KING CRIMSON

Hard Rock, Prog Rock, Art Rock, Progressive Metal ...

Re: KING CRIMSON

Beitragvon Flossensauger » 2. Oktober 2016, 17:16

Dr. Best hat geschrieben: Nur: zu wenig Schlagzeug vielleicht :lol:


Das ärgert mich jetzt schon. Also, vier könnten es doch morgen mindestens sein.
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Re: KING CRIMSON

Beitragvon Flossensauger » 4. Oktober 2016, 19:29

Set 1
Lizard
(Dawn Song)
Hell Hounds of Krim
Pictures of a City
A Scarcity of Miracles
(Jakszyk, Fripp and Collins cover)
Interlude
Cirkus
Fracture
The Letters
Sailor's Tale
The Court of the Crimson King
The Talking Drum
Larks' Tongues in Aspic, Part Two
Set 2
Devil Dogs of Tessellation Row
Radical Action II
Level Five
The Light of Day
(Jakszyk, Fripp and Collins cover)
Epitaph
Radical Action (To Unseat the Hold of Monkey Mind)
Meltdown
Easy Money
Red
Starless
Encore:
Banshee Legs Bell Hassle
21st Century Schizoid Man


Bei "Court of the crimson king" und "Epitaph" geheult.

Bier war in der Pause alle.

Vorletztes Tour-only Live-Vinyl gekauft.

02.40 Nettospielzeit

BĂĽhne sah exakt so aus:

Bild
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Re: KING CRIMSON

Beitragvon Flossensauger » 4. Oktober 2016, 19:29

Instrumente waren oben links angefangen:

Saxophon, Alt-Saxxophon, Klarinette, Querflöte

Zweiter: Bass, elektrischer Standbass, Stickman

Dritter: Gesang, Gitarre, Querflöte

Vierter (Fripp): Gitarre, Mellotron

Unten von links: Drums und Percussion (abgefahrenes Zeug dabei, kenne ich sonst nur aus der Schlagwerker-PrĂĽfung an der Musikhochschule)

Zweiter (anderer als auf dem Foto): Drums, E-Piano, E-Drums

Dritter: Drums, Extra Stand-Toms und Bongos

Von den lebenden/aktiven Trommlern würde ich maximal Neil Peart (Rush) und Carter Beaufort (Dave Matthews Band) zutrauen, bei denen mithalten zu können. Sonst keier. Kein einziger. Allein für die Drumparts hätte es sich gelohnt.



"Schizoid" war eine ultra Speedmetal Version, dreimal so schnell wie auf Platte incl. (echtem) Schlagzeugsolo, hat Fripp extra kurzfristig angeordnet.

Der jeweils erste Song von den drei Blöcken war jeweils ein reiner Schlagzeugsong, den nur die drei Trommler spielten.

Im ersten Block gab es einen kurzen part, wo alle drei Drummer gleichzeitig double-bass spielten, und das ohne trigger oder editing.

Sehr laut, aber absolut klarer und differenzierter Sound. Tolle Halle, gute Plätze, ausverkauft, 2800 Leute da.

Keine Ansagen, keine Interaktion mit dem Publikum oder untereinander. Keine Pausen zwischen den Songs, nichtmal zum klatschen.

Kein einziger Spielfehler oder verpatzter Einsatz. Kein einziger.

Normale Bühnenbeleuchtung, erst gegen Ende bei "Red" färbte sich das Licht langsam tiefrot um dann bei "Starless" zu verdunkeln.

Von wegen Jazz oder Improvisation: Quatsch. Gibt es nicht. Das ist alles exakt so geplant und geprobt, jede Note.

Fripp wenn er nicht spielte katatonisch bis zur Besorgniserregung.
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Re: KING CRIMSON

Beitragvon Flossensauger » 4. Oktober 2016, 22:48

So, das waren ja erstmal nur Fakten zum King Crimson Konzert.

Musik funktioniert aber nicht anhand von "Fakten", auch wenn uns das Unternehmer wie Nucular Blast, Beyond The Black oder Wackööön gerne aufzwingen möchten.

King Crimson (oder Robert Fripp als Chef) verweigern sich diesem aber. Das fängt schon mit dem Handy und Fotoverbot an, der Bitte eben nicht zu stören oder teilzunehmen, indem man die Band bei ihrer Darbietung irritiert. Auch die Veröffentlichungspolitik der Band (die einen schonmal verzweifeln lässt) macht aus dieser Sicht absolut Sinn.

Dafür bekommt man (neben perfektem Sound und absolut fehlerfreiem Spiel) das Angebot, an etwas teilzuhaben, was absolut singulär und nicht von anderen nachzumachen ist.

Mein Freund und ich versichterten uns gegenseitig, das es gut war zusammen auf das Konzert zu gehen. Es ist nämlich absolut unmöglich, einem aussenstehendem zu erklären, was man gerade erlebt hat.

Deshalb kann man auch King Crimson (und ihre Livedarbietung) gar nicht erklären. Vergleiche gibt es nicht. "Klingt wie", "ähnliche Band ist", "erinnert an" fallen hier völlig flach.

Ich werde noch ein paar Sachen, die mir aufgefallen sind und im Gedächtniss geblieben sind hier nachreichen.

Es wird ein völliges Gestammel sein. Wenn euch das nervt, einfach die Postings hier ignorieren.
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Re: KING CRIMSON

Beitragvon Flossensauger » 5. Oktober 2016, 00:21

Entschuldigt den full quote. Statt herumzustammeln: Nach dem Konzerterlebnis gestern kann ich es einfach nicht besser formulieren. Ich wĂĽrde auch gerne (AuszĂĽge) in anderen Foren posten.

Ulle hat geschrieben:KC sind so gesehen die wahrscheinlich progressivste Band, die es jemals gegeben hat - sogar ohne den extrem langen Zeitraum zu betrachten. Im Umkehrschluss sind dann quasi Bands wie Marillion überhaupt nicht progressiv, zumal sie ja lediglich alte Bekannte in neue Kleider gezwängt haben. Das macht die Band natürlich dadurch nicht schlechter und ist prinzipiell auch ganz egal.
Mir geht es bei KC ganz einfach um die unglaubliche Musikalität. KC machen Musik, die nur dem eigenen Anspruch stand halten muss und überhaupt keinen Schranken unterliegen darf. Der Unterschied zu anderen Bands ist, dass deren Anspruch nicht so hoch ist und sie zwar denken, keine Schranken zu haben, dass dem aber meist nicht so ist.
Man muss bei KC einfach ganz weit in die Tiefe gehen um überhaupt erst einmal zu begreifen, was die Band ausdrücken will. Selbst dann ist das aber nur ein aha-Erlebnis. Das freudige Grinsen und die wohligen Schauer kommen erst später. Die totale Abgrenzung vom "Normalo"-ProgRock kam für mich erst ab "Red", evtl. teilweise schon mit "Starless and Bible Black". Ich mag die Musik vorher nicht weniger, bin aber der Meinung, dass vieles was Crimso danach gemacht haben, so weit jenseits des normalen Musikempfindens ist, dass die breite Schicht der Proghörer das gar nicht begreifen kann und niemals wird. Das soll übrigens nicht abwertend gemeint sein, sondern nur aufzeigen, dass ein Genie wie Fripp nicht mit einem Musikstil definiert werden kann. Ohne den Willen, diese Musik verstehen zu wollen und sich extrem mit dem was dahinter steckt zu befassen, steigt man niemals dahinter.
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Re: KING CRIMSON

Beitragvon Hippie-Ben » 16. Oktober 2016, 13:10

Danke fĂĽr die Posts. Leider macht mich das nur noch verzweifelter, immer noch King-Crimson-live-Jungfrau zu sein...
Mein Reisekoffer zur Apokalypse: http://www.musik-sammler.de/sammlung/hippie-ben

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Re: KING CRIMSON

Beitragvon Flossensauger » 23. November 2017, 22:13

Ihr denkt 'dran, das der Vorverkauf fĂĽr die 2018er Gigs bald losgeht?

Berlin ab 50€, geht doch.
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Re: KING CRIMSON

Beitragvon Blacktiger » 24. November 2017, 23:30

Flossensauger hat geschrieben:Ihr denkt 'dran, das der Vorverkauf fĂĽr die 2018er Gigs bald losgeht?

Berlin ab 50€, geht doch.


Danke für die Info. Bin schon in den Startlöchern.
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Re: KING CRIMSON

Beitragvon Flossensauger » 1. Dezember 2017, 17:32

Und Karten fĂĽr Essen geholt. Viele gibt's nicht mehr.
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Re: KING CRIMSON

Beitragvon Mirco » 4. Dezember 2017, 14:00

Flossensauger hat geschrieben:Und Karten fĂĽr Essen geholt. Viele gibt's nicht mehr.


Ebenfalls. 87 Euro. Ă„chz.
"Wir wollen eure Hirne aus der Schädeldecke nehmen, ein wenig mit ihnen herumspielen und sie dann verkehrt herum wieder einsetzen."
(Chris Reifert, Autopsy)

Zum Protzen: https://www.musik-sammler.de/sammlung/minimeini/
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