Metal Inquisitor - Ultima Ratio Regis

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Re: Metal Inquisitor - Ultima Ratio Regis

Beitragvon Pavlos » 10. MĂ€rz 2014, 23:53

Die HĂ€lfte der "Ultima Ratio Regis" Tracks finde ich absolut gelungen*, aber leider sind diesmal auch einige Nummern vertreten, die bei mir so gar nicht zĂŒnden wollen. Insgesamt wĂŒrd ich momentan doch von einer klitzekleinen EnttĂ€uschung sprechen, nach all den guten Vorab-Reviews hab ich da jetzt ehrlich gesagt mit weitaus mehr gerechnet.

*
Confession Saves Blood (bester Track der Scheibe!!)
Call The Banners
Death On Demand
Servant Of State
Second PEace Of Thorn
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Re: Metal Inquisitor - Ultima Ratio Regis

Beitragvon birdrich » 15. MĂ€rz 2014, 03:30

Pavlos hat geschrieben:Die HĂ€lfte der "Ultima Ratio Regis" Tracks finde ich absolut gelungen*, aber leider sind diesmal auch einige Nummern vertreten, die bei mir so gar nicht zĂŒnden wollen. Insgesamt wĂŒrd ich momentan doch von einer klitzekleinen EnttĂ€uschung sprechen, nach all den guten Vorab-Reviews hab ich da jetzt ehrlich gesagt mit weitaus mehr gerechnet.

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Confession Saves Blood (bester Track der Scheibe!!)
Call The Banners
Death On Demand
Servant Of State
Second PEace Of Thorn

Ich finde den band-Name schon Scheiße, Vorab-Reviews habe ich noch lieber, ich sage es jetzt mal ganz charmant: Das kann man hören, es tut auch nur ein bisschen weh, aber es bleibt dennoch nichts. Ultima Ratio Regis...der Weg sollte das Ziel sein. Da muss der Metal Inquisitor noch mĂ€chtig nachlegen.
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Re: Metal Inquisitor - Ultima Ratio Regis

Beitragvon MetalChris87 » 15. MĂ€rz 2014, 11:19

Wie Pavlos schon geschrieben hat, sind ein paar Nummern dabei, bei denen auch mir noch der letzte ZĂŒndfunken fehlt. Deshalb kommt das Album auch nicht ganz mit den letzten beiden mit.
Trotzdem wunderts mich, dass das Album bzw. die Band hier im Forum so wenig stattfindet.
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Re: Metal Inquisitor - Ultima Ratio Regis

Beitragvon The Butcher » 15. MĂ€rz 2014, 11:49

Das Album reizt mich komischerweise gar nicht.

"The Apparition" und "Doomsday For The Heretic" fand ich richtig stark. Was waren da fĂŒr Hits drauf! "Bernardo Gui", "My Sacrifice", "Doomsday For The Heretic" oder "Star Chaser". Das passte damals auch richtig gut in die Zeit (also in meine). "Unconditional Absolution" konnte mich dann gar nicht mehr bewegen. Ich kann nicht mal sagen, ob das an der QualitĂ€t des Albums oder an meinen Hörgewohnheiten lag. Wahrscheinlich an beidem. Aber leg dat Ding jetzt mal auf!
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Re: Metal Inquisitor - Ultima Ratio Regis

Beitragvon tobi flintstone » 15. MĂ€rz 2014, 12:31

Schade, dass euch das Album nicht so gut gefÀllt wie mir.
Ich lege es nach wiervor extrem gerne auf und habe meinen Spaß daran.
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Re: Metal Inquisitor - Ultima Ratio Regis

Beitragvon ravaging » 19. MĂ€rz 2014, 18:46

Ich seh das wie Pavlos. Ein paar Songs haben richtig gezĂŒndet, mit den anderen tu' ich mir noch schwer. Kommt bisher leider nicht an die "Unconditional A." ran, die fĂŒr mich eine der besten Heavy Metal Veröffentlichungen seit den 80ern ist.
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Re: Metal Inquisitor - Ultima Ratio Regis

Beitragvon TheSchubert666 » 19. MĂ€rz 2014, 18:52

Ich finde diese Scheibe noch immer richtig wunderbar gelungen. KĂŒrzer, eingĂ€ngiger, gelungener.
FĂŒr mich eine Steigerung im Vergleich zum VorgĂ€nger.
"Drei bringa vill zÂŽsamm, wenn zwaa ned neiredÂŽn!!"
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Re: Metal Inquisitor - Ultima Ratio Regis

Beitragvon MetalChris87 » 19. MĂ€rz 2014, 19:04

Aber "Unconditional Absolution" hat "Quest For Vengeance" <3
So 'nen Smash-Hit such ich auf der neuen immer noch Vergeblich :cry:
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Re: Metal Inquisitor - Ultima Ratio Regis

Beitragvon tobi flintstone » 19. MĂ€rz 2014, 22:37

Da die meisten hier ja wohl nicht zur Leserschaft des Legacy gehören, poste ich hier mal die Komplettfassung meines Interviews mit Metal Inquisitor (im Heft war eine Kurzfassung, die ErgÀnzungen gibt es auf der Homepage zu lesen).
Vielleicht interessiert es hier ja jemanden.


Ultima Ratio Regis – Die ultimative Waffe des Königs

'Ultima Ratio Regis' heißt das neue Werk der ebenso fantastischen wie sympathischen METAL INQUISITOR, welches die einheimische Konkurrenz (fast) komplett zerlegt und auch im internationalen Vergleich nur wenige Veröffentlichungen zu fĂŒrchten braucht.

Was ist euer Geheimnis? Woran liegt es, dass ihr so ein hohes QualitÀtslevel habt und auch haltet?

Blumi: Vielen Dank fĂŒr dieses Kompliment. So was hört man gerne, denn wir sind grundsĂ€tzlich nie wirklich zufrieden mit dem was wir kreieren. Vielleicht ist die Ursache dieses Verlangen, es das nĂ€chste Mal besser machen zu wollen. Wir lassen uns jedenfalls beim Komponieren sehr viel Zeit und tĂŒfteln so lange herum, bis das Ergebnis komplett zufriedenstellend ist. Wir winken keinen Song durch, der noch irgendwie unausgereift ist. Das kann man vielleicht auch als deutsche GrĂŒndlichkeit interpretieren.
Cliff: Ich wĂŒrde sagen: Wir sind halt mit Herz dabei. Wir schreiben nicht einfach einen Song und gut istÂŽs. Wir schreiben einen Song und reden darĂŒber, dann schreiben wir ihn um und zanken ein bisschen. Und nachdem wir den Song dann noch ein paar Mal umgeschrieben haben und alle zufrieden sind haben wir in der Regel einen echt guten Song am Start.
T.P.: Zuerst mal schönen Dank fĂŒr die Komplimente. Ich bin froh, dass dir die neue Scheibe auch gefĂ€llt. Man ist ja anfangs schon etwas unsicher, ob das, was man da neu komponiert und arrangiert hat bei anderen ebenso zĂŒndet wie bei einem selbst. Jede Band versucht ja das bestmögliche Album aufzunehmen und ist gar nicht mehr in der Lage sich selbst objektiv zu beurteilen.
Das Geheimnis setzt sich meiner Meinung nach zusammen aus Blumis exzellentem GespĂŒr feine Songs zu schreiben, und auch aus seinem Können am Instrument. Er weiß meist schon zu Beginn des Komponierens, wie der Song am Ende klingt. Meist ĂŒberzeugt er uns damit sehr schnell, und wenn nicht, dann wird eben daran gearbeitet bis alle zufrieden sind. Wenn Blumi von seiner Idee ĂŒberzeugt ist, bekommt er das auch hin – oder manchmal auch mit Hilfe der Band. Zudem kommt, dass wir uns zum GlĂŒck intern ganz gut verstehen und nicht alle Nase lang Leute austauschen bzw. ersetzen mĂŒssen und so immer wieder Unruhe in der Band haben.
Musikalisch wird man ĂŒber die Jahre hin ja auch nicht unbedingt schlechter an seinem Instrument, so öffnen sich dann auch spielerisch mit der Zeit einige TĂŒren, obwohl wir versuchen die Basis der Songs sehr simpel zu halten. Technisch sind uns da die meisten Bands voraus. Aber man kann auch ohne viel Gedöns gute Songs schreiben, was der Punk dem Metal ja auch bis zu einem gewissen Punkt vorgemacht hat.

Ist es fĂŒr euch wichtig, dass Musik nicht euer Job ist? Warum/warum nicht?

El Rojo: Diese Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten. Einerseits finde ich es in der Tat von Vorteil, wenn man sich keinen rein kommerziellen Aspekten unterordnen muss. Klar, wenn man es schafft, immer vollkommen frei seine Ideen umzusetzen und dann noch gut davon leben kann, ist das eine tolle Sache. Aber es besteht das große Risiko, dass man irgendwann von diesen EinkĂŒnften abhĂ€ngig ist und sich dann die finanzielle bzw. existentielle "Motivation" in den Vordergrund drĂ€ngt. Und das wiederum kann bei der "unteren bis mittleren Profi-Liga" richtig fies werden: Du lebst dann mehr schlecht als recht von deinen PlattenverkĂ€ufen, wirst von deiner Plattenfirma permanent durch die Lande gejagt um Konzerte zu spielen und lebst in der stĂ€ndigen Angst, den Erfolg, den Du hast auch noch zu verlieren. Die Stones beispielsweise (als Vertreter der absoluten Spitzenliga) spielen tatsĂ€chlich nur, wenn sie Bock haben und lassen es dann auch richtig krachen (schließlich können sie es sich ja leisten). Aber wie viele Rock/Metal Bands spielen seit Jahren bzw. Jahrzehnten vielleicht nur noch, weil sie sonst keine Alternative haben? Und ob das dann noch so viel Spaß macht? Eigentlich bin ich froh, dass ich eine andere Arbeit habe, mit der ich meine Existenz sichere und die Musik als Hobby betreiben kann. Es klingt vielleicht paradox, aber ich fĂŒhle mich dadurch frei! Nachteilig ist aber, dass man leider nicht alles an Konzerten spielen kann, auf die man vielleicht Bock hĂ€tte und, dass man sehr oft die Musik zurĂŒckstellen muss, weil man seine Ressourcen fĂŒr andere Dinge benötigt - schließlich ist ein Vollzeitjob keine Nebensache (vor allem nicht, wenn man die 40 ĂŒberschritten und auch einen gewissen Anspruch an seine Arbeitsleistung hat). So hat das - wie fast alles im Leben - seine zwei Seiten.
Blumi: Ich bin auch recht froh damit, mir nicht mit Musik den Unterhalt verdienen zu mĂŒssen. Zum einen hat man eine anhaltend sichere Existenz und man ist nicht auf Gedeih und Verderb von irgendwelchen Leuten abhĂ€ngig. Aber vor allem kann man musikalisch wirklich machen, was man will!
Cliff: FĂŒr mich ist die Musik ein wichtiger Ausgleich zum Alltag und ich konnte auch schon einige Erfahrungen machen, wie es ist auf Tour zu gehen und nichts anderes zu machen als Gigs zu spielen und durch die Welt zu reisen. Am Anfang macht mir das immer super Spaß und auch gegen Ende bin ich gern dabei aber ich bin auch froh wenn so eine Tour um ist und ich wieder zuhause bin. WĂŒrde die Musik zu meiner tĂ€glichen Arbeit werden, so ginge mir das besondere daran verloren. So kann ich mich einmal im Jahr auf ein Abenteuer mit Freunden und Fans freuen an das ich mich immer erinnern werde. Deshalb fĂ€nde ich es besser wenn die Musik ein Hobby bzw. eine Leidenschaft bleibt. Also bitte keinen Millionenvertrag mehr anbieten. Vielen Dank!
T.P.: Gute Frage. Manchmal wĂ€re ich froh ich könnte von der Musik leben und viel touren. Aber das passt bei keinem von uns mehr. Auf den ersten Blick sind Beruf und Familie die HauptgrĂŒnde. Wenn man da aber weiter schaut, kann das Business, der Erfolgsdruck und die daraus entstehenden existenziellen Ängste einem total den Spaß am Musikmachen rauben. Aber darum geht es uns doch. Wir wollen so viel Spaß wie möglich mit der Band haben. Aus diesem Grund haben wir auch schon Auftritte im Vorfeld abgelehnt, da es fĂŒr ein, zwei Mitglieder zu stressig geworden wĂ€re pĂŒnktlich zur Show Vorort zu sein. Das wĂ€re eben kein Spaß gewesen und die Auftritte hĂ€tten womöglich darunter gelitten. So erhalten wir uns das GefĂŒhl und die Vorfreude auf ein Konzert oder Festival, wie es eben jeder auch als Fan kennt.

Sind die langen Pausen zwischen den Scheiben ein unvermeidbares Übel, oder ein Grund fĂŒr die ausgereiften StĂŒcke und Alben?

T.P.: Tja, keine Ahnung, das passiert einfach so. Jeder weiß doch, wie schnell die Zeit vergeht.Nein, bei uns lĂ€uft das so, dass wir nach dem Plattenrelease die Songs fĂŒr kommende Shows einĂŒben, besonders die Ă€lteren, die wir ja dann schon zum Teil monatelang nicht mehr gespielt haben.
Dann geht’s irgendwann ans Songwriting. Sobald ein grobes GerĂŒst an Ideen steht, wird es im Proberaum vorgestellt, einstudiert, arrangiert usw. Da wir meistens nur einmal pro Woche proben können, sind wirklich schnell einige Wochen ins Land gezogen. Außerdem kommt es ja mal vor, dass mal jemand krank ist, beruflich nicht kann, oder andere Dinge wie Geburtstage, Feiertage und Urlaube dazwischen kommen. Das ist alles sehr unspektakulĂ€r, aber so isses halt.
Wir haben auch schon versucht dem gegen zuarbeiten und ein Haus in der Pampa fĂŒr ein paar Tage angemietet um mal intensiv an neuen Songs zu arbeiten. Das hat auf jeden Fall Spaß gemacht und auch was gebracht. Leider ist eine Wiederholung wieder an terminlichen GrĂŒnden gescheitert.

Man kennt euch von Festivals und Konzerten, z.B. KIT oder HOA, und weiß, dass ihr Fans geblieben und an der Basis dran seid. Wie steht ihr zur aktuellen Mainstream vs. Underground-Diskussion bzw. der Hobbit-Metal-Debatte?

Havoc: Was ist Mainstream und was ist Underground? Nimm mal Pink Floyd. Ein Musiktipp, etwas besonders edles, wenn es von Platte kommt. Nicht fĂŒr Jedermann geeignet und trotzdem Mainstream. Bands wie Volbeat oder Disturbed etc treffen meinen Geschmack aus vielerlei GrĂŒnden nicht. Kickt mich nicht und langweilt mich. Aber wer es mag.
T.P.:Dazu braucht man erst mal genaue Begriffs-Definitionen. Wo hört Mainstream auf, wo fĂ€ngt der Underground an, was ist mit der Mitte? Ich persönlich teile Leute, Bands und Festivals nicht in das ein, was ich glaube was Mainstream und Underground bedeutet. Was wĂŒrde mir das bringen? Was fĂŒr mich zĂ€hlen sind AuthentizitĂ€t, Ehrlichkeit und gute Musik. Das sind Aspekte die man auch durchaus in beiden „Welten“ aber doch eher im Underground finden kann.
NatĂŒrlich gibt es Leute, die Heavy Metal lediglich konsumieren, ohne die Musik wirklich zu verstehen. Das ist Ă€rgerlich, gab es aber schon immer. Dann ist da diese Diskussion, bei der es um solche grossen Festivals wie das WOA geht. Die Leute die dort hingehen werden von einigen Undergroundern belĂ€chelt, zum Teil als Event-Fans beschimpft. Die wird es dort auch vermehrt geben, aber mit Sicherheit sind dort zum Großteil Metal-Fans, die diese Musik genau wie die Undergrounder eben lieben, weil sie von der Musik berĂŒhrt werden, von ihr ĂŒberzeugt sind und das auch im Alltag nach außen transportieren.
Mir persönlich gefallen kleine bis mittelgroße Festivals allerdings besser, als die Großen, aber auch davon gibt’s im Moment einige. Hoffentlich bleibt das auch so.

Kommen wir zu 'ULTIMA RATIO REGIS'.
Was steckt fĂŒr euch hinter dem Titel der Scheibe, der soviel wie 'Das letzte Wort/Mittel des Königs bedeutet', wenn ich mich nicht irre.

El Rojo: Ja, Du irrst nicht! Wie auf dem Titelbild angedeutet, reprĂ€sentiert die zentrale Figur - die ja schon hĂ€ufiger auf unseren Covers zu sehen war ;) - das "Ă€ußerste Mittel des Königs" bzw. die ultimative Waffe des Königs: Die Übrigen stehen Spalier, den Blick demĂŒtig geneigt vor IHM, der so machtvoll ist, dass selbst der König im Grunde davor scheut, ihn zu entfesseln. Denn er ist letztlich nicht zu kontrollieren und es besteht immer die Möglichkeit, dass ER selbst dem König gefĂ€hrlich wird.....So wie der Krieg an sich, der, einmal losgetreten, auch denen den Kopf kosten kann, die ihn zu verantworten haben! Daher war der Satz "Ultima Ratio Regis" auch in die preußischen Kanonen des 17. und 18. Jahrhunderts geprĂ€gt: Als Drohung und Warnung zugleich.
Cliff: FĂŒr mich strahlt schon der Klang des Titels Kraft aus. Nicht nur weil Latein 'ne Killer Sprache ist sondern auch wegen diesem Satz. Ultima Ratio Regis stand damals auf den Preußischen Kanonen und vielleicht istÂŽs auch aufgefallen, dass einige der Songs eine preußische Thematik besitzen. Es ist einerseits etwas mit dem man als GegenĂŒber des Königs nicht konfrontiert werden will, weil es einfach angsteinflĂ¶ĂŸend ist und andererseits zeigt es auch die Tragik der Situation, wenn den OberhĂ€uptern der Welt die Worte ausgehen und als letztes Argument die Waffen sprechen.

Aus all den tollen neuen Liedern sticht 'Peace Of Thorn' schon allein wegen seiner LĂ€nge hervor (obwohl ihr ja nie eine 3-Minuten-Nummern Band wart und mit 'Infamia' oder 'The Path Of The Rightous Man' weitere lange StĂŒcke im Repertoir habt), ist aber vor allem sehr episch und etwas doomig ausgefallen. Mich erinnert der Gesang ein wenig Ozzy bei Black Sabbath. Wie kam es zu diesem etwas aus dem Rahmen fallenden StĂŒck?

Cliff: ZunĂ€chst einmal ist es ein gelungener Abschluss fĂŒr die Platte. Der Text behandelt ein dramatisches Thema und dazu gehört eine dramatische Melodie. Ich bekomme immer GĂ€nsehaut wenn ich den Song höre aber ich hab auch eine sehr ausgeprĂ€gte Phantasie. UrsprĂŒnglich ging es glaube ich einfach nur darum einen etwas langsameren und gefĂŒhlvollen Song mit einzubringen. Ich kann es nicht so ganz in Worte fassen aber aus dem einfachen Gedanken diesen „langsameren“ Song zu machen ist dann ein SelbstlĂ€ufer geworden. Der Song kam einfach auf uns zu und hat die Ideen schon mitgebracht, ganz nach dem Motto: „Hier bin ich und da will ich hin.“ So fĂŒhlt es sich fĂŒr mich zumindest an.

Der Sound von 'ULTIMA RATIO REGIS' klingt sehr echt und authentisch. Ist er das Ergebnis von Überlegungen und Diskussionen, z.B. ĂŒber Plastiksounds und Drum-Computern, wie sie szeneintern gefĂŒhrt werden, wisst ihr einfach was euer Klientel hören möchte, oder ist er ganz einfach euren Hörgewohnheiten geschuldet und gar nicht groß durchdacht.

Havoc: Sicher wird diskutiert und getestet. Es ist problematisch mit dem Studioequipment und modernen Amps von heute, einen Sound von 1983 zu produzieren. Und es soll ja auch nicht schlecht altbacken klingen, sondern gut altbacken. Moderne Technik klingt einfach modern.
Vieles ist aber auch vom Studio selbst abhĂ€ngig und von dem, der hinter dem Pult sitzt. Da muss man eine gute Wahl treffen. Es gibt Studioleute die verstehen nicht, das eine Band sich mit Metallicas 'Kill’em all' verbunden fĂŒhlt und nicht mit Slipknot oder Disturbed. Mit dieser Produktion haben wir eine super Mischung gefunden. Leute die kapiert haben was wir wollen und wie man das umsetzt. Drumcomputer gehören in eine andere Musikszene und haben grundsĂ€tzlich nichts im Metal verloren. Damit meine ich auch Bands wie Morbid Angel. Nicht nur die „Klassiker“.
Blumi: Ich möchte anmerken, dass die verwendeten Marshall-Amp aus den 70ern bzw. 80ern stammen wie auch die Verzerrer. Das macht einiges aus. Ein besonderer Faktor ist das Aufnahmestudio, wo viele Vintage GerÀte zum Einsatz kamen und nicht zuletzt ist es sehr wichtig, wer am Mischpult sitzt. Dann kommt man auch ohne Bandmaschine dem klassischen Sound recht nahe. Es ist damit den Hörgewohnheiten geschuldet und wohl durchdacht.
Cliff: Dahinter stecken wirklich Diskussionen und etliches Hin und Her. Wir haben im Rahmen der Aufnahme der ersten Promo-Single einen anderen Sound ausprobiert, der meiner Meinung nach zwar gut klang aber dann doch zu steril war. Darin waren wir uns spĂ€ter dann auch mehr oder minder einig. Wir sind dann zu unserem altbewĂ€hrten Tonmann Walli von Toxomusik in Koblenz gegangen weil wir wussten, dass es die richtige Entscheidung fĂŒr unseren Sound sein wird. Walli ist vom alten Schlag und weiß wie harte Musik klingen muss. Wir sind eine meiner Meinung nach klassische Heavy Metal Band und ich finde so etwas sollte auch klassisch klingen. Mit anderen Worten alt, kratzig, kultig, 80er halt. Ich hoffe das haben wir geschafft. Zudem kommt ja auch noch dass wir in erster Linie auch Fans sind und ein Ohr, besonders fĂŒr die großen Alten haben.
T.P.: Der Trend im Metal-Bereich geht ja doch glĂŒcklicherweise auch wieder mehr „back to the roots“. Wir haben, wenn wir ins Studio gehen, natĂŒrlich auch unsere Vorstellungen, wie die Scheibe klingen soll, und ich bin mit allen Scheiben doch zufrieden. Bei der Doomsday hatten wir uns allerdings etwas vermixt, du weißt schon: zuviele Köche,so dass wir mitten im Mix abbrechen mussten, und der Wally, unser Engineer, das Ding dann in Rekordzeit alleine abgemischt hatte. Innerhalb der Band gehen die Meinungen zu dem Sound auseinander, ich finde ihn in Anbetracht der damaligen ZustĂ€nde immer noch gut, könnte aber etwas basslastiger sein.
Die Bands, die uns grundsĂ€tzlich inspiriert haben, stammen nun einmal alle aus den 80ern und entsprechend wollen wir dann auch klingen. Das ist fĂŒr uns eben die beste Art des Metals.
Mit der Entscheidung, das neue Album von Olof in Schweden mixen zu lassen, kam wieder jemand ins Spiel, der sich in dem Genre bestens auskennt. Und er hat unsere Vorstellungen in seine Art zu mischen einfließen lassen und so einen druckvollen, organischen Sound kreiert, mit dem wir Ă€ußerst glĂŒcklich sind.

Lohnt sich fĂŒr eine Band wie euch eigentlich eine Tour? Was können wir an der Live-Front erwarten?

Havoc: Touren wĂŒrde ich gerne mal. Geht allerdings aus beruflicher Sicht nicht. Es wird aber in Zukunft vermehrt Konzerte geben.
Blumi: Ich finde, dass eine Tour nicht mehr diese große Bedeutung fĂŒr das Weiterkommen einer Band hat. Ich beobachte diverse Bands, die mehr auf Tour als zu Hause sind und dennoch nicht den Metal-Olymp erreichen. Wir werden uns aber international wieder prĂ€sentieren und im Sommer nach Japan fliegen.
Cliff: Ich fĂŒr meinen Teil wĂŒrde gern mal ne Tour mit Metal Inquisitor spielen auch wenn das denk ich mal Nerven kosten wĂŒrde. (har har har) Zumindest sind mal ein paar Gigs geplant und ich hoffe dass es zeitlich hin haut und wir noch ein paar mehr spielen können. Wir sind alle privat stark eingebunden, sei es durch den Beruf oder die Familie und da sind freie Termine schwer zu finden. Auf jeden Fall gehtÂŽs bald nach Spanien und wenn wir die Maniacs im SĂŒden bedient haben in die Heimat zu unserer Releaseparty im MĂ€rz. FĂŒr August ist sogar ein Abstecher nach Japan geplant. Ich hoffe das klappt alles, denn Japan wĂ€re so ziemlich die Krönung meiner musikalischen Karriere.
T.P.: Eine Tour, schön im Nightliner, wĂ€re fĂŒr mich der Hammer. Geht aber leider aus finanziellen und beruflichen GrĂŒnden nicht. Daher beschrĂ€nken wir uns auf Einzelgigs oder Festivals. Außerdem sind wir ja nicht mehr die allerjĂŒngsten und mĂŒssen uns nach einem Auftritt immer erst mal ein paar Tage ausruhen.
Nein, wenn mal ein Angebot kommen wĂŒrde, das passt, wĂŒrden wir natĂŒrlich schon versuchen eine kleine Tour zu machen. Allerdings ist das bei uns echt nicht einfach. Andererseits ist ein Japan-Trip fest eingeplant und auch schon terminiert. Geht doch.

Wird es fĂŒr Blumi und Martin Bastian alias Cliff Bubenheim eigentlich als Elizablumi und Mamonohunter weiter gehen?

Blumi: Das kann ich zurzeit noch nicht sagen, was mit Metalucifer sein wird. Das nÀchste Albumrelease ist in den nÀchsten Jahren noch nicht abzusehen. Wir beide werden aber mit MIDNIGHT RIDER ein anderes musikalisches Feld betreten. In 2015 wird da was zu erwarten sein!
Cliff: Ich hoffe doch. Aber letztendlich kommt es drauf an was Gezol geplant hat. Bock hab ich auf jeden Fall! ARE YOU HUNTER?!?


Vielen Dank fĂŒr eure Zeit und ich hoffe euch bald live zu sehen, oder aber beim HOA zu treffen.

Tobias KlĂŒter
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Re: Metal Inquisitor - Ultima Ratio Regis

Beitragvon Loomis » 24. MĂ€rz 2014, 18:24

Danke fĂŒr das Interview!

Die "Ultima Ratio Regis" hat mir ein Bekannter gegeben und sie gefÀllt mir sehr gut, ich habe jetzt gleich mal den VorgÀnger bestellt.
Ja, bisher hatte ich noch nichts von MI, obwohl ich sie am KIT schon gesehen und fĂŒr gut befunden habe.
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Re: Metal Inquisitor - Ultima Ratio Regis

Beitragvon tobi flintstone » 24. MĂ€rz 2014, 21:26

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Re: Metal Inquisitor - Ultima Ratio Regis

Beitragvon Tokaro » 20. April 2014, 16:49

Michael@SacredMetal hat geschrieben:Viertes Album der deutschen NWoBHM-/US-Metaller: und zwar hier.

Geile Scheibe, passendes Review. Zu einer deiner Klammerbemerkungen: Auf meiner CD heißt der Song "Black Desert Demon".

Und ich habe eine Frage zur CD: Habt ihr auch StörgerÀusche (Knacken/Rauschen) zwischen manchen Songs, besonders im hinteren Bereich?
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Re: Metal Inquisitor - Ultima Ratio Regis

Beitragvon MetalChris87 » 20. April 2014, 17:03

Tokaro hat geschrieben:
Michael@SacredMetal hat geschrieben:Viertes Album der deutschen NWoBHM-/US-Metaller: und zwar hier.

Geile Scheibe, passendes Review. Zu einer deiner Klammerbemerkungen: Auf meiner CD heißt der Song "Black Desert Demon".

Und ich habe eine Frage zur CD: Habt ihr auch StörgerÀusche (Knacken/Rauschen) zwischen manchen Songs, besonders im hinteren Bereich?

Jup, ist mir bei meiner auch schon aufgefallen.
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Re: Metal Inquisitor - Ultima Ratio Regis

Beitragvon rapanzel » 20. April 2014, 18:01

MetalChris87 hat geschrieben:
Tokaro hat geschrieben:
Michael@SacredMetal hat geschrieben:Viertes Album der deutschen NWoBHM-/US-Metaller: und zwar hier.

Geile Scheibe, passendes Review. Zu einer deiner Klammerbemerkungen: Auf meiner CD heißt der Song "Black Desert Demon".

Und ich habe eine Frage zur CD: Habt ihr auch StörgerÀusche (Knacken/Rauschen) zwischen manchen Songs, besonders im hinteren Bereich?

Jup, ist mir bei meiner auch schon aufgefallen.

Wo denn ĂŒberall? Ist mir bisher nur am Anfang von Track 10 aufgefallen
An obscene invention of twisted minds:

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Re: Metal Inquisitor - Ultima Ratio Regis

Beitragvon MetalChris87 » 20. April 2014, 18:08

Weiß ich jetzt nicht auswendig. MĂŒsst ich mal nachhören, ich weiß nur, dass da eben so ein Knacksen vorkommt. Ich meine aber, dass es schon an zwei oder drei Stellen auftritt.
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