Mark "The Shark" Shelton (*03.12.1957, †27.07.2018)

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Re: Mark "The Shark" Shelton (*03.12.1958, †27.07.2018)

Beitragvon Tillmann » 30. Juli 2018, 09:30

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Re: Mark "The Shark" Shelton (*03.12.1958, †27.07.2018)

Beitragvon Pavlos » 31. Juli 2018, 18:24

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Mein erster Kontakt mit Manilla Road muss so Anfang der 90er gewesen sein. Mein Cousin hatte die Crystal Logic kurz zuvor frisch gekauft, und als ich das coole Cover beim Durchstöbern seiner Sammlung erblickte (ich ging davon aus, dass Crystal Logic der Bandname war und Manilla Road der Albumtitel), wanderte die Platte auf den "Hören wir uns demnächst zusammen an und bangen dazu um die Wette!!" Stapel. Es vergingen noch ein paar Wochen bis wir uns schließlich der Scheiben widmeten, aber schon als der Opener Necropolis vorbei war wusste ich, dass das richtig geiler Scheiss war. Und das ist es eigentlich immer noch und wird es auch immer sein. Crystal Logic zählte damals mit zu den Gründen, warum ich immer tiefer in den Underground vordringen wollte. Danke dafür, Mr. Shelton.
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Re: Mark "The Shark" Shelton (*03.12.1958, †27.07.2018)

Beitragvon Acrylator » 31. Juli 2018, 21:11

FDU, kannst du mal den Titel korrigieren? Mark ist 1957 geboren.

Für die, die nicht im Deaf-Forever-Forum aktiv sind, hier nochmal, was ich dort geschrieben hatte:

Ich hab die Band (die in meinem Geburtstjahr gegründet wurde) ja 1994 mit "The Deluge" für mich entdeckt (Matthias Herrs Metal Lexikon hatte mich neugierig gemacht, dann hab ich im September des Jahres die noch nagelneue 86er LP bei Hellion Records für 22,80 DM gefunden und ungehört mitgenommen).
Schon die ersten Töne konnten mich begeistern und das Album war über weite Strecken nicht nur noch besser, sondern auch härter, als ich es von der Stilbeschreibung her (theatralischer Epic Metal) gedacht hätte - gerade diesen Mix aus ruhigeren, getragenen Momenten und härteren, schnellen Ausbrüchen in Verbindung mit dem sehr unkonventionellen Schlagzeugspiel fand ich ungemein spannend! Vor allem hat das Album aber eine unnachahmliche Atmosphäre, trotz der fast "thrashigen" Momente.
Es ist auch bis heute mein Favorit der gesamten Diskografie (deutlich vor "Crystal Logic", das ich aber natürlich auch super finde - bis auf "Feeling Free Again").
Danach hab ich noch beim nächsten Hellion-Besuch im Winter 1994 alle anderen dort erhältlichen Alben der Band (überwiegend als Original-CDs von Black Dragon) mitgenommen.
Nach "Mystification" und den ersten drei Alben musste ich dann allerdings ewig suchen, die gab's damals ja auch noch nicht als CD und die Original-Vinyle waren natürlich rar wie sau.
Aber ca. 1997 oder 1998 hatte ich dann endlich alles zusammen, was die Band bis damals veröffentlicht hatte (heutzutage fast undenkbar, dass man jahrelang auf Börsen und in Plattenläden nach Alben der Band suchen musste, bis man überhaupt mal z.B. irgendein Exemplar von "Mystification" oder "Crystal Logic" zu sehen bekam (von den ersten beiden Alben ganz zu schweigen). Discogs gab's ja noch nicht und ebay war noch unbekannt und selbst dort dürften manche MR-LPs schwer zu finden gewesen sein - ich hatte damals aber eh noch keinen Internetzugang).

Wie die meisten hier ja wissen, hab ich 2008 und 2011 auch jeweils ein Cover für Manilla Road gemacht, was für mich quasi die Erfüllung eines Jugendtraums war (zumal ich in den 90ern nie damit gerechnet hätte, dass die Band überhaupt mal irgendwann weitermachen würde)!
Besonders schön fand ich auch, dass Hellroadie (mit dem mich Sascha Maurer bekannt gemacht hat) mich 2008 auf dem KIT mit in den Backstage-Bereich genommen und Mark Shelton und dem Rest der Band vorgestellt hat - was für unglaublich nette Leute! Alle haben mir mit Handschlag und/oder Schulterklopfen für mein Cover gedankt und mir gesagt, wie toll sie es finden (Mark hat mich später auch oft als einen seiner Lieblingskünstler erwähnt, was natürlich runterging wie Öl).
Auch 2009 auf dem HOA bin ich Mark und seinen Leuten ständig über den Weg gelaufen und hing relativ viel mit ihnen ab - sie gaben einem immer das Gefühl, ein guter Freund zu sein, obwohl ich ja bis auf sporadische E-Mails nach dem KIT kaum Kontakt mit Mark hatte. Bryan und Corey (der damalige, junge Drummer) waren außerdem richtige Spaßvögel und wir haben viel zusammen gelacht - lustig kann Mark natürlich auch sein, aber ich habe ihn damals eher als entspannt und total nett wahrgenommen. Wir haben einfach viel über alles mögliche geredet, u.a. natürlich Musik aber auch über andere Lebensbereiche.
Als ein plötzlicher, heftiger Regenguss einsetzte, hab ich mich mit Mark und einer Frau, die sich gerade mit ihm unterhalten hatte, zusammen unter ein kleines Vordach gerettet (die große Zeltplane zwischen den Imbissständen gab es damals noch nicht). Dort habe ich ihm dann erzählt, dass man in Deutschland sowas (viele Wetterwechsel an einem Tag) eigentlich eher im April gewohnt war und daher Aprilwetter nennt. Er meinte nur etwas wie "Well, it's not that nice at the moment, but at least I couldn't think of a better company!"
Ich denke, sowas war exemplarisch für ihn, er war immer so unglaublich nett!
Er hat sich auch oft bei mir dafür entschuldigt, dass er so schlecht darin sei, Kontakt zu mir zu halten, woraufhin ich aber immer meinte, es gäbe keine Grund, sich zu entschuldigen. Er schrieb mir außerdem innerhalb des letzten Jahres merhmals, er werde für irgendeines seiner Musikprojekte auch mal wieder mich beauftragen, wozu es jetzt ja leider nicht mehr kommen wird...
Aber viel schlimmer ist natürlich, dass er nun nicht mehr für seine Familie und engsten Freunde da sein kann!

Der Auftritt am Donnerstag beim HOA war übrigens wirklich toll und auf mich wirkte Mark - bedenkt man die große Hitze - nicht übermäßig erschöpft oder gar wie kurz vorm Kollaps, dementsprechend überrascht und natürlich traurig war ich auch, als ich am nächsten Morgen von Freunden, die im selben Hotel wie Manilla Road übernachtet hatten, von seinem Tod erfuhr. Es kam mir komplett surreal vor...
Ich hätte natürlich auch gerne noch mehr Konzerte von Manilla Road besucht, aber ich bin froh und dankbar, dass ich immerhin vier davon erleben (neben den beiden HOA und dem 2008er KIT noch letztes Jahr beim KIT, wo sogar Randy "Thrasher" Foxe als Gastmusiker bei einigen Stücken auftrat) und den Bandgründer persönlich kennenlernen durfte.

Danke, Mark, für deine Musik und für deine freundliche und bodenständige Art!
Ruhe in Frieden!
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Re: Mark "The Shark" Shelton (*03.12.1958, †27.07.2018)

Beitragvon Holy Mighty Stormwitch » 31. Juli 2018, 21:23

Puh... ich hab´ noch keine Kraft, um irgendwelche gemeinsamen Erlebnisse mit Mark hier aufzulisten. War ja das erste Mal seit 8 Jahren wieder auf dem HOA (natürlich in erster Linie wegen Manilla Road) und muss das erstmal verarbeiten. Es war ein merkwürdiges Gefühl, heute von den Kollegen im Büro mit "Welcome back, Urlauberin! Hattest du viel Spaß mit deiner Lieblingsband auf dem Festival?" begrüßt zu werden :ehm: .
Na vrh brda vrba mrda
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Re: Mark "The Shark" Shelton (*03.12.1958, †27.07.2018)

Beitragvon Fire Down Under » 31. Juli 2018, 21:46

Acrylator hat geschrieben:FDU, kannst du mal den Titel korrigieren? Mark ist 1957 geboren.

Oh, ja, mach ich. Muss wohl daneben gehauen haben, ist mir gar nicht aufgefallen. Danke für den Hinweis.
:ahasoso:

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Re: Mark "The Shark" Shelton (*03.12.1957, †27.07.2018)

Beitragvon darklord » 31. Juli 2018, 22:14

Oh weh... mir fehlen die Worte... Ruhe in Frieden Mark! :cry: :cry:
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Re: Mark "The Shark" Shelton (*03.12.1957, †27.07.2018)

Beitragvon Kubi » 3. August 2018, 07:41

Unser Raf hat auch ein paar Worte geschrieben:

http://powermetal.de/content/artikel/sh ... ,9459.html

Ich selbst war ja nie MR-Fan, aber wenn ich lese, was er und einige hier so schreiben, dann geht das schon sehr nahe.
http://www.musik-sammler.de/sammlung/kubi

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