annodazumals meine erste Maxi-CD! Komisches Format und es sind auch über die Jahre nicht viele dazugekommen.

Das war damals eine meiner absoluten Hassbands! :lol:
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Re: DERZEITIGE TOP FIVE SONGS

Beitragvon Moppes » 7. Februar 2014, 20:10

Acrylator hat geschrieben:
tik hat geschrieben:
Moppes hat geschrieben:
Siebi hat geschrieben:L7 - Pretend We're Dead

<3 Aber sowas von. Damals x-mal live gesehen und immer einen Heidenspaß gehabt. Die Mädels konnten ordentlich Dampf machen...

"Pretend We´re Dead" war annodazumals meine erste Maxi-CD! Komisches Format und es sind auch über die Jahre nicht viele dazugekommen.

Das war damals eine meiner absoluten Hassbands! :lol:
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Warum denn das? Musikalisch sicher nicht der Oberbringer, aber extrem unterhaltsam...
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Re: DERZEITIGE TOP FIVE SONGS

Beitragvon Acrylator » 7. Februar 2014, 20:16

Moppes hat geschrieben:
Acrylator hat geschrieben:
tik hat geschrieben:
Moppes hat geschrieben:
Siebi hat geschrieben:L7 - Pretend We're Dead

<3 Aber sowas von. Damals x-mal live gesehen und immer einen Heidenspaß gehabt. Die Mädels konnten ordentlich Dampf machen...

"Pretend We´re Dead" war annodazumals meine erste Maxi-CD! Komisches Format und es sind auch über die Jahre nicht viele dazugekommen.

Das war damals eine meiner absoluten Hassbands! :lol:
Ich glaube, heute mag ich die auch nicht viel lieber...

Warum denn das? Musikalisch sicher nicht der Oberbringer, aber extrem unterhaltsam...

Daran wird's wohl gelegen haben - und ich fand den möchtegern-coolen Gesang halt unerträglich. Dieses unemotional-nölige ("Pretend We're Dead" ist da ein sehr gutes Beispiel) mochte ich noch nie...
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Re: DERZEITIGE TOP FIVE SONGS

Beitragvon Moppes » 7. Februar 2014, 20:20

Acrylator hat geschrieben:
Moppes hat geschrieben:
Acrylator hat geschrieben:
tik hat geschrieben:
Moppes hat geschrieben:
Siebi hat geschrieben:L7 - Pretend We're Dead

<3 Aber sowas von. Damals x-mal live gesehen und immer einen Heidenspaß gehabt. Die Mädels konnten ordentlich Dampf machen...

"Pretend We´re Dead" war annodazumals meine erste Maxi-CD! Komisches Format und es sind auch über die Jahre nicht viele dazugekommen.

Das war damals eine meiner absoluten Hassbands! :lol:
Ich glaube, heute mag ich die auch nicht viel lieber...

Warum denn das? Musikalisch sicher nicht der Oberbringer, aber extrem unterhaltsam...

Daran wird's wohl gelegen haben - und ich fand den möchtegern-coolen Gesang halt unerträglich. Dieses unemotional-nölige ("Pretend We're Dead" ist da ein sehr gutes Beispiel) mochte ich noch nie...

Hey, die Wachteln waren cool! :angry2:
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Re: DERZEITIGE TOP FIVE SONGS

Beitragvon Hugin » 8. Februar 2014, 02:15

Ulle hat geschrieben:
Hades hat geschrieben:
Hugin hat geschrieben: Im Übrigen ist die Aussage nicht nur eine Unverschämtheit, sondern auch nachweislich falsch. Ich musste nie Standarddeutsch heucheln, selbst in den Staatsexamina und im (einzigen) Vorstellungsgespräch nicht, und hab trotzdem meinen Platz im Berufsleben gefunden. Und dass Lothar Späth, Günther Oettinger, Norbert Haugg, Dieter Hundt, Jogi Löw, Theodor Heuss, Horst Köhler, Guido Buchwald, Bernd Wahler, Franz Grupp, Friedrich Barbarossa, Jürgen Klinsman, und Friedrich Schiller keine Karriere gemacht hätten, halte ich auch mal für ein Gerücht. Zuletzt ist es ja nicht so, dass der gebildete Schwabe nicht Krückstockdeutsch könnte, wenn er denn wollte. Das Gute ist: Wenn er ein bisschen Selbstbewusstsein hat, dann muss er gar nicht wollen. Der einzige wirklich nötige Kompromiss ist, dass wir jenen, die uns ernsthaft nicht verstehen, den Respekt erweisen sollten, auf höfliche Nachfrage auf Krückstockdeutsch oder Englisch zu antworten. Aber bitte nicht im vorauseilenden Gehorsam.



Da hälst du so eine flammende Verteidigungsrede für das Schwäbische und verfrachtest dann den Badenser Löw ins Schwabenland. Böses Eigentor! :harrr:


:lol: :lol: :lol:

http://als.wikipedia.org/wiki/Alemannisch

Nein, kein Eigentor, der war ganz bewusst mit aufgenommen. Südbadener sind Alemannen. Schwaben, Südbaden, Deutsch-Schweiz, Elsass, Vorarlberg, halt einfach das alte Herzogtum Schwaben der Staufer. Ich unterscheide da nicht. Nur die Nordbadener sind raus, die sind linguistisch nämlich Franken. :tong2: In den Grenzen Alpenhauptkamm im Süden, Lech im Osten, Vogesen im Westen, und irgendwie Jagst oder Kocher im Norden. Die Nordgrenze ist am Schwierigsten zu definieren. Das ist meine Welt und meine separatistische Utopie; gerne unter schweizerischer Oberhoheit, denn dort ist die Sprache noch am stärksten präsent.

Bild
Zuletzt geändert von Hugin am 8. Februar 2014, 02:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: DERZEITIGE TOP FIVE SONGS

Beitragvon Hugin » 8. Februar 2014, 02:44

Acrylator hat geschrieben:Okay, ich weiß zwar nicht, was ein Breschdlengsgsälzhäfele ist :lol:

Ein Glas Erdbeermarmelade.
Den mir irrsinnig peinlichen Tippfehler habe ich mal ausgebessert.

Das Plattdeutsch als niederdeutsche Sprache natürlich näher mit Niederländisch oder Friesisch verwandt ist, als mit Alemannisch oder Bairisch, ist natürlich klar. Aber es gibt neben dem Platt ja auch noch weitere niederdeutsche Sprachen, wie das von Rapanzel erwähnte "Platt" (wohl Märkisches Platt, oder?) oder Niederfränkisch. Die Übergänge vom Niederdeutschen über das Mitteldeutsche zu den Oberdeutschen Sprachen (Alemannisch inkl. Schwäbisch=Westoberdeutsch bzw. Bairisch inkl. Österreich und Tyrol = Ostoberdeutsch) sind ja komplett fließend von Nord nach Süd, so dass ich doch deutlich zögere, dem Platt diese Sonderstellung einzuräumen, die es manchmal beansprucht. Auch von den Lautverschiebungen allein her gesehen kommst du da nicht wirklich weiter, weil du sogar innerhalb des Alemannischen Dialektkontinuums diverse Lautverschiebungen hast, wie z.B. die Diphtongierung, welche die Schwaben als einzige Alemannen vollzogen haben (Hus -> Haus) Was bei allen anderen Alemannen ein Hus/Hüsli ist, das ist bei den Schwaben ein Haus/Heisle, und in Norwegen dann wieder ein Hus (gespr. Hüs); ist der Schweizer jetzt näher am Norweger als am Schwaben? :tong2:

Trotzdem hast du natürlich Recht, dass das Platt als niederdeutsche Sprache weiter weg vom Standarddeutsch ist, als die Mitteldeutschen und Oberdeutschen Sprachen. Sicher aber nicht näher am heutigen Englischen (ggf. am Angelsächsischen) oder am Dänischen als am Standarddeutsch, wohl aber näher am Niederländischen, weil das Niederländische schlicht und ergreifend auch eine niederdeutsche Sprache ist, die halt in Folge der politischen Trennung als eigene "Hochsprache" kodifiziert wurde. Die Schweizer haben das ja auch, nur die sprechen ihre eigene deutsche Sprache nur und schreiben sie nicht.

Bild

Für mich ein irre spannendes Thema, und ernsthaft, ich brauche das Standarddeutsche echt nicht. Wenn sich alle Mühe geben, dann verstehen sich auch Stammessprachler unter einander. Und sich Mühe geben halte ich im sprachlichen Kontext durchaus für erstrebenswert, auch wenn es dann etwas anstrengender wird.
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Re: DERZEITIGE TOP FIVE SONGS

Beitragvon birdrich » 8. Februar 2014, 03:23

Abgesehen davon, dass das Thema in diesem thread sehr off topic ist, geht es total an der Realität vorbei. Wenn es um die Wahrung von geographisch und geschichtlich emotional aufwühlenden Kommentaren geht, werden hier hier nur Phrasen gedroschen.
Ich erwarte, dass sich ein deutscher Staatsbürger/zumindest halbwegs verständlich äußern kann. Das ist eigentlich der Sinn der Sprache, keine regionale Abgrenzung, sondern eine allgemein verständliche Kommunikation.
Sprache und Dialekt waren/sind/werden immer neu definiert. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass die übernächste Generation kein platt mehr kennt oder einfach keinen Bock mehr drauf hat, weil das Handy das alles übersetzt.
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