Heavy Metal aus Griechenland - METAL FROM HELLAS

Schreibt euch die Finger wund ĂĽber das groĂźe Thema "Metal" - ĂĽber neue Platten, neue Bands, Konzerte etc.

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Re: Heavy Metal aus Griechenland - METAL FROM HELLAS

Beitragvon Iron Angel » 5. Juni 2009, 22:53

Sgt. Kuntz hat geschrieben:Auuuuutsch! So schlecht wie die letzten unbhörbaren RHAPSODY sind FORTRESS...aber nicht, eher Progressive Metal, gut aber nicht essentiell. Früher hießen die GLADIATORS, deren Demo soll sehr gut gewesen sein, hab es aber noch nicht gehört.

Deine SARISSA Einschätzung trifft es aber ganz gut, auch wenn ich die Debüt-LP trotzdem jetzt nicht so viel schlechter finde.

Und ĂĽberhaupt, lange nichts mehr von dir gelesen Iron Angel, keine Zeit mehr zum posten?


Ich dachte auch nicht an die letzten RHAPSODY-Sachen, welche mir unbekannt sind, sondern eher so an den 90er-Stoff ;). Den GLADIATORS-Stoff kenne ich bisher auch noch nicht.

Das SARISSA-DebĂĽt finde ich auch noch ganz okay, aber es verblasst mir im direkten Vergleich doch zu sehr neben dem Demo.

Ja, wenig Zeit, viel Stress und anderer Ungemach... - das alles ließ mich meine Internetaktivitäten in den letzten Wochen stark zurückfahren. Aber wird schon wieder... irgendwann... vielleicht... ;)
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Re: Heavy Metal aus Griechenland - METAL FROM HELLAS

Beitragvon TexasInstruments » 6. Juni 2009, 00:10

Feiner Thread, auch wenn Metal from Hellas nicht wirklich mein Ding ist.
Was aber nicht überrascht wenn man nicht so sehr auf Epic Metal kann und auch nur wenig auf Euro-Metal mit Knödel-Vocals steht.
Einige fĂĽr mich gute Sachen kann ich aber dennoch aus meinen Erinnerungen klauben.



INNER WISH
Von denen mag ich das Debüt sehr, aber auch die letzte Scheibe "Inner Strength", das Q5- Cover "Lonely Lady" hat mich immerhin auch dazu gebracht mal wieder das Original zu hören. In besten Momenten hat diese Band (fast) FIFTH ANGEL- Qualitäten.


RAW SILK - Silk under the Skin
NatĂĽrlich eher AOR, aber trotzdem gut und ein kleiner Klassiker....


RAGENHEART - In The Name Of God (Demo 2006)
Sehr gutes Demo, erinnert mich manchmal an LEVIATHAN (US).
Hoffentlich kommt da noch mal etwas.


RELEASED ANGER
Okayer Thrash Marke WHIPLASH....


Mein absoluter Hellas- Fave ist allerdings das "Access : Quietus"- Demo von FATAL MORGANA aus dem Jahre 1996.
"Awaken The Guardian" mit "No Exit"- Produktion, natĂĽrlich nicht ganz so gut, aber verdammt stark.

"Neuere" Bands wie LITANY, HEATHENDOM oder WISHDOOM wissen mir auch zu gefallen.

Mit REFLECTION hatte ich zu Zeiten der "Sire Of The Storm" ziemlich guten Kontakt. Irgendwann nahmen die postalischen "Macedonia Is Greek"- Tiraden aber ĂĽberhand, so dass ich den Kontakt genervt abgebrochen habe.
Unabhängig davon sagen mir die Alben wegen des Geeieres am Mikro aber auch überhaupt nicht zu.
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Re: Heavy Metal aus Griechenland - METAL FROM HELLAS

Beitragvon Nolli » 6. Juni 2009, 11:10

Hm bin auf diesem Feld auch noch nicht so sehr bewandert, was sicherlich geändert werden muss!

Von den "Klassikern" gefallen mir momentan Arpyian Horde und Battleroar am besten..
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Re: Heavy Metal aus Griechenland - METAL FROM HELLAS

Beitragvon MetalMueller1807 » 7. Juni 2009, 13:55

Da ich das Album gerade eben wieder gehört habe, wollte ich Euch diesen Klassiker an dieser Stelle auch mal weiter empfehlen:

MACABRE OMEN - "The Ancient One returns" (2005)
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"The Ancient One returns" von MACABRE OMEN ist einfach ein unfassbarer Klassiker geworden, den leider kaum jemand kennt. Warum nicht? DafĂĽr gibt es zwei GrĂĽnde:
1. waren die beiden Demos und zwei der insgesamt 5 Split-7"-Singles recht durchwachsen und
2. waren alle Veröffentlichungen der "Band" (besteht nur aus Alexandros Antoniou) immer streng limitiert.

Mit diesem Album hier wurde die Szene jedoch wachgerüttelt! Gleich der Opener "In Memory..." ist ein getragenes Midtempo-Stück, das ganz klar die Handschrift von BATHORY´s "Twilight of the Gods" trägt (Musik und Background-Gesang). Die eingetreuten spitzen Schreie lassen Erinnerungen an BURZUM hochkommen.
Es folgt die KnĂĽppelnummer "A Call from Gods to God", einem rasend schnellen Black Metal-StĂĽck, das mit BATHORY gar nichts mehr gemeinsam hat. Hier regieren schnelle melodische Gitarren und viel Doublebass. Besonders die Gitarrenmelodie geht einem nicht mehr aus dem Kopf.
Dann beginnt "An Ode to Rhode" mit einem kurzen Akkustik-Intro, bevor es mit einer kurzen Knüppel-Passage weiter geht. Wieder geht die Doublebass voran, der krätzende BURZUM-Gesang taucht wieder ab, und mit hohem Tempo wird hier melodischer Black Metal in Reinkultur zelebriert. Zur Auflockerung taucht immer wieder die an BATHORY erinnernde Akkustik-Gitarre auf.
"The perfect Sound of North vs. South" ist der schnellste Song auf dem Album. Er dauert 8 Minuten und erinnert einmal mehr an BURZUM. Vor allem der schleppende Mittelteil mit der simplen, getragenen, endlos in die Länge gezogenen Gitarrenmelodie, der ein ganz offensichtlicher Tribut an "Hvis lyset tar oss" ist.
"Hellas Ode A & B" bildet mit seinen 11 Minuten dann den krönenden Abschluss dieses Klassikers. Hier wird nochmal ein Midtempostück vorgetragen, das die epischen BATHORY-Alben wieder aufleben lässt.

Trotz der offensichtlichen Einflüsse von BATHORY und BURZUM kann man bei MACABRE OMEN jedoch nicht von einer "Retro-Band" oder einem Abklatsch sprechen! Der zusätzliche typische Griechen-Charm, der sich wie ein roter Faden durch das Album zieht, sorgt tatsächlich dafür, dass "The Ancient One returns" sehr eigenständig und homogen rüberkommt.

Das Album gibt es auf CD, LP (limitiert auf 500 Exemplare) und auf MC (limitiert auf 300 Exemplare in GoldhĂĽlle). Solltet ihr definitv haben!!!

Hier noch eine kleine Hörprobe:
http://www.youtube.com/watch?v=V1WJfQEGsbc
Zuletzt geändert von MetalMueller1807 am 8. Juni 2009, 20:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Heavy Metal aus Griechenland - METAL FROM HELLAS

Beitragvon Sgt. Kuntz » 7. Juni 2009, 14:03

Schöner, schleppender Sound MetalMüller, aber kann der Sänger auch mehr als nur ins Mikro zu stönen?

Mit einem guten Sänger wäre das aber wirklich was für BATHORY-Fans.
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Re: Heavy Metal aus Griechenland - METAL FROM HELLAS

Beitragvon MetalMueller1807 » 8. Juni 2009, 12:41

Bei Youtube war nur ein Song von dem Album enthalten; meiner Meinung nach auch nicht der beste... Hör Dir mal die ganze Platte an; vor allem den Opener "In Memory..."!!!

Wenn Du Dich nicht traust, die Platte blind zu kaufen, zieh sie Dir irgendwo gratis runter oder frag mal in Deinem Freundeskreis, ob die jemand hat, und hör sie Dir erstmal in Ruhe an! Die Platte braucht auch ein bisschen, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Aber wenn Du sie einmal im Kopf hast, lässt sie Dich "The Ancient One returns" so schnell nicht mehr los!!! :yeah:
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Re: Heavy Metal aus Griechenland - METAL FROM HELLAS

Beitragvon Pavlos » 8. Juni 2009, 23:03

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Nigel Foxxe´s Inc. - War Of The Godz (1988, Thrash/Speed Metal)

01. War Of The Godz (I): Warning Signs
02. War Of The Godz (II): Avengin´Godz
03. War Of The Godz (III): Universe Of Fear/Galaxy Of Terror
04. Treason
05. Condemned
06. Pet
07. Fear
08. Do Or Die (Bonus Track)

Nigel Foxxe war Mitgründer & Sänger der legendären Flames, mit denen er drei Platten rausbrachte. 1987 jedoch kehrte er der Formation den behaarten Rücken, gründete die Band Thanatos Inc., und warf das mässig erfolgreiche Debüt Life Ltd. auf den Markt. Da es in Holland jedoch schon eine Band mit ähnlichem Namen gab, hail und killte man sich ab 1988 unter dem Banner Nigel Foxxe´s Inc. durch die griechische Metalszene. Im selben Jahr veröffentlichte die Band das mächtige War Of The Godz Album.

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Die acht wuchtigenTracks des Albums gehen grösstenteils in Richtung 80er US Thrash/Speed Metal. Man versucht den grossen Vorbildern nachzueifern, und reichert das ganze hier und da mit atmosphärischen Keyboard Intros/Outros an. Erstaunlicherweise gibt sich die Truppe sehr tight, und Mr. Foxxe soliert sich gekonnt durch die breaklastigen Kompositionen. Der eröffnende Dreierpack hämmert schön vor sich hin, und auf Pet kommen sogar proggige Strukturen zum Zuge. Besonders hervorheben möchte ich noch den Track Treason. Riffs, Breaks, Chöre, METAL: Die neuen Minuten lage Komposition gehört mit zum Besten was Griechenland jemals in Sachen Heavy Metal hervorbrachte.

"Treason" (youtube)

Nigel Foxxe´s Inc. waren Ende der 80er “the next big metal thing” in Griechenland, und wurden dort auf eine Stufe mit Genregrössen wie Slayer, Megadeth und Agent Steel gestellt. Die ausländische Presse sah darin übertriebenen Patriotismus & tauben Grössenwahn, aber ein Grossteil der griechischen Szene war von dem Werk sehr angetan, und so landete War Of The Godz in vielen Jahrespolls ganz vorne. Leider sah das der Rest der Welt nicht so, und die Band stagnierte karrieretechnisch, ehe sie sich Anfang der 90er Jahre auflöste.

"War Of The Godz (II): Avengin´Godz" (youtube)

2003 trommelte Foxxe seine Mitmusiker wieder zusammen. Heraus kam Censored, ein solides Melodic Rock Album, welches natürlich nicht gegen seinen mächtigen Vorgänger anstinken konnte, und schon aufgrund der überraschenden Kurskorrektur in Sachen musikalische Ausrichtung bei den alten Fans gnadenlos durchfiel.

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Zuletzt geändert von Pavlos am 11. Juni 2009, 01:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Heavy Metal aus Griechenland - METAL FROM HELLAS

Beitragvon Pavlos » 11. Juni 2009, 01:47

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Power CrĂĽe - The Sign Of Rage (1996, Power Metal)

01. Last Command
02. Torture
03. Forever
04. On The Run
05. Enemy Brothers
06. Before The End
07. Spent On You

Auf die The Sign Of Rage bin ich Ende der 90er in einem uralten Athener Plattenladen gestoßen. Der Besitzer, ein alter Freak in Lederklamotten und Omen Shirt, zog die Platte aus einem riesengrossen Stapel mit obskuren Platten heraus und meinte: “Ich habe mitbekommen dass Du aus Deutschland bist. Das hier musst Du unbedingt kaufen. Das ist Deutscher Metal aus Griechenland. Das ist gut. Sehr gut sogar.". Das simple Cover und der seltsame Bandname irritierten mich zwar etwas, aber trotzdem griff ich beherzt zu. Und schon bald danach stand fest: Der alte Sack hatte Recht.

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Power Crüe aus Athen wurden 1986 gegründet, und veröffentlichten Anfang der 90er zwei Demos, bevor sie zehn Jahre später mit The Sign Of Rage ihr erstes Studioalbum raushauten, auf dem sie vor allem dem guten, alten Teutonenstahl der 80er Tribut zollten. Ein bischen Accept hier, ein wenig Grave Digger dort, und ganz, ganz, ganz viel Running Wild sind die Zutaten auf diesem edlen Stück griechischer Stahlschmiedekunst. Die Band führte sozusagen das weiter, was Hobbypirat Rolf Kasparek Mitte der 90er abhanden gekommen war: Treibende Riffs, charismatische Leads, packende Refrains und einen verdammt authentischen Sound. Hier und da schleichte sich dann noch ein bischen US Metal Feeling ein, und etwas Eigenständigkeit hatten die Jungs um Gründungsmitglieder Thanasis Bertsatos (Gitarre) und George Economou (Bass) sogar auch noch am Start.

On The Run (youtube)

Der Grossteil des Materials marschiert straight nach vorne(On The Run), rifft energisch vor sich hin(Last Command), und lässt generell nur wenig Freiraum zum Luft schnappen. Einzige Ausnahme: Das epische,leicht proggressive, Before The End.
Ansonsten regiert nur Zeus´Blitz: Power Metal in seiner ursprünglichen Art, und keine mit Keyboards verunreinte Kacke, mit welcher der Stil seit ein paar Jahren assoziiert und verfälscht wird.

Before The End (youtube)

Leider blieb der erhoffte Erfolg aus, hauptsächlich aufgrund mangelnder professioneller Einstellung, aber auch weil kein finanzstarkes Label hinter der Band stand. 1999 (Stay Heavy)und 2005(Night...Mares) folgten dann noch zwei weiter Outputs, die jedoch nicht an die grandiose Power des Debüts heranreichen konnten. Durch einen unnötigen Sängerwechsel, einer militärdienstbedingten Bandpause, und höchst durchschnittlichem Songwriting hatte sich die Band weiter ins bedeutungslose Abseits manövriert.
Zur Zeit ist man auf Labelsuche und will songtechnisch wieder mehr Richtung The Sign Of Rage gehen.

myspace Power CrĂĽe

Ăśbrigens, die Band bietet ihre komplette Diskografie zum kostenlosen Download an. Guckst Du hier oder hier.

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Re: Heavy Metal aus Griechenland - METAL FROM HELLAS

Beitragvon Sgt. Kuntz » 11. Juni 2009, 11:23

Klingt sehr fein, beide Songs gefallen mir, würde ich zugreifen, wenn ich sie mal irgendwo sehe, genau wie bei NIGEL FOXXE`S INC., trotz saublöden Namen!

Allgemein hat die griechische Szene ja erst Anfang der 90er Jahre so richtig Fahrt aufgenommen, gerade in den Jahren 1990-1995, wo es bei uns sehr mau aussah, gab es von dort viel zu entdecken.

Weiter so,keep them coming´!
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Re: Heavy Metal aus Griechenland - METAL FROM HELLAS

Beitragvon Pavlos » 11. Juni 2009, 20:20

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Diphtheria – To Wait For Fire (2008, Heavy/Power/Doom Metal)

01. Ending Ceremony
02. I Believe
03. Behind The Mirror´s Eye
04. To Wait For Fire
05. As Darkness Casts It´s Veil
06. Sleeping With The Worms
07. Save Me
08. Start Again
09. Living To Die (Bonus Track, Demo´95)
10. God Wanted - Apply Here (Bonus Track, Demo´95)

Diphtheria sind zwar Zyprioten, aber da die Band aus dem griechischen Teil der Insel stammt, und zwei Bandmitglieder auf dem griechischen Festland geboren wurden, passt die Scheibe definitv in den Thread.
So here we go...

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Gegründet wurde die Band Anfang der 90er in der Inselhauptstadt Nikosia, und waren somit Pioniere in Sachen harte Mucke auf Zypern.1994/95 veröffentlichte man zwei starke Demos (Living To Die & Promo 95), die besonders in der griechischen Szene für Aufruhr sorgten und positive Reviews einfahren konnten. Doch leider sollten die beiden Tapes für lange Zeit das einzige Lebenszeichen der Mannen von der Insel bleiben. Denn bis auf Beiträge für zwei Metal Samplern ( Blood Brothers – Metal From Cyprus, 1997 und Children Of The Damned – A Tribute To Iron Maiden, 1999) bekam die Band leider nichts mehr auf die Reihe. Schuld daran waren hauptsächlich, wie so oft bei jungen Bands aus Hellas/Zypern, Studium und Militärdienst.
Sänger Nikolas Leptos und Gitarrist Socrates Leptos waren zwischenzeitlich noch in der Band Arryan Path aktiv, die 1997 gegründet wurde, von denen man aber seit der Road To Macadonia (2004) leider auch nichts mehr gehört hat.

To Wait For Fire (youtube)

Im Jahr 2003 kam es zu einem Comeback, als man von den Griechen Marauder als Support Act eingeladen wurde. Die erfolgreichen Live Gigs entfachten wieder das Feuer der Band, daher auch der Albumtitel, und so entschloss man sich das Debütalbum endlich einzuspielen. Die Band machte bei der Veröffentlichung gleich Nägel mit Köpfen: Die Aufnahmen fanden in den Athener The Music House Studios statt, Produzent war Stathis Pavlantis (Reflection). Gitarrist Phivos Papadopoulos gründete sogar ein eigens Label (Pitch Black Records) um so eine optimale Distribution zu gewährleisten. Leider zog sich der ganze Prozess, wieder aufgrund der schon oben genannten Gründe, in die Länge, und erst im Februr 2008 erblickte das fertige Album das Licht der Metalwelt.

As Darkness Casts It´s Veil (youtube)

Bis auf zwei neue Nummern besteht To Wait For Fire aus Material der letzten 15 Jahre, hatte also reichlich Zeit um zu reifen. Und das hört man den Kompositionen deutlich an: Herrlich ausgearbeitet Arrangements, hypnotisierende Gesangslinien und Refrains, wuchtiges Riffing der alten Schule, und eine gewollt old schoolig klingende Produktion, welche wunderbar zu den ganzen 80er Zitaten der Songs passt. Auffallend ist auch die tolle Produktion, auf der Bass und Drums gleichwertig neben den sägenden Gitarren stehen. Da wurde mit minimalem Budget das Maximale rausgeholt.
Der Opener Ending Ceremony begeistert mit seinem epischen Feeling und dem hymnischen Mittelteil. Danach wechseln sich edle Riffmonster (To Wait For Fire, Sleeping With The Worms) mit langsameren Dampfwalzen der Marke Candlemass ab (Behind The Mirror´s Eye, As Darkness Casts It´s Veil), bevor sich zum Ende hin dann doch zwei etwas schwächere Songs eingeschlichen haben (Save Me, Start Again). Die beiden tollen Bonus Tracks Living To Die und God Wanted (Apply Here) stammen vom Promo 95 Demo und wurden extra für das neue Album remastered.

Sleeping With The Worms (youtube)

Die ersten 1000 Kopien der Scheibe erschienen handnummerierte Limited Edition, und kamen ,passend zum Albumtitel, mit einem Streichholz als Gimmik daher.
Zur Zeit gibt´s die CD für schlappe 13 Euro (inklusive Versand) auf der myspace Seite der Band oder bei cdbaby.

myspace Diphtheria

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Re: Heavy Metal aus Griechenland - METAL FROM HELLAS

Beitragvon MetalMueller1807 » 12. Juni 2009, 12:41

Also meine Lieblings-Hellenen werden wohl auf ewig ROTTING CHRIST bleiben!

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ROTTING CHRIST starteten als Grindcore-Band mit scheppernder Produktion und waren anfangs noch ziemlich belanglos. Heute spielen sie bombastischen Melodic Death Metal, allerdings immer noch mit dem räudigen Gesang der Anfangstage. Irgendwo dazwischen in dieser Symbiose lag „Non serviam“, für mich das beste ROTTING CHRIST-Album aller Zeiten. Ich kenne aber auch viele Leute, die den Vorgänger „The mighty Contract“ (1993) vorziehen. Der räudige Gesang wird unterstützt von vielen zweistimmigen Gitarrenmelodien, hybnotischen, monotonen Keyboard-Teppichen und gelegentlichen Paukenschlägen, die für viel düstere Atmosphäre sorgen. Das Album ist abwechslungsreich und wird nie langweilig.

Hier noch eine Hörprobe des Titelsongs:
http://www.youtube.com/watch?v=WIQFTP8A0kU
ROTTING CHRIST - "Non serviam"
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Re: Heavy Metal aus Griechenland - METAL FROM HELLAS

Beitragvon Pavlos » 13. Juni 2009, 16:11

Sorry, aber mit Rotting Christ konnt´ich noch nie was anfangen. Gleiches gilt übrigens auch für Flames.
Mir ist das alles irgendwie viel zu monoton. Und der "Gesang" ist auch nicht so meins...
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Re: Heavy Metal aus Griechenland - METAL FROM HELLAS

Beitragvon MetalMueller1807 » 14. Juni 2009, 21:49

Sakis Tolis von ROTTING CHRIST ist alles Andere als ein wahrer Sanges-Gott, das stimmt! Auf das schlecht phrasierte Englisch muss man auch erstmal können. Aber ich liebe ROTTING CHRIST; tolle Band!!
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Re: Heavy Metal aus Griechenland - METAL FROM HELLAS

Beitragvon Pavlos » 14. Juni 2009, 22:45

Forbidden Evil hat geschrieben:ich mag das erste exoristoi album sehr. ich hab mal gelesen das die lyrics aber recht mies sein sollen. kann ich jetzt natĂĽrlich nicht beurteilen. was sagt denn der pavlos zu den lyrics :smile2:


Die Lyrics sind wirklich cheesy as fuck. Entweder es geht um die Liebe und GefĂĽhle, oder es wird die gute alte Sword & Sorcery Schiene gefahren (To SPathi Tou Nikit = Das Schwert des Siegers).
Ich persönlich finde aber, dass Sprache & Phrasierungen letztendlich wunderbar zur harten Musik passen.



Sgt. Kuntz hat geschrieben:Was ich noch suche ist die UNDER WATER MOON, das Review bei metalpage.de klang da sehr vielversprechend...


Bei aller Stärke des WONDERING Materials: Ich finde das Review einen Tick zu euphorisch. Sicherlich, der Grossteil der Songs killt ohne Ende. Die ein, zwei schwächeren Songs jedoch, erinnern mich an eine miese Crematory Kopie.
Die Band hat sich vor ein paar Jahren umbenannt und ein Kurskorrektur vorgenommen.
http://www.myspace.com/sectorillusion



Loomis hat geschrieben:WeiĂź da jemand mehr zu den Texten? Bei Metal Archives steht "Lyrical theme(s): Nationalism, Macedonia, History"


Ich wĂĽrde sagen, die Jungs machen, was 99% der griechischen Metal Bands in den 80er gemacht haben: Die Glorifizierung (des Antiken) Griechenlands. Ich denke nicht, dass das Nationalismus war/ist.
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Re: Heavy Metal aus Griechenland - METAL FROM HELLAS

Beitragvon Pavlos » 16. Juni 2009, 15:52

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Metalmorfosis - Metalmorfosis EP (2006, Speed Metal)

01. Show Me The Way
02. Ultra Metal
03. Mask Of Gold (CD Bonus)
04. X-Dreamer (CD Bonus, Japan only)

Metalmorfosis aus Athen starteten Ende der 80er als klassische Schülerkombo unter dem Namen Mad Ages. Anfang der 90er benannte man sich in Spectre um, nahm drei mittelprächtige Demos auf, und legte die Band erstmal auf Eis, da Wehrdienst und Studium auf der Prioritätenliste zunächst ganz oben standen. Zehn Jahre später kamen die Jungs wieder zusammen um einen Neustart zu wagen, und nannten sich fortan Metalmorfosis.

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2006 erschien die Metalmorfosis EP als 12" Vinyl in zwei verschiedenen Versionen. Schwarzes Vinyl in einer 350er Auflage, und blaues Vinyl in einer 200er Auflage. Auf jeder Seite gab´s zwar nur einen Track, aber die Songs waren gut genug um das Interesse der Metalszene in Südeuropa zu wecken. Speziell Spanien, Italien und Griechenland wollten mehr...und sollten es bekommen. Denn 2008 veröffentlichte die Band die EP als CD und packte noch einen dritten Track als Bonus drauf. Anfang 2009 erschien sogar eine japanische CD Version, welche sogar einen vierten Song beinhaltet.

Show Me The Way (youtube)

Los geht´s mit Show Me The Way, einem eingängigen Kracher der Marke Savage Grace. Eingängiger Gesang trifft hier auf schnellen US Metal aus den 80ern. Song Nummer zwei ,Ultra Metal, zieht dann tempomässig nochmal an. Der Beat, die Riffs und der Scream zu Beginn machen klar wer die Vorbilder der Jungs sind: Agent Steel meets Savage Grave. Schneller Old School Metal direkt in die Infidel Fresse, immer und immer wieder. Und das aus Griechenland mit einer guten Produktion und einem okaynen Sänger. Wer hätte das vor ein paar Jahren noch für möglich gehalten?!
Weiter geht´s mit Mask Of Gold, welches durch ein verträumtes Intro eingeleitet wird, nur um dann auch straight in your face loszutrampeln und den Hörer mit seinen eingängigen Strukturen zu fesseln. Hier und da gibt´s sogar hohe Screams, und der Refrain weiss auch zu begeistern.
Zum Bonustrack der Japan CD (Ex-Dreamer) kann ich leider nix sagen, da ich nur die 3 Track CD besitze.

Ultra Metal (youtube)

Nach der Veröffentlichung der EP tourten die Jungs ununterbrochen durch Südeuropa, und traten dieses Jahr sogar auf dem renomierten Up The Hammers Festival auf. Momentan sucht die Band nach einem neuen Drummer, und will anschliessend direkt ins Studio gehen um endlich das langerwartete Debüt einzuspielen.

Sowohl die CD als auch die Vinylversion der Metalmorfosis EP gibt´s für lockere 10 Euro auf der Homepage der Band:

Metalmorfosis Page

Check it out, denn dies ist kein Produkt, this is a fucking way of life!!!

ULTRA METAL, BANG YOUR HEAD
ULTRA METAL, `TIL I`M DEAD

:yeah:
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