Die kleine, schnuckelige Wellness Rock/Prog Oase

Hard Rock, Prog Rock, Art Rock, Progressive Metal ...

Re: Die kleine, schnuckelige Wellness Rock/Prog Oase

Beitragvon Fire Down Under » 9. Oktober 2016, 13:24

Pavlos hat geschrieben:Bild

JULIAN´S TREATMENT - A Time Before This (England, 1970)

Der kleine Inselstaat Dominica, nicht zu verwechseln mit der legendären Hamburger Edelprostituierten Domenica, liegt in der östlichen Karibik und war der Geburtsort des Science Fiction Schriftstellers, Poeten, Songschreibers und letztendlich auch Keyboarders Julian Jay Savarin. Ach ja, und das hier vorgestellte Juwel geht auch auf sein Konto, aber fangen wir doch von vorne an:

Anfang der 60er zog es den jungen Savarin nach England, wo er ein paar Musiker um sich versammelte um seinen Traum zu verwirklichen: Die Vertonung seiner sich schon seit Jahren in der Mache befindenden Konzeptstory über den letzten Überlebenden der Erde, der auf einem fremden, von blauen (!?) Lebewesen bevölkerten Planeten strandet, und (sofern ich das alles richtig verstanden habe) dort gegen deren bösen Herscher kämpfen muss. Desweiteren kommen noch eine schwarze Magierin und eine Prinzessin, die es natürlich zu retten gilt, vor. Wir haben es hier also mit der Vertonung einer Space Opera zu tun, und die Sache funktioniert weitaus besser, als es meine bisherige Zusammenfassung hier vermuten lässt. Savarin hat da ganz viel Herzblut und Tiefe (auf den zweiten Blick) reingesteckt, und so steht dann auch folgendes im Booklet: "A story set in part of our galaxy, a story about people whom we believe live in this galaxy, this hidden universe, told in music, in words, in sounds. Listen to it. Think about it. Enjoy it.".

Dominiert wird das Material von den massivst eingesetzten Tasteninstrumenten seines Schöpfers und der wunderschönen, glasklaren Stimme der Australierin Cathy Pruden, die ich zu den schönsten, prächtigsten und stärksten Stimmen jener Zeit zählen würde. Wie die Dame ihren Gesang den jeweiligen Songs anpasst (die dreizehn Lieder erzählen jeweils ein Buchkapitel) ist schon sensationell. Gitarren gibt es nur ab und an zu bestaunen, und wenn dann auch nur sehr reduziert, aber wenn Gitarrist Del Watkins seine wenigen Töne spielt, dann sind diese perfekt platziert und füllen mit wenig Anschlägen den ganzen Raum.

Ein stark nach seiner Entstehungszeit klingendes Psych/Prog/Rock Gemisch, das durch die erzählte (und perfekt vertonte) Geschichte dazugewinnt. Allerdings benötigt es einige Spins bis man richtig drin ist, da darf man sich von all den mittelmässigen Reviews im Netz nicht verrückt machen lasssen.

Trust me, denn: Ich liebe dieses Album!!!!!




Edit:

Ach ja, ´Strange Things´ kennt der ein oder andere hier vielleicht noch von Boris´ "Ancient Wichtel: The Days Before" Wichtelsampler. Zusammen mit dem oben geposteten Lied die beiden eingängigsten Stücke der Scheibe. Der Rest ist deutlich vertrackter.


Klingt gar wunderbar, und das Cover ist auch einfach nur gigantisch! Kommt auf den Zettel.
:ahasoso:

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Re: Die kleine, schnuckelige Wellness Rock/Prog Oase

Beitragvon Pavlos » 9. Oktober 2016, 15:24

Prof hat geschrieben:Vor Jahren hatten wir im Board sogar schon mal einen kurzen Austausch ĂĽber A time before this, das zu der Zeit neu aufgelegt worden war, als 24 bit-Remaster und mit anderem Cover. Das von dir verlinkte ist wunderbar, sieht nach Hipgnosis aus, stimmt das?


Das Cover stammt von Fred Marcellino, der Ende der 60er/Anfang der 70er für so manches Cover aus den Decca, Capitol und PolyGram Ställen verantwortlich war. Im Original ist das ein Tripple Fold Out Ding und sieht dann so aus:
(bitte anklicken, da das Bild zu groĂź fĂĽr hier ist)

http://www.soundstation.dk/images/products/large/49/136149-b.jpg

Schön, nicht wahr. Und passt auch perfekt zum Inhalt.


Das von mir oben verwendete Cover war übrigens nicht das Cover der Erstauflage, das sah nämlich so aus:

Bild


Und das Cover der von Dir angesprochenen Version sieht so aus:

Bild

Das ist die CD Version die ich besitze. Da sind dann noch fĂĽnf Bonustracks mit drauf.
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Re: Die kleine, schnuckelige Wellness Rock/Prog Oase

Beitragvon Prof » 9. Oktober 2016, 15:45

Pavlos hat geschrieben:
Prof hat geschrieben:Vor Jahren hatten wir im Board sogar schon mal einen kurzen Austausch ĂĽber A time before this, das zu der Zeit neu aufgelegt worden war, als 24 bit-Remaster und mit anderem Cover. Das von dir verlinkte ist wunderbar, sieht nach Hipgnosis aus, stimmt das?


Das Cover stammt von Fred Marcellino, der Ende der 60er/Anfang der 70er für so manches Cover aus den Decca, Capitol und PolyGram Ställen verantwortlich war. Im Original ist das ein Tripple Fold Out Ding und sieht dann so aus:
(bitte anklicken, da das Bild zu groĂź fĂĽr hier ist)

http://www.soundstation.dk/images/products/large/49/136149-b.jpg

Schön, nicht wahr. Und passt auch perfekt zum Inhalt.


Das von mir oben verwendete Cover war übrigens nicht das Cover der Erstauflage, das sah nämlich so aus:

Bild


Und das Cover der von Dir angesprochenen Version sieht so aus:

Bild

Das ist die CD Version die ich besitze. Da sind dann noch fĂĽnf Bonustracks mit drauf.


Merci fĂĽr die Infos zum Cover. Ja, passt perfekt zur Musik. Die Triple Fold Out-Version hatte ich mir bereits im Netz angeschaut, Oberknaller. Da ist eine Vinyledition wirklich unschlagbar.
Kurioserweise besitze ich nicht den CD-Re-Release mit den Bonustracks und lieblosem Fotocover, sondern die mit dem Coverbild der Erstauflage.

Vorhin habe ich ĂĽbrigens noch festgestellt dass ich eine schicke Nippon-Pressung von Waiters on the dance besitze, die Musik aber gar nicht mehr im Ohr habe. Hausaufgaben also. :smile2:
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Re: Die kleine, schnuckelige Wellness Rock/Prog Oase

Beitragvon Carrion For Worm » 26. Oktober 2016, 21:17

Wusstet ihr, dass es in Sambia in den 70ern eine richtige kleine Psych/Garage Rock-Szene - genannt Zamrock oder Ghetto Rock - gab? Mir wir bislang nur Paul Ngozi und seine Mischpoke vom Namen bekannt, habe aber gerade überraschend festgestellt, dass es noch ein paar Bands mehr gab. Die meisten LPs sind im Original so gut wie gar nicht mehr aufzutreiben (die Ngozi "Heavy Metal" Live LP ging dieses Jahr auf discogs für 1500€ weg - im schlechten Zustand).









NatĂĽrlich wahnsinnig amateurhaft, klingt nach Pappkarton, so mancher Song ist ein totaler Rohrkrepierer - aber ich find's echt interessant :smile2: Ich find Witch bislang am besten, total knuffig :cool2:
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Re: Die kleine, schnuckelige Wellness Rock/Prog Oase

Beitragvon Carrion For Worm » 26. Oktober 2016, 21:39

Pavlos hat geschrieben:Bild

JULIAN´S TREATMENT - A Time Before This (England, 1970)

Trust me, denn: Ich liebe dieses Album!!!!!


Danke fĂĽr den Tipp, das kannte ich noch gar nicht - kommt sofort auf den endlosen Wunschzettel :smile2:
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Re: Die kleine, schnuckelige Wellness Rock/Prog Oase

Beitragvon Pavlos » 28. Oktober 2016, 22:31

Hab mir jetzt mal die vier Zamrock Tracks angehört. Musikalisch gibt mir das, bis auf den obersten Song, ehrlich gesagt nicht wirklich viel, aber ich finde solche Kapitel der Musikgeschichte immer sehr interessant. Desweiteren finde ich es cool, wenn sich Musikfans in solche Liebhaberthemen vertiefen und darauf hinweisen oder gar darüber berichten. Danke dafür.
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Re: Die kleine, schnuckelige Wellness Rock/Prog Oase

Beitragvon Acrylator » 29. Oktober 2016, 01:38

Carrion For Worm hat geschrieben:Wusstet ihr, dass es in Sambia in den 70ern eine richtige kleine Psych/Garage Rock-Szene - genannt Zamrock oder Ghetto Rock - gab? Mir wir bislang nur Paul Ngozi und seine Mischpoke vom Namen bekannt, habe aber gerade überraschend festgestellt, dass es noch ein paar Bands mehr gab. Die meisten LPs sind im Original so gut wie gar nicht mehr aufzutreiben (die Ngozi "Heavy Metal" Live LP ging dieses Jahr auf discogs für 1500€ weg - im schlechten Zustand).









NatĂĽrlich wahnsinnig amateurhaft, klingt nach Pappkarton, so mancher Song ist ein totaler Rohrkrepierer - aber ich find's echt interessant :smile2: Ich find Witch bislang am besten, total knuffig :cool2:

Hätte das ja eher in den "70's Heavies"-Thread gepackt, mit Progrock hat das doch nichts zu tun. Aber interessant ist das schon.
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Re: Die kleine, schnuckelige Wellness Rock/Prog Oase

Beitragvon Highman » 29. Oktober 2016, 11:05

Keine Ahnung ob diese Band hier schon mal erwähnt wurde. Klingt gut. Die Band heißt Zon und hat 2 Alben Back Down To Earth / Astral Projector (1978 / 1979) im Progrock Bereich veröffentlicht.

Hier ein paar Hörproben:

https://www.youtube.com/watch?v=Vh_UzQhP5z4

https://www.youtube.com/watch?v=tX5U1Kb0i-s

https://www.youtube.com/watch?v=UePBb7k39dE

https://www.youtube.com/watch?v=-1kBo8us5VU
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Re: Die kleine, schnuckelige Wellness Rock/Prog Oase

Beitragvon Fire Down Under » 15. November 2016, 22:00

Ja hopplaschorsch, da ist mir beim Ausmisten der Sammlung doch ein kleines Juwel in die Hände gefallen, das ich bis dato noch nie gehört hab, und zwar:

Bild
MANFRED MANN'S EARTH BAND - The Roaring Silence (1976)

Gut, den Springsteen-Quatsch am Anfang ("Blinded by the Light") braucht keine Sau - deswegen hab ich das Album, das mir irgendwann wohl mal zufällig & günstig in die Hände gefallen ist, nie gehört, weil ich ähnlichen Schmonz erwartete -, aber der Rest ist sehr nahe am Progressive Rock mit vielen ausufernden Instrumentalpassagen, geiler Keyboard/Orgelarbeit und mehr als nur kompetentem Gesang. Nicht schlecht, Herr Specht!
Und da das schon ein späteres Album der MMEB ist, gibt es sicher noch bessere Frühwerke, oder...?
:ahasoso:

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Re: Die kleine, schnuckelige Wellness Rock/Prog Oase

Beitragvon Flossensauger » 15. November 2016, 22:03

Ist im Buch: Rocks Vol.:2 ganz gut abgehandelt. Da ich bisher auch nur die Hits kenne gebe ich mal keine Empfehlungen. Hab' mir aber schon mal 5 - 7 Platten auf dem Flohmarkt zugelegt und werde die dann irgendwann auch mal hören.
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Re: Die kleine, schnuckelige Wellness-Prog/Rock Oase

Beitragvon Pavlos » 20. November 2016, 11:43

Pavlos hat geschrieben:Bild

WERWOLF - Creation (Deutschland, 1982)

Auf WERWOLF aus Olpe im Sauerland (die Herkunft raubt dem Bandnamen irgendwie das Gefährliche, wie ich finde) bin ich in einer der letzten eclipsed Ausgaben gestoßen. Die Band bzw. ihre leider einzige Platte "Creation" wurden dort in der "Längst vergessen" Rubrik vorgestellt, und damit eben das nicht passiert will ich hier auch mal ein paar Sätze zu diesem kleinen Schatz schreiben.

WERWOLF spiel(t)en symphonischen Prog Rock der ganz entspannten Art. Über den sechs sorgsam ausgetüftelten Nummern liegt ein Teppich aus Melancholie, Zerbrechlichkeit und Mystik, Freunde von ELOY, CAMEL und RENAISSANCE dürften also voll auf ihre Kosten kommen. Gesungen wird relativ wenig, aber wenn Gitta Löwenstein ans Mikro tritt, dann sind das einfach nur schöne Momente. Selten einen so schüchternen, jedoch stets irgendwie dann doch erhabenen Gesang aus dem Deutschland der 70er bzw. frühen 80er gehört. Ein Extralob geht auch an Gitarrist Gerd Heuel, der in Sachen traumhafte Melodien und Soli so manche Asse aus dem Ärmel zaubert.

Die CD Versionen des Albums beinhalten drei weitere Tracks, die 1979 als so´ne Art Demo aufgenommen wurden um an einen Plattenvertrag zu kommen. Dass diese drei Nummern damals nicht ausreichten um einen Deal zu ergattern lässt mich ratlos mit den Schultern zucken, denn viel besser als den Elfeinhalbminüter ´My Story´ kann man diese Art Musik nicht erschaffen.

Leider gibt es sowohl ´My Story´, als auch ´Der achte Tag´ (ein weiterer Longtrack, der keine Wünsche offen lässt) nicht auf youtube zu bestaunen, aber das verträumte ´Way To Paradise´ sollte auch zu gefallen wissen:



Long Hair Music haben vor kurzem die "Creation" auf Vinyl wiederveröffentlicht.

Da werd ich wohl zuschlagen mĂĽssen.

<3
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Re: Die kleine, schnuckelige Wellness Rock/Prog Oase

Beitragvon Traducer » 21. November 2016, 12:47

Pavlos hat geschrieben:
Pavlos hat geschrieben:Bild

WERWOLF - Creation (Deutschland, 1982)

Auf WERWOLF aus Olpe im Sauerland (die Herkunft raubt dem Bandnamen irgendwie das Gefährliche, wie ich finde) bin ich in einer der letzten eclipsed Ausgaben gestoßen. Die Band bzw. ihre leider einzige Platte "Creation" wurden dort in der "Längst vergessen" Rubrik vorgestellt, und damit eben das nicht passiert will ich hier auch mal ein paar Sätze zu diesem kleinen Schatz schreiben.

WERWOLF spiel(t)en symphonischen Prog Rock der ganz entspannten Art. Über den sechs sorgsam ausgetüftelten Nummern liegt ein Teppich aus Melancholie, Zerbrechlichkeit und Mystik, Freunde von ELOY, CAMEL und RENAISSANCE dürften also voll auf ihre Kosten kommen. Gesungen wird relativ wenig, aber wenn Gitta Löwenstein ans Mikro tritt, dann sind das einfach nur schöne Momente. Selten einen so schüchternen, jedoch stets irgendwie dann doch erhabenen Gesang aus dem Deutschland der 70er bzw. frühen 80er gehört. Ein Extralob geht auch an Gitarrist Gerd Heuel, der in Sachen traumhafte Melodien und Soli so manche Asse aus dem Ärmel zaubert.

Die CD Versionen des Albums beinhalten drei weitere Tracks, die 1979 als so´ne Art Demo aufgenommen wurden um an einen Plattenvertrag zu kommen. Dass diese drei Nummern damals nicht ausreichten um einen Deal zu ergattern lässt mich ratlos mit den Schultern zucken, denn viel besser als den Elfeinhalbminüter ´My Story´ kann man diese Art Musik nicht erschaffen.

Leider gibt es sowohl ´My Story´, als auch ´Der achte Tag´ (ein weiterer Longtrack, der keine Wünsche offen lässt) nicht auf youtube zu bestaunen, aber das verträumte ´Way To Paradise´ sollte auch zu gefallen wissen:



Long Hair Music haben vor kurzem die "Creation" auf Vinyl wiederveröffentlicht.

Da werd ich wohl zuschlagen mĂĽssen.

<3


Danke für den Werwolf Tipp, gefällt mir richtig gut!
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Re: Die kleine, schnuckelige Wellness Rock/Prog Oase

Beitragvon Hofi » 13. Mai 2017, 00:20

Bild

Klaatu - Hope (Kanade, 1977)

Auf Klaatu bin ich letztes Jahr beim Stöbern in einem Hamburger Plattenladen gestoßen. Bei diesem genialen Cover, dem Erscheinungsjahr und dieser Instrumentenauflistung konnte ich nicht Nein sagen. Und ich muss sagen, das ist ein ganz schön schwer zu ergreifendes Teil.

Durch die Stimmenähnlichkeit zwischen Klaatu-Sänger John Woloschuk und Paul McCartney, sowie dem Fehlen der Namen der beteiligten Musiker auf den ersten Klaatu-Veröffentlichungen, kursierte in den 70er wohl das Gerücht, dass es sich hier um Experimetelle Platten der Beatles handelt. Und tatsächlich findet man sich hier, vor allem in den ersten Songs, stark an die Beatles erinnert.

Die Beatles sind jedoch nicht der einzige musikalische Einfluss, der mir hier in den Sinn kommen. Rush, Genesis und Pink Floyd wĂĽrde ich hier noch als Paten heranziehen, angereichert mit altertĂĽmlicher Orchestermusik.
Das textliche Konzept handelt von einem Konflikt zwischen zwei nationalistischen Staaten, auf einem zwischen Mars und Jupiter gelegenen Planeten, welcher zur vollständigen Zerstörung des Planeten geführt hat.

Als Anspieltipp wĂĽrde ich euch den kuriosen Longtrack "Long Live Politzania" ans Herz legen.
Sacrifice to vice or die by the hand of the Sinner!
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Re: Die kleine, schnuckelige Wellness Rock/Prog Oase

Beitragvon Pavlos » 13. Mai 2017, 22:10

Mit Klaatu hab ich mich schon desöfteren beschätigt (die wunderschönen Cover schreien ja danach), jedoch hat mich das nie so richtig gepackt. So auch heute beim soeben beendeten Anhören des geposteten Videos: Die Orchestrierung ist klasse (!!!), der Märchenerzähler-artige Sprechgesang hat was von early Genesis, was ja nie verkehrt ist, und das Erschaffen einer entsprechenden Atmosphäre hatten sie auch drauf, ABER die immer wieder eingestreuten Beatles-lastigen Passagen nerven ohne Ende. Das klingt mir dann alles viel zu positiv und zu sehr nach Tralala ("Come on everybody..."), passt meiner Meinung nach überhaupt nicht zum Rest des Songs und stößt das Lied die Klippe runter. Was verdammt schade ist, denn der Rest gefällt mir wirklich sehr gut....
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Re: Die kleine, schnuckelige Wellness Rock/Prog Oase

Beitragvon Fire Down Under » 14. Mai 2017, 15:42

Vielleicht ein wenig zu lang und hinten raus etwas cheesy, aber insbesondere die erste Hälfte dieses Stück finde ich gigantisch. Ich stehe ja total auf so schräge bis bekloppte Orchestrierungen und hier gibt's die Vollbedinung davon. Grandioser Spannungsaufbau, auch die irgendwie billig eingebaut wirkenden Soundsamples (Pferdegetrappel, Explosionen unso) finde ich super. Wie aus 'nem billigen B-Movie. Herrlich.

Mehr davon!
:ahasoso:

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