LEVIATHAN

Hard Rock, Prog Rock, Art Rock, Progressive Metal ...

Re: Leviathan - Beholden To Nothing, Braver Since Then

Beitragvon birdrich » 12. Januar 2014, 02:59

Ulle hat geschrieben:
birdrich hat geschrieben:Ohne Dich zu beleidigen/der board Historie zu folgen...was ist denn Dein Lieblingsalbum?
Wahrscheinlich irgendwas von Bathory, meine faves aus der Jugendzeit sind Hallow's Eve, Nasty Savage, Possessed und natĂŒrlich Exciter, obwohl ich Nasty Savage eigentlich immer/immer noch am geilsten fand/finde, obwohl die erste Exciter, ich muss mich teilen, unentschieden!
Hatten die einen guten sound??? Sound, fuck off. Die Musik sprach fĂŒr sich .
Das hat mit Leviathan natĂŒrlich nichts am Hut, und ich so bleibt nur noch zu sagen: Schlechte Musik wird durch guten sound nicht besser.


Nichts gegen Bathory, aber mein Lieblingsalbum ist das Dream Theater-DebĂŒt.
Übrigens finde ich, dass Nasty Savage, Exciter oder Possessed teilweise einen hervorragenden Sound hatten. Er passte zur Zeit und zur Musik. "Seven Churches" klingt doch ultrafett!

Jetzt habe ich Dich wieder auf dem Radar. Dein neuer Avatar hat mich verwirrt und mit Loomis verwechselt. Ich glaube, der steht auf Bathory, sorry. Loomis Ulle klingt irgendwie gleich fĂŒr mich, hat mit Leviathan nichts am Hut, zumal Loomis hier niemals gucken wird.
Bathory oder Dream Theater...ich fahr zweigleisig.
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Re: Leviathan - Beholden To Nothing, Braver Since Then

Beitragvon Prof » 12. Januar 2014, 12:03

Ulle hat geschrieben:Warum man dann den Gesang so extrem nach vorne schiebt, sodass das Gesamtbild einfach nicht mehr stimmig ist, bleibt mir schleierhaft.


Ich bin da jetzt ohne Erwartungen rangegangen und empfinde, nach etlichen HördurchgĂ€ngen, das mit dem Gesang (glĂŒcklicherweise) gar nicht so. Auffallend an den Vokalen Jeff Wards finde ich aber dass sie mit dem Gesang auf dem VorgĂ€nger kaum etwas gemeinsam haben (und nochmal: glĂŒcklicherweise). Alsob Lutzow und Ward diesmal wirklich wieder genau wussten wie die Gesangslinien zu klingen haben, wo der rote Faden der einzelnen Lieder ist. Zwischen den Kompositionen und deren Arrangements auf den beiden Alben liegen Welten.

Beholden to nothing, braver since then ist fĂŒr mich quasi die Fortsetzung des eigenwilligen, sich behutsam entfaltenden Lutzow-Stils auf Scoring the chapters. Die Songs bilden, zusammen mit den Filmdialogschnipseln und Intermezzi, atmosphĂ€risch eine Einheit. Das hat zwar der Nachteil dass das hören von einigen ausgewĂ€hlten Tracks wirkt als amputiere man dem Album hier eine Hand und dort einen Fuss, macht hingegen das Hörerlebnis des gesamten Werkes am StĂŒck zu etwas ganz besonderem.
Ich bin mir sicher dass ich mir BtN, BsT auch in 10 Jahren noch anhören und lieben werde. Denn summa summarum ist dieses Leviathan-Opus ein Kunstwerk dass sich jeder neuzeitlichen Schnellebigkeit trotzig widersetzt. Das an sich kann man gar nicht genug loben.

Bleibt nur eine Frage: wie hÀtte das Album wohl geklungen wenn mit Ronnie Skeen auch der rockigere Teil des alten Leviathans mit an Bord gewesen wÀre? Wir werden es nie wissen.
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Re: Leviathan - Beholden To Nothing, Braver Since Then

Beitragvon Michael@SacredMetal » 12. Januar 2014, 15:30

For all the words unspoken, for all the deeds undone,
for all our shattered dreams, for all the songs unsung,
for all the lines unwritten and all our broken hearts,
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Re: Leviathan - Beholden To Nothing, Braver Since Then

Beitragvon Prof » 12. Januar 2014, 16:32

Bei diesem an GenialitÀt grenzenden Album kann und will ich mir einfach nicht vorstellen dass es das letzte Leviathan-Kapitel gewesen ist.
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Re: Leviathan - Beholden To Nothing, Braver Since Then

Beitragvon Acurus-Heiko » 13. Januar 2014, 20:59

Ich lese:

1. Kritik am Sound (zu laute Stimme) des aktuellen Albums.
2. Lob des Sounds des aktuellen Albums.
3. Lob der musikalischen QualitÀt des aktuellen Albums.
4. Kritik am Sound des VorgÀngeralbums.
5. Kritik an der musikalischen QualitÀt des VorgÀngeralbums.
6. Ich lese also einges Überraschendes hier.

Als LeviaFan der ersten Stunde und damit Kenner der Band seit ĂŒber 20 Jahren lasse ich jetzt meine Highend-Anlage warmlaufen, putze meine Goldlauscherchen und ziehe mir beide Scheiben grĂŒndlich rein (die aktuelle habe ich noch nicht konzentriert gehört). Dazu nippe ich am Ledaig und dann melde ich mich wieder, um hier fĂŒr abschließende Klarheit zu sorgen.
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Re: Leviathan - Beholden To Nothing, Braver Since Then

Beitragvon holg » 13. Januar 2014, 21:05

LĂ€uft gerade das erste Mal.
Entweder bin ich gerade nicht in der richtigen Stimmung fĂŒr diese Art von Musik oder es fehlt irgendwas. Der Funke will nicht ĂŒberspringen. Ganz im Gegensatz zur Slough Feg, bei der ich von Beginn an zappelig unterm Kopfhöre war. Oder - um mal im progressivem Genre zu bleiben - bei 25 Yards Screamer, die mich schnell fesseln konnte.
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Re: Leviathan - Beholden To Nothing, Braver Since Then

Beitragvon birdrich » 13. Januar 2014, 21:16

Acurus-Heiko hat geschrieben:Ich lese:

1. Kritik am Sound (zu laute Stimme) des aktuellen Albums.
2. Lob des Sounds des aktuellen Albums.
3. Lob der musikalischen QualitÀt des aktuellen Albums.
4. Kritik am Sound des VorgÀngeralbums.
5. Kritik an der musikalischen QualitÀt des VorgÀngeralbums.
6. Ich lese also einges Überraschendes hier.

Als LeviaFan der ersten Stunde und damit Kenner der Band seit ĂŒber 20 Jahren lasse ich jetzt meine Highend-Anlage warmlaufen, putze meine Goldlauscherchen und ziehe mir beide Scheiben grĂŒndlich rein (die aktuelle habe ich noch nicht konzentriert gehört). Dazu nippe ich am Ledaig und dann melde ich mich wieder, um hier fĂŒr abschließende Klarheit zu sorgen.

Ich lese da gar nichts. Wo Leviathan drauf steht, ist auch Leviathan drin. Aber geb mal nen abschließenden Klarheitsbescheid. Deinen Beitrag finde ich wirklich gut, schön aus der HĂŒfte geschossen, nicht lange ĂŒberlegt,,,mehr so bumm bumm. Respekt.
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Re: Leviathan - Beholden To Nothing, Braver Since Then

Beitragvon Acurus-Heiko » 13. Januar 2014, 22:44

FĂŒr "birdrich", aus der HĂŒfte geschossen:

Die neue Leviathan habe ich jetzt durch. ZunĂ€chst muss festgestellt werden, dass Michael in seinem Review völlig zu Recht schreibt, der Sound ist besser als auf dem VorgĂ€nger. FĂŒr eine Eigenproduktion ist der Sound sogar verdammt gut, aber auch progtypisch eher clean. Ebenso stimmt, dass der Gesang sehr weit im Vordergrund steht. FĂŒr meinen Geschmack ist es noch akzeptabel. Ich kann aber verstehen, wenn anderen die Stimme zu weit nach vorne gemixt wurde. Zur Musik selbst: Es war mein erster wirklich konzentrierter Hördurchgang. Da es Prog ist, sind sowieso noch mehr DurchgĂ€nge angesagt. Was mir jedoch auffĂ€llt: Nicht ein Song sagte mir zu, nirgendwo entdeckte ich auch nur den Ansatz eines roten Fadens. Ich war sogar froh, als es vorbei war. Zum jetzigen Zeitpunkt halte ich es fĂŒr unwahrscheinlich, dass mir dieses Album mehr zusagen könnte, als es das musikalisch grandiose Comeback-Album tut und von Beginn an tat.

Wenn ich diese Prog-Session durch habe höre ich zur Erholung erst Mal das hier:

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Re: Leviathan - Beholden To Nothing, Braver Since Then

Beitragvon Prof » 14. Januar 2014, 10:33

Acurus-Heiko hat geschrieben:Was mir jedoch auffĂ€llt: Nicht ein Song sagte mir zu, nirgendwo entdeckte ich auch nur den Ansatz eines roten Fadens. Ich war sogar froh, als es vorbei war. Zum jetzigen Zeitpunkt halte ich es fĂŒr unwahrscheinlich, dass mir dieses Album mehr zusagen könnte, als es das musikalisch grandiose Comeback-Album tut und von Beginn an tat.


:ehm:

1. Rote FÀden sind beim ersten Hör schon erkennbar.

2. Dieses Album hören ist wie einen guten Roman lesen: es in einer Sitzung erfassen zu wollen schiesst schlicht und einfach ĂŒber das Ziel hinaus. Ich weiss, dass ich in einigen Monaten noch neue Details entdecken werde.
Es gibt aber tausende von Alternativen zum Instantgenuss (die sich dann nach einigen Monaten völlig abgenutzt haben). Kann ja sein dass dir momentan eher nach straightem Traditionsstoff ist, genauso wie mir jetzt total nach Leviathan ist.

3. Das Comeback-Album musikalisch grandios? Eher waren es die ersten Levia-Gehversuche Lutzows nach einer jahrelangen Pause. Eine Pause die de fakto als das Ende Leviathans gedacht war. Das hört man zu jeder Sekunde raus, leider.

4. Sehr schade dass dir das neue Album (auf den ersten Hör) nicht zusagt, denn was Lutzow & Co. hier verewigt haben ist etwas ganz besonderes. Genau wie das Memento Waltz-DebĂŒt ist Beholden to nothing, braver since then ein Statement kontra die schnellebige Soll-Sofort-ZĂŒnden-Krankheit unserer Zeit. Solche Alben, wo man stets spĂŒrt wie gut alles kompositorisch und textlich durchdacht wurde und wie viel Reife da drin steckt, sind bereits lĂ€nger Mangelware - und werden es in der Zukunft wohl noch mehr sein. Das an sich ist traurig genug. Daher verbeuge ich mich vor John Lutzow und zitiere ABBA: thank you for the music.
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Re: Leviathan - Beholden To Nothing, Braver Since Then

Beitragvon rapanzel » 14. Januar 2014, 13:59

Wobei ich aber, unabhÀngig des tollen musikalischen Inhalts, sagen muss, die Verpackung ist :-X/2
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Re: Leviathan - Beholden To Nothing, Braver Since Then

Beitragvon Prof » 14. Januar 2014, 15:06

rapanzel hat geschrieben:Wobei ich aber, unabhÀngig des tollen musikalischen Inhalts, sagen muss, die Verpackung ist :-X/2


Sei froh dass das Scheibchen keine CD-R ist. :smile2:
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Re: Leviathan - Beholden To Nothing, Braver Since Then

Beitragvon birdrich » 14. Januar 2014, 15:39

Acurus-Heiko hat geschrieben:FĂŒr "birdrich", aus der HĂŒfte geschossen:

Die neue Leviathan habe ich jetzt durch. ZunĂ€chst muss festgestellt werden, dass Michael in seinem Review völlig zu Recht schreibt, der Sound ist besser als auf dem VorgĂ€nger. FĂŒr eine Eigenproduktion ist der Sound sogar verdammt gut, aber auch progtypisch eher clean. Ebenso stimmt, dass der Gesang sehr weit im Vordergrund steht. FĂŒr meinen Geschmack ist es noch akzeptabel. Ich kann aber verstehen, wenn anderen die Stimme zu weit nach vorne gemixt wurde. Zur Musik selbst: Es war mein erster wirklich konzentrierter Hördurchgang. Da es Prog ist, sind sowieso noch mehr DurchgĂ€nge angesagt. Was mir jedoch auffĂ€llt: Nicht ein Song sagte mir zu, nirgendwo entdeckte ich auch nur den Ansatz eines roten Fadens. Ich war sogar froh, als es vorbei war. Zum jetzigen Zeitpunkt halte ich es fĂŒr unwahrscheinlich, dass mir dieses Album mehr zusagen könnte, als es das musikalisch grandiose Comeback-Album tut und von Beginn an tat.

Wenn ich diese Prog-Session durch habe höre ich zur Erholung erst Mal das hier:


Hmm....
Ich kann dem nur teilweise folgen. Das Album ist gespickt mit roten FÀden, die muss man aber nicht suchen sondern einfach folgen. Konzentriert hören muss man das schon, aber nicht auf Teufel komm raus/das kann man nicht erzwingen. Ich stimme dem Prof in seiner melancholischen Sichtweise eher zu.
Vielleicht solltest Du das Album noch mal hören, wenn Dir der Sinn mehr nach prog ist.
Ich glaube fest daran, dass ihr noch Freunde werdet!
Immortal Avenger liebe ich ĂŒbrigens genau wie Leviathan.
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Re: Leviathan - Beholden To Nothing, Braver Since Then

Beitragvon Acurus-Heiko » 14. Januar 2014, 22:02

Ich schrieb ja zu meinem HĂŒftschuß, es war der erste und sicherlich nicht der letzte Durchgang. Die Problematik mit solchen Alben ist mir erfahrungsgemĂ€ĂŸ bekannt. Ich bleibe also dran! Es besteht noch Hoffnung.
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Re: Leviathan - Beholden To Nothing, Braver Since Then

Beitragvon birdrich » 14. Januar 2014, 22:12

Acurus-Heiko hat geschrieben:Ich schrieb ja zu meinem HĂŒftschuß, es war der erste und sicherlich nicht der letzte Durchgang. Die Problematik mit solchen Alben ist mir erfahrungsgemĂ€ĂŸ bekannt. Ich bleibe also dran! Es besteht noch Hoffnung.

Ich bin ja nicht doof. Und es kann ja auch sein, dass Du nach DurchgangXXXXXX das immer noch ernĂŒchternd findest,
Aber Du hast Dich zumindest damit beschÀftigt, das ist heutzutage schon sehr beruhigend.
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Re: Leviathan - Beholden To Nothing, Braver Since Then

Beitragvon Prof » 14. Januar 2014, 23:09

Aber: warum dann alles gleich Kund tun? Zeitgeist Twitter-Zwang?
Das nun verstehe ich nicht, vor allem nicht von einem Boardkollegen der zumindest politisch die traditionellen Werte vertritt. Nehmen sich gerade die Traditionellen nicht die Zeit, etwas zu ĂŒberdenken bevor es publik zu machen?
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