Metal in Mainstream-Medien

Schreibt euch die Finger wund über das große Thema "Metal" - über neue Platten, neue Bands, Konzerte etc.

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Re: Metal in Mainstream-Medien

Beitragvon Hippie-Ben » 3. Januar 2011, 15:50

Goatstorm hat geschrieben:http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/das-treffen-der-zufriedenen-dickhaeuter/



"An eine weitere Verwertung sei aber nicht gedacht, hieß es zuvor auf der einschlägigen Website, der Metalhead müsse sich schon ins nächste Lichtspielhaus begeben. Nun, so leichtgläubig ist der längst nicht mehr.
Die Kinos blieben leer, weil es ja nur eine Frage der Zeit sein würde, wann die Doppel-DVD erschiene"


"[Slayer] klingen, wie meistens, sehr kompakt, brachial, grob. Und viel zu routiniert. Ihr Verzicht auf Kommunikation mit dem Publikum, die überlangen Pausen zwischen den Songs, man kennt das seit Jahren, ist aber immer noch irritiert von dieser evidenten Lustlosigkeit - und den fehlenden Sanktionen der Szene. Slayer sind sakrosankt, seit man mit dem Album "Christ Illusion" wieder eingeschwenkt ist auf den alten Achtziger-Thrash-Kurs."

Aber mein persönlicher Favorit:

"Ein interessantes neues Konzept der kommerziellen Zweitverwurstung kam mal wieder aus dem Heavy-Metal-Lager, in dem sich ja immer schon die ausgepichtesten Nepper, Schlepper, Bauernfänger tummelten."

Gut geschrieben. Danke für den Link!
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Re: Metal in Mainstream-Medien

Beitragvon Cthulhu » 3. Januar 2011, 15:53

Hippie-Ben hat geschrieben:
Goatstorm hat geschrieben:http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/das-treffen-der-zufriedenen-dickhaeuter/



"An eine weitere Verwertung sei aber nicht gedacht, hieß es zuvor auf der einschlägigen Website, der Metalhead müsse sich schon ins nächste Lichtspielhaus begeben. Nun, so leichtgläubig ist der längst nicht mehr.
Die Kinos blieben leer, weil es ja nur eine Frage der Zeit sein würde, wann die Doppel-DVD erschiene"


"[Slayer] klingen, wie meistens, sehr kompakt, brachial, grob. Und viel zu routiniert. Ihr Verzicht auf Kommunikation mit dem Publikum, die überlangen Pausen zwischen den Songs, man kennt das seit Jahren, ist aber immer noch irritiert von dieser evidenten Lustlosigkeit - und den fehlenden Sanktionen der Szene. Slayer sind sakrosankt, seit man mit dem Album "Christ Illusion" wieder eingeschwenkt ist auf den alten Achtziger-Thrash-Kurs."

Aber mein persönlicher Favorit:

"Ein interessantes neues Konzept der kommerziellen Zweitverwurstung kam mal wieder aus dem Heavy-Metal-Lager, in dem sich ja immer schon die ausgepichtesten Nepper, Schlepper, Bauernfänger tummelten."

Gut geschrieben. Danke für den Link!


Ja aber jetzt so 100% unrecht hadder nicht der Autor. Oder ist dein "gut geschrieben" eine Zustimmung zu dem Artikel? Wahrscheinlich. "Gut geschrieben" heisst, dass was gut geschrieben ist. Also Zustimmung. Ich stimm auch zu.
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Re: Metal in Mainstream-Medien

Beitragvon Hippie-Ben » 3. Januar 2011, 16:16

Goatstorm hat geschrieben:FAZ goes auch BILD:
http://www.faz.net/s/Rub4D7EDEFA6BB3438 ... ezial.html


Da hat sich aber jemand zu ganz großer Poesie berufen gefühlt... :muha:
Geil auch der Versuch, jeden Scheiß mit irgendeiner Kriegsszene zu vergleichen. Mein letztes Wacken war 2003, aber es scheint sich nicht viel verändert zu haben - außer daß die Maschinerie noch besser geölt ist. Mal sehen wo ich mir Priest angucke. Da jedenfalls eher nicht.

Auch schön:
"...den Kopf im Kreise baumeln, und damit das, was von den Haaren übrig blieb. Iron-Maiden-Fans sind überwiegend ältere Männer. Man hat den Eindruck, dass sie heimlich auch zu Andrew Lloyd Webber gehen, der ja im Grunde die gleiche Art von Songs schreibt, nur anders instrumentiert."
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Re: Metal in Mainstream-Medien

Beitragvon Hippie-Ben » 3. Januar 2011, 16:18

Cthulhu hat geschrieben:
Hippie-Ben hat geschrieben:
Goatstorm hat geschrieben:http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/das-treffen-der-zufriedenen-dickhaeuter/



"An eine weitere Verwertung sei aber nicht gedacht, hieß es zuvor auf der einschlägigen Website, der Metalhead müsse sich schon ins nächste Lichtspielhaus begeben. Nun, so leichtgläubig ist der längst nicht mehr.
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Gut geschrieben. Danke für den Link!


Ja aber jetzt so 100% unrecht hadder nicht der Autor. Oder ist dein "gut geschrieben" eine Zustimmung zu dem Artikel? Wahrscheinlich. "Gut geschrieben" heisst, dass was gut geschrieben ist. Also Zustimmung. Ich stimm auch zu.


Unrecht? Der trifft doch den Nagel auf den Kopf!
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Re: Metal in Mainstream-Medien

Beitragvon Cthulhu » 3. Januar 2011, 16:59

Hippie-Ben hat geschrieben:
Cthulhu hat geschrieben:
Hippie-Ben hat geschrieben:
Goatstorm hat geschrieben:http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/das-treffen-der-zufriedenen-dickhaeuter/



"An eine weitere Verwertung sei aber nicht gedacht, hieß es zuvor auf der einschlägigen Website, der Metalhead müsse sich schon ins nächste Lichtspielhaus begeben. Nun, so leichtgläubig ist der längst nicht mehr.
Die Kinos blieben leer, weil es ja nur eine Frage der Zeit sein würde, wann die Doppel-DVD erschiene"


"[Slayer] klingen, wie meistens, sehr kompakt, brachial, grob. Und viel zu routiniert. Ihr Verzicht auf Kommunikation mit dem Publikum, die überlangen Pausen zwischen den Songs, man kennt das seit Jahren, ist aber immer noch irritiert von dieser evidenten Lustlosigkeit - und den fehlenden Sanktionen der Szene. Slayer sind sakrosankt, seit man mit dem Album "Christ Illusion" wieder eingeschwenkt ist auf den alten Achtziger-Thrash-Kurs."

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"Ein interessantes neues Konzept der kommerziellen Zweitverwurstung kam mal wieder aus dem Heavy-Metal-Lager, in dem sich ja immer schon die ausgepichtesten Nepper, Schlepper, Bauernfänger tummelten."

Gut geschrieben. Danke für den Link!


Ja aber jetzt so 100% unrecht hadder nicht der Autor. Oder ist dein "gut geschrieben" eine Zustimmung zu dem Artikel? Wahrscheinlich. "Gut geschrieben" heisst, dass was gut geschrieben ist. Also Zustimmung. Ich stimm auch zu.


Unrecht? Der trifft doch den Nagel auf den Kopf!


Sag ich doch. "Nicht zu 100% unrecht" ist doch eine Umschreibung von "eigentlich hat er recht". Also in meiner Welt zumindest.

Zu der Nepper, Schlepper, Bauernfänger-Thematik will ich noch was sagen: Es gibt wirklich keine andere Szene, in der sich auch die Fans so unglaublich treudoof zur Schlachtbank führen lassen. Sorry, da muss man auch mal hier die Äuglein über's Forum streifen lassen bzw. sich selbst an der eigenen Nase packen. Wieviele hunderte von Euros hier die "Fans" allein aus Komplettierungs- oder Sammlergründen raushauen, das gibt es sonst nirgends. Sonst ist niemand so bescheuert, und stellt sich CDs in den Schrank, die so schlecht sind, dass er sie nie anhört - und nur, damit er alles vom jeweiligen Künstler komplett hat. Genauso verhält es sich mit den so genannten Sammlerstücken und limitierten Sondereditionen. Diese künstliche Limitierung ist doch für nichts gut (schon gar nicht für eine Wertsteigerung), außer dafür, dass das Label sicher sein kann, zu den CDs nochmal zusätzlich 2000 limiterte LPs abzusetzen. Sind die ausverkauft, dann haut man 1 Jahr später eben die nächste Special Edition raus. Und wer sich dann über Abzocke beschwert, der is' selber schuld. Bauerfänger sind nur dort erfolgreich, wo's genügend Bauern gibt.
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Re: Metal in Mainstream-Medien

Beitragvon Cromwell » 3. Januar 2011, 17:10

Cthulhu hat geschrieben:Sonst ist niemand so bescheuert, und stellt sich CDs in den Schrank, die so schlecht sind, dass er sie nie anhört - und nur, damit er alles vom jeweiligen Künstler komplett hat.


Der Rest passt schon, aber das ist kompletter Unfug. Überall, wo gesammelt wird, gibt es Komplettisten. Einfach mal ein, zwei Blicke in auf andere Musikrichtungen spezialisierte Foren werfen. Und bei den Musikrichtungen hört es nicht auf.
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Re: Metal in Mainstream-Medien

Beitragvon Cthulhu » 3. Januar 2011, 17:11

Cromwell hat geschrieben:
Cthulhu hat geschrieben:Sonst ist niemand so bescheuert, und stellt sich CDs in den Schrank, die so schlecht sind, dass er sie nie anhört - und nur, damit er alles vom jeweiligen Künstler komplett hat.


Der Rest passt schon, aber das ist kompletter Unfug. Überall, wo gesammelt wird, gibt es Komplettisten. Einfach mal ein, zwei Blicke in auf andere Musikrichtungen spezialisierte Foren werfen. Und bei den Musikrichtungen hört es nicht auf.


Falls du recht hast, gruselt es mich jetzt gerade ganz arg vor der Vorstellung kompletter Scooter, Jasmin Wagner oder DJ Bobo Sammlungen. :ehm:
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Re: Metal in Mainstream-Medien

Beitragvon Cromwell » 3. Januar 2011, 17:18

Cthulhu hat geschrieben:
Cromwell hat geschrieben:
Cthulhu hat geschrieben:Sonst ist niemand so bescheuert, und stellt sich CDs in den Schrank, die so schlecht sind, dass er sie nie anhört - und nur, damit er alles vom jeweiligen Künstler komplett hat.


Der Rest passt schon, aber das ist kompletter Unfug. Überall, wo gesammelt wird, gibt es Komplettisten. Einfach mal ein, zwei Blicke in auf andere Musikrichtungen spezialisierte Foren werfen. Und bei den Musikrichtungen hört es nicht auf.


Falls du recht hast, gruselt es mich jetzt gerade ganz arg vor der Vorstellung kompletter Scooter, Jasmin Wagner oder DJ Bobo Sammlungen. :ehm:


Wenn du wüsstest... :lol:
Ernsthaft: In den von dir genannten Fällen handelt es sich eher um dieses kurzzeitige, extreme Fandasein, das so manchen in seiner Jugendzeit heimsucht. Es gibt aber genügend erwachsene, an sich völlig vernünftige Menschen, die ganz offen zugeben, dass sie einfach nur Sammlungen komplettieren und das Gekaufte nicht im wirklichen Sinne "brauchen" (wenn man Luxusartikel denn tatsächlich im Wortsinne "brauchen" kann). Dabei ist egal, ob es sich um Lexika zur Kunstgeschichte, Gedenkmünzen oder eben Tonträger handelt. Kritik an derartigen Kaufgewohnheiten sollte man nicht einfach abtun, "weil es jeder tut", im Gegenteil, aber nur der diffusen "Metalszene" einen Strick daraus zu drehen, ist nicht gerechtfertigt.
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Re: Metal in Mainstream-Medien

Beitragvon Ice-Cold Beaver » 3. Januar 2011, 21:21

Hippie-Ben hat geschrieben:Unrecht? Der trifft doch den Nagel auf den Kopf!


Mhm, seh ich irgendwie gar nicht so.... aber ich bin auch nicht so wirklich drin in der Szene. :smile2:
- Steige aus dem Bett, dreh den Swag auf, schaue kurz in den Spiegel, sag "What up?" -

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Re: Metal in Mainstream-Medien

Beitragvon Cthulhu » 4. Januar 2011, 09:47

Cromwell hat geschrieben:
Cthulhu hat geschrieben:
Cromwell hat geschrieben:
Cthulhu hat geschrieben:Sonst ist niemand so bescheuert, und stellt sich CDs in den Schrank, die so schlecht sind, dass er sie nie anhört - und nur, damit er alles vom jeweiligen Künstler komplett hat.


Der Rest passt schon, aber das ist kompletter Unfug. Überall, wo gesammelt wird, gibt es Komplettisten. Einfach mal ein, zwei Blicke in auf andere Musikrichtungen spezialisierte Foren werfen. Und bei den Musikrichtungen hört es nicht auf.


Falls du recht hast, gruselt es mich jetzt gerade ganz arg vor der Vorstellung kompletter Scooter, Jasmin Wagner oder DJ Bobo Sammlungen. :ehm:


Wenn du wüsstest... :lol:
Ernsthaft: In den von dir genannten Fällen handelt es sich eher um dieses kurzzeitige, extreme Fandasein, das so manchen in seiner Jugendzeit heimsucht. Es gibt aber genügend erwachsene, an sich völlig vernünftige Menschen, die ganz offen zugeben, dass sie einfach nur Sammlungen komplettieren und das Gekaufte nicht im wirklichen Sinne "brauchen" (wenn man Luxusartikel denn tatsächlich im Wortsinne "brauchen" kann). Dabei ist egal, ob es sich um Lexika zur Kunstgeschichte, Gedenkmünzen oder eben Tonträger handelt. Kritik an derartigen Kaufgewohnheiten sollte man nicht einfach abtun, "weil es jeder tut", im Gegenteil, aber nur der diffusen "Metalszene" einen Strick daraus zu drehen, ist nicht gerechtfertigt.


Naja, zwischen Münzen- und CD-Sammlen is' aber schon ein Unterschied. Münzen erfüllen ja sonst keinen anderen Zweck, als gesammelt zu werden. Musik sollte in erster Linie aber gekauft werden, um sie anzuhören.
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Re: Metal in Mainstream-Medien

Beitragvon Cromwell » 4. Januar 2011, 14:39

Cthulhu hat geschrieben:
Cromwell hat geschrieben:
Cthulhu hat geschrieben:
Cromwell hat geschrieben:
Cthulhu hat geschrieben:Sonst ist niemand so bescheuert, und stellt sich CDs in den Schrank, die so schlecht sind, dass er sie nie anhört - und nur, damit er alles vom jeweiligen Künstler komplett hat.


Der Rest passt schon, aber das ist kompletter Unfug. Überall, wo gesammelt wird, gibt es Komplettisten. Einfach mal ein, zwei Blicke in auf andere Musikrichtungen spezialisierte Foren werfen. Und bei den Musikrichtungen hört es nicht auf.


Falls du recht hast, gruselt es mich jetzt gerade ganz arg vor der Vorstellung kompletter Scooter, Jasmin Wagner oder DJ Bobo Sammlungen. :ehm:


Wenn du wüsstest... :lol:
Ernsthaft: In den von dir genannten Fällen handelt es sich eher um dieses kurzzeitige, extreme Fandasein, das so manchen in seiner Jugendzeit heimsucht. Es gibt aber genügend erwachsene, an sich völlig vernünftige Menschen, die ganz offen zugeben, dass sie einfach nur Sammlungen komplettieren und das Gekaufte nicht im wirklichen Sinne "brauchen" (wenn man Luxusartikel denn tatsächlich im Wortsinne "brauchen" kann). Dabei ist egal, ob es sich um Lexika zur Kunstgeschichte, Gedenkmünzen oder eben Tonträger handelt. Kritik an derartigen Kaufgewohnheiten sollte man nicht einfach abtun, "weil es jeder tut", im Gegenteil, aber nur der diffusen "Metalszene" einen Strick daraus zu drehen, ist nicht gerechtfertigt.


Naja, zwischen Münzen- und CD-Sammlen is' aber schon ein Unterschied. Münzen erfüllen ja sonst keinen anderen Zweck, als gesammelt zu werden. Musik sollte in erster Linie aber gekauft werden, um sie anzuhören.


Ja, das war hauptsächlich eine Illustration der allgemeinen Verbreitung von Sammelleidenschaft. Unter den Jazz-Hörern, Blues-Hörern und so weiter finden sich aber genauso Komplettisten und Sammlernaturen.
Bei Büchern wiederum ist die Parallele offensichtlich: Der vordergründige Zweck ist es, dass man sie liest. Das tut aber bei weitem nicht jeder und die eine oder andere Schrankwand ist höchstens halb gelesen.
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Re: Metal in Mainstream-Medien

Beitragvon Max Savage » 4. Januar 2011, 15:47

Hippie-Ben hat geschrieben:
Goatstorm hat geschrieben:FAZ goes auch BILD:
http://www.faz.net/s/Rub4D7EDEFA6BB3438 ... ezial.html


Da hat sich aber jemand zu ganz großer Poesie berufen gefühlt... :muha:
Geil auch der Versuch, jeden Scheiß mit irgendeiner Kriegsszene zu vergleichen. Mein letztes Wacken war 2003, aber es scheint sich nicht viel verändert zu haben - außer daß die Maschinerie noch besser geölt ist. Mal sehen wo ich mir Priest angucke. Da jedenfalls eher nicht.

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"...den Kopf im Kreise baumeln, und damit das, was von den Haaren übrig blieb. Iron-Maiden-Fans sind überwiegend ältere Männer. Man hat den Eindruck, dass sie heimlich auch zu Andrew Lloyd Webber gehen, der ja im Grunde die gleiche Art von Songs schreibt, nur anders instrumentiert."

ich möchte an dieser stelle mal deinen avatar loben :lol:
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Re: Metal in Mainstream-Medien

Beitragvon Vain Shangway » 4. Januar 2011, 16:48

Cthulhu hat geschrieben:Zu der Nepper, Schlepper, Bauernfänger-Thematik will ich noch was sagen: Es gibt wirklich keine andere Szene, in der sich auch die Fans so unglaublich treudoof zur Schlachtbank führen lassen. Sorry, da muss man auch mal hier die Äuglein über's Forum streifen lassen bzw. sich selbst an der eigenen Nase packen. Wieviele hunderte von Euros hier die "Fans" allein aus Komplettierungs- oder Sammlergründen raushauen, das gibt es sonst nirgends. Sonst ist niemand so bescheuert, und stellt sich CDs in den Schrank, die so schlecht sind, dass er sie nie anhört - und nur, damit er alles vom jeweiligen Künstler komplett hat. Genauso verhält es sich mit den so genannten Sammlerstücken und limitierten Sondereditionen. Diese künstliche Limitierung ist doch für nichts gut (schon gar nicht für eine Wertsteigerung), außer dafür, dass das Label sicher sein kann, zu den CDs nochmal zusätzlich 2000 limiterte LPs abzusetzen. Sind die ausverkauft, dann haut man 1 Jahr später eben die nächste Special Edition raus. Und wer sich dann über Abzocke beschwert, der is' selber schuld. Bauerfänger sind nur dort erfolgreich, wo's genügend Bauern gibt.


Ich bin mit ca. 200 CDs sicherlich kein Sammler, aber habe mir aus falscher Nibelungentreue immer mal wieder Staubfänger ala "Reload", "St.Anger" oder "Chinese Democrazy" gekauft.

Hinterher hats mich geärgert, denn nur mit Kaufverzicht kann man den Herren Rockstars zeigen, dass man mit den neuesten Machwerken unzufrieden ist.
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Re: Metal in Mainstream-Medien

Beitragvon Siebi » 4. Januar 2011, 16:58

Mit einem Machwerk sollte man nie zufrieden sein. :smile2:
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Re: Metal in Mainstream-Medien

Beitragvon Steelborn Force » 20. Januar 2011, 20:31

Mit Heavy Metal gegen Wölfe

Die Überschrift wurde jedoch wider besseren Wissens so gewählt, denn: [...]Das Lied "Overcome" der US-Band Creed, von den norwegischen Medien als Heavy Metal eingeordnet, vertreibt die Wölfe.[...]
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