DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Schreibt euch die Finger wund √ľber das gro√üe Thema "Metal" - √ľber neue Platten, neue Bands, Konzerte etc.

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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitragvon Pavlos » 9. Februar 2018, 22:32

Acrylator hat geschrieben:
Pavlos hat geschrieben:
hellstar hat geschrieben:
Pavlos hat geschrieben:
Desweiteren finde ich ein Anselmo "Klartext" Interview im Deaf Forever völligst deplatziert...

Warum?


Weil viele Internet-Sprachrohre des Heftes politisch eher links einzuordnen sind (und das auch gerne und oft betonen), und Herr Anselmo sehr oft durch dumme Aussagen und Aktionen auff√§llt, die eher in die Gegenrichtung neigen. Ihm dann eine Plattform zu geben, wo er (mal wieder - zum wievielten Mal eigentlich?!) seine dummen Aktionen rechtfertigen und erkl√§ren darf, halte ich in Bezug auf das DF f√ľr falsch. Es wurden schon DFF User f√ľr weitaus weniger brisante Aussagen gesperrt!!!

Hast du das Interview schon gelesen?
Da wirkt f√ľr mich nichts rechts(extrem). Nat√ľrlich wei√ü man nie, wie jemand wirklich tickt, aber seine Erkl√§rung finde ich zumindest plausibel. Ich glaube, er war einfach oft v√∂llig unreflektiert bei manchen Aktionen (dazu noch besoffen). Ein Rassist oder Rechtsextremer scheint er nicht zu sein. Vielleicht hilft ihm ja der selbstauferlegte Verzicht auf Alkohol, in Zukunft keine Dummheiten mehr in der √Ėffentlichkeit zu machen, die ein Bild von ihm zeichnen, das er selbst nicht mag....

Außerdem, als Person des öffentlichen Lebens ist man schnell auf alle Zeiten gebrandmarkt, man sollte nicht immer alles glauben, was man irgendwo liest - und selbst Videos zeigen eben immer nur einen Ausschnitt, wobei der Kontext oft einfach enorm wichtig ist.


Ehhmmm, ich welchem Kontext sind denn ein ausgestreckter rechter Arm und ein laut gerufenes "White Power" richtig?

:ehm:


Und nein, ich habe das Interview nicht gelesen, aber um dessen Inhalt ging es mir ja auch gar nicht. Mir ist es egal, was der dumme Anselmo von sich gibt. Mir ist es auch egal, wo die Macher des DF politisch stehen. Egal ist mir aber nicht, dass, ich formuliere es jetzt stark √ľberspitzt, Linke einem Rechten eine Plattform geben, damit dieser seine Taten und Aussagen sch√∂nreden und sich quasi reinwaschen darf. Das passt doch alles vorne und hinten nicht zusammen, das DF (sowohl Heft, als auch Forum) ist in solchen Angelegenheiten doch sonst stark konsequent - deshalb auch meine Bemerkung mit den verabannten Usern. Und hier widerspreche ich auch dem Siebi: Viele Heftmacher und DFF Moderatoren bewegen sich in genau dieser Doppelfunktion im Netz bzw. der Szene, da kann ich nicht trennen. Warum sollen Forumsaussagen (sagen wir mal) eines WRM im Heft oder in der realen Welt anders bewertet, gesehen und empfunden werden? Verstehe ich nicht.....

Wie gesagt, mir isses im Prinzip megaegal, ich finde mich definitiv in Siebis Absatz wieder, den der Schubi gequotet hat. Ich wundere mich lediglich √ľber die Plattform, die man jemandem bietet, dessen Aktionen bei anderen schon zigfach verteufelt und knallhart geahndet wurden. Auf der anderen Seite verkauft sich das Heft dadurch vielleicht auch besser.....
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitragvon Kubi » 9. Februar 2018, 22:44

Ja, da kann ich den Pavlos schon verstehen. Gerade auch, wenn ich in dem Zusammenhang an die Prof-Geschichte hier in disem Thread denke.
http://www.musik-sammler.de/sammlung/kubi

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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitragvon Siebi » 9. Februar 2018, 23:35

Pavlos, dann hast Du G√∂tz und Co. aber stets nie verstanden bzw. waren sie immer "inkonsequent", denn die f√ľr mich aalglatten Tanten wurden hofiert, der oft fragw√ľrdige KK Warslut von Destr√∂yer 666 und auch die Swastikas bei dem B√∂lzerheini waren nie ein Grund nicht zu berichten. Das kann man G√∂tz und Co. ankreiden oder pers√∂nlich fragen. Gerade ein Wolf-R√ľdiger kam mir in unseren bisherigen Treffen abseits der Konzertb√ľhne unverstellt ehrlich vor.

Warum wieso weshalb wird sich nun gerade bei Anselmo so echauffiert? Wahrscheinlich habe ich den Kerl noch nie f√ľr voll genommen, zum anderen, wo wird er denn reingewaschen? Bitte das Interview lesen. Herr Anselmo mag nicht das hellste Lichtlein sein, viele Aktionen sind v√∂lliger Mist und d√ľrfen verurteilt werden, ich ihn ebenso ungern hofiert sehe, aber ihn jetzt zu verdammen? Wo ist denn da der oft so liberale Gedanke des aufgekl√§rten Menschen? Hier im Board wird Musik von verurteilten M√∂rdern geh√∂rt und/oder als Neuzugang gepostet. Hat da niemand ein Problem? Was ist mit fahrerfl√ľchtigen S√§ngern bei Totschlag? Ois easy?

Den Vergleich mit dem Abgang Profs hier finde ich noch abstruser. Der Prof ist freiwillig gegangen und auf R√ľcksicht seiner Freundschaft zu Michael gegangen, so mein Verst√§ndnis. Das Spanungsdreieck und die Spannungen/Beziehungen zwischen Manuel, Prof und Michael mag wer genau zu beurteilen? Ich kann es nicht und es muss auch nicht √∂ffentlich begr√ľndet werden, es geht mich nichts an.

Niemand hat dem Prof naheglegt, hier aufzuh√∂ren. Im Gegenteil, hier wurde sehr viel Beifall nach Paris f√ľr seine Worte geklatscht. Ein Beifall, den ich eher befremdlich fand, aber akzeptierte, denn es gibt nun mal andere Meinungen als meine und auch radikale(re). Ich habe ihm das pers√∂nlich per PM mitgeteilt, freundlich ohne Polemik. Warum soll es hier politisch anders sein als in den Politbarometern der Umfrageinstitute, es spiegelt sich das Wahlergebnis der noch frischen Bundestagswahl auch hier wider? V√∂llig verst√§ndlich.

Warum wird immer nach Akzeptanz und Toleranz einer demokratischen Gesellschaft gerufen, aber wenn es heikel wird, man ebenso ins Exterme verf√§llt? Ich bekomme das nicht √ľbereinander, je l√§nger ich dar√ľber nachdenke. Zero tolerance mag oft gelten, aber ist es immer das heilbringende Mittel? Gerade wenn ich mich auf meine katholisch gepr√§gte Herkunft und meine gar nicht so christliche Erziehung besinne, auf Werte wie N√§chstenliebe etcpp. wurde Wert gelegt. H√∂rt sich pathetisch an, aber wenn nicht der abendl√§ndisch gepr√§gte Christ ohne das dogmatische "Aug um Aug, Zahn um Zahn" oder der mir Ratio bekleidete Mensch, der F√ľr und Wider in seine Meinung einbezieht, wer soll die Hand reichen? Die Hand geben einem Menschen mit all seinem Licht und Schatten. Man muss nicht, aber man kann es versuchen, der Versuch kann scheitern. Genug der Esoterik, just my zwei Pfennige.
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitragvon Kubi » 9. Februar 2018, 23:58

Mir geht es √ľberhaupt nicht darum, dass der Prof als Konsequenz gezogen hat, hier dem Forum fernzubleiben, sondern nur darum wer den Prof hier angegangen ist und in welcher Art & Weise. Ein Dialog, wie er jetzt mit Herrn Anselmo stattfindet, wurde da zumindest nicht gesucht. Im Grunde begr√ľ√üe ich sogar so ein IV mit Anselmo, denn Diskussion und kritische Auseinandersetzung sind nun einmal Grundpfeiler einer funktionierenden Demokratie. Sollte man dann nur immer so handhaben.
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitragvon Dr. Best » 10. Februar 2018, 00:04

Siebi hat geschrieben:Warum wird immer nach Akzeptanz und Toleranz einer demokratischen Gesellschaft gerufen, aber wenn es heikel wird, man ebenso ins Exterme verf√§llt? Ich bekomme das nicht √ľbereinander, je l√§nger ich dar√ľber nachdenke. Zero tolerance mag oft gelten, aber ist es immer das heilbringende Mittel? Gerade wenn ich mich auf meine katholisch gepr√§gte Herkunft und meine gar nicht so christliche Erziehung besinne, auf Werte wie N√§chstenliebe etcpp. wurde Wert gelegt.

So sehr ich deine Meinung teile sei hier nochmal nachgefragt: auch noch nach 20, 30 Jahren? Den Burzum-Varg hast du ja als "unbelehrbaren" Fall abgetan, Meinungsdeckung mit der eigenen dahingestellt.
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitragvon Siebi » 10. Februar 2018, 00:16

Kubi hat geschrieben:Mir geht es √ľberhaupt nicht darum, dass der Prof als Konsequenz gezogen hat, hier dem Forum fernzubleiben, sondern nur darum wer den Prof hier angegangen ist und in welcher Art & Weise. Ein Dialog, wie er jetzt mit Herrn Anselmo stattfindet, wurde da zumindest nicht gesucht. Im Grunde begr√ľ√üe ich sogar so ein IV mit Anselmo, denn Diskussion und kritische Auseinandersetzung sind nun einmal Grundpfeiler einer funktionierenden Demokratie. Sollte man dann nur immer so handhaben.

Vielleicht ist uns ein Dialog bewusst nicht zuteil geworden. Muss er das? M√ľssen wir daran teilhaben? Vielleicht wollten das die Diskussionspartner nicht? Oder sollte der Boardvater √∂ffentlich f√ľr ALLE lesbar einschreiten? Sollte man den Diskutierenden und dem Hausrechtinhaber √ľberlassen. Ich will nicht weiter spekulieren, ich belasse es damit beim Boardthema.

Anselmo ist ein Heffthema, dazu wurde ich als Leser/Abonnent nicht gefragt, es ist Redaktionsentscheidung, ich nehme es als optionalen Lesestoff zur Kenntnis, lupfe evtl. intensiver mit den Augenbrauen aufgrund der bekannten Geschichten. Wenn ich es partout nicht lesen/unterst√ľtzen will, sollte ich die Ausgabe nicht kaufen oder als Abo-Leser einen Leserbrief schreiben oder G√∂tz anrufen/anschreiben.
Zuletzt geändert von Siebi am 10. Februar 2018, 00:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitragvon Siebi » 10. Februar 2018, 00:25

Dr. Best hat geschrieben:
Siebi hat geschrieben:Warum wird immer nach Akzeptanz und Toleranz einer demokratischen Gesellschaft gerufen, aber wenn es heikel wird, man ebenso ins Exterme verf√§llt? Ich bekomme das nicht √ľbereinander, je l√§nger ich dar√ľber nachdenke. Zero tolerance mag oft gelten, aber ist es immer das heilbringende Mittel? Gerade wenn ich mich auf meine katholisch gepr√§gte Herkunft und meine gar nicht so christliche Erziehung besinne, auf Werte wie N√§chstenliebe etcpp. wurde Wert gelegt.

So sehr ich deine Meinung teile sei hier nochmal nachgefragt: auch noch nach 20, 30 Jahren? Den Burzum-Varg hast du ja als "unbelehrbaren" Fall abgetan, Meinungsdeckung mit der eigenen dahingestellt.

Worauf zielst du ab? Verstehe ich grad nicht. Versuch ich's mal. Ich verurteile Vargs Ansichten scharf, weil ich mit Rassismus nichts am Hut habe, w√ľrde ihn aber bei einem pers√∂nlichen Treffen weder umbringen, verdammen oder sonst was, dennoch fragen, wie man auf solche Thesen kommt, was seine Motive sind. Aber, ich nehme mir das Recht raus, diesen Mann mit keinem Cent bewusst zu unterst√ľtzen, was ich bei Anselmo schon lange mache, f√§llt mir grad ein.

W√ľrde nun der Norweger verhungern oder am Abgrund baumeln, was w√ľrde ich tun? Ich w√ľrde ihm die Hand reichen, ja, das w√§re das Menschsein. Als freiwilliger Feuerwehrler und Evakuierungshelfer wei√ü ich auch nicht, welchen Gedankenguttr√§ger ich aus dem Auto, Haus ect. befreie oder in die stabile Seitenlage helfe. Ich helfe, weil ein Mensch bzw. Lebewesen (m)eine Hilfe ben√∂tigt. War es das, was Du sagen/wissen wolltest?
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitragvon Acrylator » 10. Februar 2018, 00:40

thorondor hat geschrieben:
Acrylator hat geschrieben:
Pavlos hat geschrieben:
hellstar hat geschrieben:
Pavlos hat geschrieben:
Desweiteren finde ich ein Anselmo "Klartext" Interview im Deaf Forever völligst deplatziert...

Warum?


Weil viele Internet-Sprachrohre des Heftes politisch eher links einzuordnen sind (und das auch gerne und oft betonen), und Herr Anselmo sehr oft durch dumme Aussagen und Aktionen auff√§llt, die eher in die Gegenrichtung neigen. Ihm dann eine Plattform zu geben, wo er (mal wieder - zum wievielten Mal eigentlich?!) seine dummen Aktionen rechtfertigen und erkl√§ren darf, halte ich in Bezug auf das DF f√ľr falsch. Es wurden schon DFF User f√ľr weitaus weniger brisante Aussagen gesperrt!!!

Hast du das Interview schon gelesen?
Da wirkt f√ľr mich nichts rechts(extrem). Nat√ľrlich wei√ü man nie, wie jemand wirklich tickt, aber seine Erkl√§rung finde ich zumindest plausibel. Ich glaube, er war einfach oft v√∂llig unreflektiert bei manchen Aktionen (dazu noch besoffen). Ein Rassist oder Rechtsextremer scheint er nicht zu sein. Vielleicht hilft ihm ja der selbstauferlegte Verzicht auf Alkohol, in Zukunft keine Dummheiten mehr in der √Ėffentlichkeit zu machen, die ein Bild von ihm zeichnen, das er selbst nicht mag....

Außerdem, als Person des öffentlichen Lebens ist man schnell auf alle Zeiten gebrandmarkt, man sollte nicht immer alles glauben, was man irgendwo liest - und selbst Videos zeigen eben immer nur einen Ausschnitt, wobei der Kontext oft einfach enorm wichtig ist.


Dass er oft unreflektiert war, ist ja das Problem. Ohne ihn jetzt wirklich einen Rassisten zu nennen (hab das Interview auch noch nicht gelesen), aber einen Wesenszug von Rassisten und Rechtsextremisten ist nun mal, dass sie unreflektiert sind.
Und besoffen zu sein, entschuldigt rein gar nichts. Im Gegenteil, da kommen oft Ansichten zu Tage, die sich jemand im nicht besoffenen Zustand nicht zu sagen traut bzw. funktionieren bei N√ľchternheit die Kontrollmechanismen noch ausreichend. So gesehen glaub ich, dass Alkohol eher dazu f√ľhrt, dass jemand das sagt, was er tats√§chlich denkt (In Vino Veritas!).

Hast du das Interview schon gelesen?
Im Grunde braucht man gar nicht weiterspekulieren, wenn man es noch nicht getan hat. Ob man ihm glaubt, was er da sagt, muss nat√ľrlich jeder selbst mit sich ausmachen ich finde es zumindest nachvollziehbar (kann mir so eine Situation, wie er sie dort beschreibt, wirklich gut vorstellen und auch, dass manche ohne eine rassistische Gesinnung aus Wut/Frust so reagieren w√ľrden).

Ansonsten hat Siebi hier vieles geschrieben, in dem ich mich wiederfinde!
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitragvon thorondor » 10. Februar 2018, 01:18

Acrylator hat geschrieben:
thorondor hat geschrieben:
Acrylator hat geschrieben:
Pavlos hat geschrieben:
hellstar hat geschrieben:
Pavlos hat geschrieben:
Desweiteren finde ich ein Anselmo "Klartext" Interview im Deaf Forever völligst deplatziert...

Warum?


Weil viele Internet-Sprachrohre des Heftes politisch eher links einzuordnen sind (und das auch gerne und oft betonen), und Herr Anselmo sehr oft durch dumme Aussagen und Aktionen auff√§llt, die eher in die Gegenrichtung neigen. Ihm dann eine Plattform zu geben, wo er (mal wieder - zum wievielten Mal eigentlich?!) seine dummen Aktionen rechtfertigen und erkl√§ren darf, halte ich in Bezug auf das DF f√ľr falsch. Es wurden schon DFF User f√ľr weitaus weniger brisante Aussagen gesperrt!!!

Hast du das Interview schon gelesen?
Da wirkt f√ľr mich nichts rechts(extrem). Nat√ľrlich wei√ü man nie, wie jemand wirklich tickt, aber seine Erkl√§rung finde ich zumindest plausibel. Ich glaube, er war einfach oft v√∂llig unreflektiert bei manchen Aktionen (dazu noch besoffen). Ein Rassist oder Rechtsextremer scheint er nicht zu sein. Vielleicht hilft ihm ja der selbstauferlegte Verzicht auf Alkohol, in Zukunft keine Dummheiten mehr in der √Ėffentlichkeit zu machen, die ein Bild von ihm zeichnen, das er selbst nicht mag....

Außerdem, als Person des öffentlichen Lebens ist man schnell auf alle Zeiten gebrandmarkt, man sollte nicht immer alles glauben, was man irgendwo liest - und selbst Videos zeigen eben immer nur einen Ausschnitt, wobei der Kontext oft einfach enorm wichtig ist.


Dass er oft unreflektiert war, ist ja das Problem. Ohne ihn jetzt wirklich einen Rassisten zu nennen (hab das Interview auch noch nicht gelesen), aber einen Wesenszug von Rassisten und Rechtsextremisten ist nun mal, dass sie unreflektiert sind.
Und besoffen zu sein, entschuldigt rein gar nichts. Im Gegenteil, da kommen oft Ansichten zu Tage, die sich jemand im nicht besoffenen Zustand nicht zu sagen traut bzw. funktionieren bei N√ľchternheit die Kontrollmechanismen noch ausreichend. So gesehen glaub ich, dass Alkohol eher dazu f√ľhrt, dass jemand das sagt, was er tats√§chlich denkt (In Vino Veritas!).

Hast du das Interview schon gelesen?
Im Grunde braucht man gar nicht weiterspekulieren, wenn man es noch nicht getan hat. Ob man ihm glaubt, was er da sagt, muss nat√ľrlich jeder selbst mit sich ausmachen ich finde es zumindest nachvollziehbar (kann mir so eine Situation, wie er sie dort beschreibt, wirklich gut vorstellen und auch, dass manche ohne eine rassistische Gesinnung aus Wut/Frust so reagieren w√ľrden).

Ansonsten hat Siebi hier vieles geschrieben, in dem ich mich wiederfinde!


Nö, noch nicht (hab ich auch geschrieben), hatte eigentlich keine Lust, werd ich jetzt aber wohl doch tun. Aber im Grunde wollte ich nur anmerken, dass Besoffensein vielleicht Dinge erklären kann, aber niemals etwas rechtfertigt oder entschuldigt. Aber hast schon recht, ich sollt erst mal lesen ...
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitragvon Dr. Best » 10. Februar 2018, 02:03

Siebi hat geschrieben:
Dr. Best hat geschrieben:
Siebi hat geschrieben:Warum wird immer nach Akzeptanz und Toleranz einer demokratischen Gesellschaft gerufen, aber wenn es heikel wird, man ebenso ins Exterme verf√§llt? Ich bekomme das nicht √ľbereinander, je l√§nger ich dar√ľber nachdenke. Zero tolerance mag oft gelten, aber ist es immer das heilbringende Mittel? Gerade wenn ich mich auf meine katholisch gepr√§gte Herkunft und meine gar nicht so christliche Erziehung besinne, auf Werte wie N√§chstenliebe etcpp. wurde Wert gelegt.

So sehr ich deine Meinung teile sei hier nochmal nachgefragt: auch noch nach 20, 30 Jahren? Den Burzum-Varg hast du ja als "unbelehrbaren" Fall abgetan, Meinungsdeckung mit der eigenen dahingestellt.

Worauf zielst du ab? Verstehe ich grad nicht. Versuch ich's mal. Ich verurteile Vargs Ansichten scharf, weil ich mit Rassismus nichts am Hut habe, w√ľrde ihn aber bei einem pers√∂nlichen Treffen weder umbringen, verdammen oder sonst was, dennoch fragen, wie man auf solche Thesen kommt, was seine Motive sind. Aber, ich nehme mir das Recht raus, diesen Mann mit keinem Cent bewusst zu unterst√ľtzen, was ich bei Anselmo schon lange mache, f√§llt mir grad ein.

W√ľrde nun der Norweger verhungern oder am Abgrund baumeln, was w√ľrde ich tun? Ich w√ľrde ihm die Hand reichen, ja, das w√§re das Menschsein. Als freiwilliger Feuerwehrler und Evakuierungshelfer wei√ü ich auch nicht, welchen Gedankenguttr√§ger ich aus dem Auto, Haus ect. befreie oder in die stabile Seitenlage helfe. Ich helfe, weil ein Mensch bzw. Lebewesen (m)eine Hilfe ben√∂tigt. War es das, was Du sagen/wissen wolltest?

Janu, teilweise. Ich fragte mich eher, ob man auch nach besagter Zeitspanne weiterhin f√ľr jemanden Toleranz und/oder Akzeptanz aufbringen kann. Immerhin ist der Mann ebenso lange im Gesch√§ft wie ich alt bin und nur wenig l√§nger"auff√§llig". Wie du weiter oben selbst sagtest, hat das "a Gschm√§ckle", wenn man sich da als Person immer wieder herauswindet.

Ob man so etwas letztlich finanziell unterst√ľtzt ist mir zu m√ľsig, die Diskussion hatten wir hier ja schon oft, und die Frage nach (Lebens)Hilfe sollte sich in meinen Augen in einer humanistischen Gesellschaft niemals stellen. Ich frage den Grenzaspekt unter Anderem, weil meine Konzerte seit ein paar Monaten in einem selbstverwalteten Verein stattfinden, der zum Gl√ľck ausser "links" keine einheitliche politische Richtung kennt. Auch da kamen schon diverse Male Diskussionen um Veranstaltungen und Bands auf, die ich zwischen krass und Weltfremd sortieren w√ľrde; seither besch√§ftigt mich die Frage, wo ich selbst eigentlich Grenzen ziehe.
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitragvon Evilmastant » 10. Februar 2018, 15:28

Dr. Best hat geschrieben:
Siebi hat geschrieben:
Dr. Best hat geschrieben:
Siebi hat geschrieben:Warum wird immer nach Akzeptanz und Toleranz einer demokratischen Gesellschaft gerufen, aber wenn es heikel wird, man ebenso ins Exterme verf√§llt? Ich bekomme das nicht √ľbereinander, je l√§nger ich dar√ľber nachdenke. Zero tolerance mag oft gelten, aber ist es immer das heilbringende Mittel? Gerade wenn ich mich auf meine katholisch gepr√§gte Herkunft und meine gar nicht so christliche Erziehung besinne, auf Werte wie N√§chstenliebe etcpp. wurde Wert gelegt.

So sehr ich deine Meinung teile sei hier nochmal nachgefragt: auch noch nach 20, 30 Jahren? Den Burzum-Varg hast du ja als "unbelehrbaren" Fall abgetan, Meinungsdeckung mit der eigenen dahingestellt.

Worauf zielst du ab? Verstehe ich grad nicht. Versuch ich's mal. Ich verurteile Vargs Ansichten scharf, weil ich mit Rassismus nichts am Hut habe, w√ľrde ihn aber bei einem pers√∂nlichen Treffen weder umbringen, verdammen oder sonst was, dennoch fragen, wie man auf solche Thesen kommt, was seine Motive sind. Aber, ich nehme mir das Recht raus, diesen Mann mit keinem Cent bewusst zu unterst√ľtzen, was ich bei Anselmo schon lange mache, f√§llt mir grad ein.

W√ľrde nun der Norweger verhungern oder am Abgrund baumeln, was w√ľrde ich tun? Ich w√ľrde ihm die Hand reichen, ja, das w√§re das Menschsein. Als freiwilliger Feuerwehrler und Evakuierungshelfer wei√ü ich auch nicht, welchen Gedankenguttr√§ger ich aus dem Auto, Haus ect. befreie oder in die stabile Seitenlage helfe. Ich helfe, weil ein Mensch bzw. Lebewesen (m)eine Hilfe ben√∂tigt. War es das, was Du sagen/wissen wolltest?

Janu, teilweise. Ich fragte mich eher, ob man auch nach besagter Zeitspanne weiterhin f√ľr jemanden Toleranz und/oder Akzeptanz aufbringen kann. Immerhin ist der Mann ebenso lange im Gesch√§ft wie ich alt bin und nur wenig l√§nger"auff√§llig". Wie du weiter oben selbst sagtest, hat das "a Gschm√§ckle", wenn man sich da als Person immer wieder herauswindet.

Ob man so etwas letztlich finanziell unterst√ľtzt ist mir zu m√ľsig, die Diskussion hatten wir hier ja schon oft, und die Frage nach (Lebens)Hilfe sollte sich in meinen Augen in einer humanistischen Gesellschaft niemals stellen. Ich frage den Grenzaspekt unter Anderem, weil meine Konzerte seit ein paar Monaten in einem selbstverwalteten Verein stattfinden, der zum Gl√ľck ausser "links" keine einheitliche politische Richtung kennt. Auch da kamen schon diverse Male Diskussionen um Veranstaltungen und Bands auf, die ich zwischen krass und Weltfremd sortieren w√ľrde; seither besch√§ftigt mich die Frage, wo ich selbst eigentlich Grenzen ziehe.


Das, lieber Doktor, trifft in der Problembeschreibung den Nagel (glaube ich) auf den Kopf. Denn diese Grenzen können immer nur subjektiv von jedem Individuum gezogen werden. Die eigentliche Schwierigkeit "Rote Linien" zu ziehen (sowie deren Notwendigkeit) existieren aber sowohl als Individuum, als auch als gesellschaftliche Gesamtverantwortung. Daher sollte immer das geschehen, was hier gerade stattfindet: Ein Diskurs! Das mächtigste und wirksamste Mittel der Demokratie und das "Ringen" um gemeinsame Standpunkte
Ich hoffe sehr, dass die Mehrheit hier am Board so √§hnlich tickt, wie es u.a. bei Siebi herauslese, und sich damit einem humanistischen, und wenn wir es religi√∂s gepr√§gt sehen wollen, neutestamentarischen Weltbild verpflichtet f√ľhlen.

Ich habe das hier diskussionsausl√∂sende Interview auch noch nicht gelesen und bin mal gespannt ob meine inzwischen erzeugte Fantasie mit der Realit√§t des Artikels schlussendlich √ľbereinstimmt.
If The Gods OF Hell Sentenced You To Die, Remember Well My Friend A Warlord Never Cries (Mark W. Shelton 1983)

Meine CDs: http://cloud.collectorz.com/200912/music
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitragvon rapanzel » 10. Februar 2018, 18:49

Ich hab das Interview jetzt gelesen und selbst wenn das nicht im DF abgedruckt worden wäre, hätte mich das Thema nicht groß weiter interessiert.
Am Ende kann ich nämlich sowieso nicht sagen, ob die Rechtfertigungen wirklich Ernst gemeint sind, oder eben nur rausgehauen werden, weil's so ein mediales Echo gebracht hat.
Ob's jetzt aber extra ein Sonderinterview im Heft braucht ist ne Andere Sache.

Und ich verstehe auch, was Pavlos meint. Ich kenne ja nun Einige der DF Leute schon ein paar Jahre und sch√§tze diese sowohl als Personen, als auch die immer tollen Gespr√§che bei Treffen. Auf der Anderen Seite w√ľrde ich mich da nie √ľber Politik unterhalten wollen, weil unsere Ansichten da doch zT Lichtjahre auseinander liegen und ich Einige Kommentare im DFF mehr als deplaziert finde. Vom daher ist sein Einwand schon berechtigt
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitragvon Acurus-Heiko » 10. Februar 2018, 19:35

Ihr schreibt hier alle in R√§tseln f√ľr mich, da ich das Heft noch nicht holen konnte. Gibt es auch musikalisch interessante Beitr√§ge im neuen DF?
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitragvon Darth Bane » 11. Februar 2018, 00:29

Acurus-Heiko hat geschrieben:Ihr schreibt hier alle in R√§tseln f√ľr mich, da ich das Heft noch nicht holen konnte. Gibt es auch musikalisch interessante Beitr√§ge im neuen DF?


Das w√ľrde mich auch interessieren,im letzten war das Reverend Bizarre Special einfach erste Sahne. Anselmo kann ich mit seinen Aussagen nicht ernst nehmen was der schon so alles verzapft hat,das w√ľrde ich glaub nicht mal lesen ,viel Gehirnzellen scheinen da nicht mehr √ľbrig bei dem Drogenkonsum.
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitragvon Hugin » 11. Februar 2018, 00:33

Darth Bane hat geschrieben:Das w√ľrde mich auch interessieren,im letzten war das Reverend Bizarre Special einfach erste Sahne. Anselmo kann ich mit seinen Aussagen nicht ernst nehmen was der schon so alles verzapft hat,das w√ľrde ich glaub nicht mal lesen ,viel Gehirnzellen scheinen da nicht mehr √ľbrig bei dem Drogenkonsum.


Das einzige, was an und um PANTERA noch von Interesse ist (oder jemals von Interesse war), das ist doch eh die Frage, ob und wann die ersten vier Alben offiziell neu aufgelegt werden.
.mhmpf:
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