HOBBIT - (epischer) Rock aus Texas

Hard Rock, Prog Rock, Art Rock, Progressive Metal ...

HOBBIT - (epischer) Rock aus Texas

Beitragvon Pavlos » 4. Mai 2022, 17:17

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Hobbit ist ein weiteres kurioses "Was wĂ€re wenn..." Kapitel unserer geliebten Rockmusik. Kurios deshalb, weil die Band in ihrer Hochphase in der Heimat als "platinum selling act" gehandelt wurde, ich jedoch ihren Namen bis vor ein paar Jahren noch nie vernommen hatte. Und kurios aus deshalb, weil die Diskographie der Texaner reichlich verwirrend anmutet, wenn man sich mal etws nĂ€her damit beschĂ€ftigen will. Aber dafĂŒr sind wir ja da, um Interessierten bei solchen Unternehmungen etwas Starthilfe zu geben. Zeit also, diese fantastische Truppe mal vorzustellen...

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Hobbit wurden 1977 von Gene Fields (Gitarre & Gesang) und Paul "Turk" Henry (Bass & Gesang) in Tyler, Texas gegrĂŒndet. Beide waren riesengroße AnhĂ€nger des leicht progressiven Pomp Rocks, wie ihn ihre Landsleute von Kansas und Styx zu jener Zeit zelebrierten. Gleichzeitig waren die beiden BĂŒcherwĂŒrmer auch von J.R.R.Tolkiens Schaffen begeistert, was dazu fĂŒhrte, dass man sich recht schnell auf einen Bandnamen einigen konnte. Rasch wurden die ersten eigenen Lieder geschrieben und erste self made Flyer verkĂŒndeten, dass die junge Band unter dem Banner des "Epic Fantasy Rock" unterwegs war, was zur damaligen Zeit wohl nicht viele von sich behaupteten. Da Fields und Henry vorher schon in anderen Formationen aktiv waren und dementsprechend Erfahrunge gesammelt hatten, wurde Hobbit schon bald mit Richard Hill (Gitarre) und Rusty Honeycutt (Schlagzeug) komplettiert und erste Demos aufgenommen. Es folgten zahlreiche Live-Auftritte (mit u.a. Cheap Trick, Night Ranger und Loverboy) in und um den eckigen Heimatstaat, die immer mehr begeisterte Fans, aber auch Sicherheit im Zusammenspiel, sowie eine stĂ€ndige Verbesserung der SongwritingqualitĂ€ten mit sich brachten. Die Band kehrte zwischen all ihren Gigs immer wieder ins eigene Studio zurĂŒck um weitere Lieder aufzunehmen. Ende 1978 fasste man schließlich die besten bis dato aufgenommenen Songs zu "Join The Celebration: An Adventure In Fantasy Rock" zusammen, was quasi als Visitenkarte fĂŒr ein großes Plattenlabel dienen sollte.



Man hatte in wenigen Monaten ziemlich viel erreicht und alles deutete auf den nĂ€chsten großen Schritt hin, aber es sollte nicht zu einem Happy End kommen. Was war passiert? Nun, wie so oft bei solchen Bandgeschichten lĂ€ngst vergessener Formationen traten rechtliche Probleme auf, und zwar um den Bandnamen. Heutzutage denkt man sicherlich "Das hĂ€tten die sich aber denken können!", aber ich glaube Ende der 70er hat man sich diesbzgl. tatsĂ€chlich noch keine Gedanken gemacht. War halt eine andere Zeit und MentalitĂ€t. Naja, auf jeden Fall musste die Truppe ihre Plattenvertrag-TrĂ€ume erstmal beiseite schieben, da einem veröffentlichten Album unter dem Namen Hobbit sofort eine Klage gefolgt wĂ€re. Wer oder was da genau geklagt hĂ€tte, das haben die Bandmitglieder nie so wirklich verraten. Es gab lediglich immer wieder mal Andeutungen Richtung Tolkien-Erben, was jetzt auch nicht so ĂŒberraschend ist, galten diese schon immer als schwierig wenn es um das Schaffen ihres Vaters und dessen Vermarktungsrechte ging.

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Die Band schob also ihr praktisch schon fertig aufgenommenes Album beiseite, spielte live eifrig weiter (das durfte sie ja unter dem Namen) und nahm zwischen 1980 und 1983 in Eigenregie drei Singles mit brandneuen Songs auf (auch das war unter dem Namen erlaubt). Diese mittlerweile natĂŒrlich raren und gesuchten Releases waren in den Staaten extrem erfolgreich und sicherten der Truppe immer wieder ausreichend Einkommen, um parallel zu ihren musikalischen AktivitĂ€ten immer wieder in den Gerichtssaal zu gehen, wo man weiterhin versuchte, eine Erlaubnis fĂŒr einen Platten-Release zu erkĂ€mpfen. NatĂŒrlich leider vergeblich. Die dadurch entstehende Unzufriedenheit fĂŒhrte zu ersten Rissen im BandgefĂŒge, und die ersten Musiker gingen von Bord und mussten durch neue Hobbits ersetzt werden. Durch dieses neue Blut in der Band und die generellen musikalischen VerĂ€nderungen, welche die Rockmusik zu jener Zeit durchlebte, verĂ€nderte sich auch der Sound Hobbits. Der mystische story telling Prog Rock der 70er wich peu a peu einem zeitgemĂ€ĂŸeren leichtfĂŒssigen AOR Stadion-Rock. Wobei sie auch da stets eine mehr als passable Figur abgaben, sowohl musikalisch, als auch optisch, wie zahlreiche Liveclips auf Youtube zeigen. Und ab und an hatten sie dann immer noch großartige epische Nummern am Start, wie z.B. 'Intensity', die B-Seite der 'Midyear's Eve' Single (1980).



Mit der Zeit jedoch wurde die Band durch das karrieretechnische immer-noch-auf-der-Stelle-Treten und die stĂ€ndigen Gerichtsverfahren dann doch mĂŒde, und so lösten sich Hobbit Ende 1986 auf. Einige der Musiker machten unter einem neuen Bandnamen (Lix) weiter, andere zogen aus Texas weg und/oder hörten komplett mit der Musik auf. Der Traum schien ausgetrĂ€umt. Da die Truppe in Texas mittlerweile jedoch sowas wie Legendenstatus unter Rockfans besaß, geriet der Name Hobbit dort nie wirklich in Vergessenheit....und als 1998, also nach 20 Jahren, das gerichtliche Verbot in Bezug auf die Verwendung des Bandnamens auf einer Platte erlosch, und sich die Gegenseite diesmal ĂŒberraschenderweise kooperativ zeigte, war es schnell besiegelt: Hobbit waren zurĂŒck! Das erste Ergebnis war "Two Feet Tall" (1999), eine Zusammenstellung mehrerer Hobbit Songs, die alle aus dem Zeitraum 1979 bis 1983 stammen (Singles und unreleased tracks jener Zeit). Durch den Erfolg (wochenlang in der Top Ten der texanischen Musikcharts, was damals wohl noch etwas bedeutete) dieses Albums spielte die Band in den kommenden Jahren drei richtige Studioscheiben ein, namentlich "Rockin' The Shire" (definitiv DAS Album, welches man sich zuerst besorgen sollte, 2003), "All For The One" (eine Konzeptscheibe ĂŒber Herr der Ringe, 2003) und "Lost And Found" (2008). Seitdem trifft man sich regelmĂ€ssig zum Proben, spielt hier und da ein paar lokale Clubs, bekommt aber aufgrund der Vergangenheit und dem damals erspielten Ruf immer wieder mal die Chance, fĂŒr grĂ¶ĂŸere Acts (Axe, Queit Riot) zu eröffnen.

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Leider staubt das 1978er "Join The Celebration: An Adventure In Fantasy Rock" Album immer noch in irgendeinem Regal in Texas vor sich hin, aber vielleicht bekommen wir den Stoff eines Tages ja doch mal als vollwertigen ReRelease zu hören. Denn auch wenn Hobbit in den 80ern ihre grĂ¶ĂŸten Erfolge feierten, liegt dort doch die wahre Magie dieser Band. Einfach mal die beiden Songs anklicken, zurĂŒcklehnen und dazu ein feines Bier oder einen Wein trinken. Am besten aus dem Auenland.
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Re: HOBBIT - (epischer) Rock aus Texas

Beitragvon tik » 4. Mai 2022, 18:29

Kannte ich (natĂŒrlich) noch nicht und gefĂ€llt mir ganz hervorragend! Die "Two Feet Tall" CD habe ich jetzt nur noch bei Discogs oder ebay fĂŒr 23€ gefunden. Gibt es da noch irgendwo ne gĂŒnstigere Variante?
Und das komplette "Join The Celebration" Album/Tape wĂŒrde mich auch brennend interessieren. Na vielleicht gibt es da mal nen gescheiten Release, Daumen sind gedrĂŒckt.
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Re: HOBBIT - (epischer) Rock aus Texas

Beitragvon Evilmastant » 4. Mai 2022, 18:49

Genau mein Ding. Danke fĂŒr den Tipp!
If The Gods OF Hell Sentenced You To Die, Remember Well My Friend A Warlord Never Cries (Mark W. Shelton 1983)

Meine CDs: http://cloud.collectorz.com/200912/music
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Re: HOBBIT - (epischer) Rock aus Texas

Beitragvon Hippie-Ben » 4. Mai 2022, 21:32

Daumen hoch! Das geht gut rein. :yeah:
Mein Reisekoffer zur Apokalypse: http://www.musik-sammler.de/sammlung/hippie-ben

"Wennde met dr HÀÀd löufs
hÀsde immer
E Aaschloch vĂŒrm Jeseech"
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Re: HOBBIT - (epischer) Rock aus Texas

Beitragvon Nolli » 5. Mai 2022, 20:10

Wow sehr cool, bisher 4 Songs gehört und alle toll. Danke fĂŒr den Tipp!
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Re: HOBBIT - (epischer) Rock aus Texas

Beitragvon Pavlos » 6. Mai 2022, 08:46

tik hat geschrieben:Kannte ich (natĂŒrlich) noch nicht und gefĂ€llt mir ganz hervorragend! Die "Two Feet Tall" CD habe ich jetzt nur noch bei Discogs oder ebay fĂŒr 23€ gefunden. Gibt es da noch irgendwo ne gĂŒnstigere Variante?


Hatte deswegen die Band schon vor mehreren Monaten angeschrieben, die wollten sie um Kontakte in Europa kĂŒmmern. Naja, da das wohl noch etwas dauert, hab ich mal ein, zwei europĂ€ische Labels auf das Zeug aufmerksam gemacht.

Was Du bis dahin auf jeden Fall brauchst, ist die "Rockin' The Shire" von 2001, das ist das rundeste und stĂ€rkste Album. Hier vermischen sie die rockigen Elemente von Kansas mit den majĂ€stetischen Chören von Rail. Und das bekommt man auf discogs tatsĂ€chlich noch fĂŒr'nen Zehner, musste mal schauen. Hier mal die komplette Tracklist zum Reinhören:

https://www.youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_lgCrkMJGMoQC9lr3LMCw0CowKbP3d0aOo

Und es geht noch weiter: als Hobbit sich 1986 vorĂŒbergehend auflösten, machten ein paar der Musiker als LIX weiter. Die Band gab es von 1986 bis 1990, und 1988 kam sogar eine Platte raus (die 1998 sogar eine Reissue CD spendiert bekam!). Gespielt wurde eine hĂ€rtere, melodischere Version des Van Halen Sounds, guckst du hier:

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Re: HOBBIT - (epischer) Rock aus Texas

Beitragvon Hippie-Ben » 11. Mai 2022, 07:25

Zack! Auch eine geschossen.
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Re: HOBBIT - (epischer) Rock aus Texas

Beitragvon Darth Bane » 20. Mai 2022, 22:34

Pavlos hat geschrieben:Bild

Hobbit ist ein weiteres kurioses "Was wĂ€re wenn..." Kapitel unserer geliebten Rockmusik. Kurios deshalb, weil die Band in ihrer Hochphase in der Heimat als "platinum selling act" gehandelt wurde, ich jedoch ihren Namen bis vor ein paar Jahren noch nie vernommen hatte. Und kurios aus deshalb, weil die Diskographie der Texaner reichlich verwirrend anmutet, wenn man sich mal etws nĂ€her damit beschĂ€ftigen will. Aber dafĂŒr sind wir ja da, um Interessierten bei solchen Unternehmungen etwas Starthilfe zu geben. Zeit also, diese fantastische Truppe mal vorzustellen...

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Hobbit wurden 1977 von Gene Fields (Gitarre & Gesang) und Paul "Turk" Henry (Bass & Gesang) in Tyler, Texas gegrĂŒndet. Beide waren riesengroße AnhĂ€nger des leicht progressiven Pomp Rocks, wie ihn ihre Landsleute von Kansas und Styx zu jener Zeit zelebrierten. Gleichzeitig waren die beiden BĂŒcherwĂŒrmer auch von J.R.R.Tolkiens Schaffen begeistert, was dazu fĂŒhrte, dass man sich recht schnell auf einen Bandnamen einigen konnte. Rasch wurden die ersten eigenen Lieder geschrieben und erste self made Flyer verkĂŒndeten, dass die junge Band unter dem Banner des "Epic Fantasy Rock" unterwegs war, was zur damaligen Zeit wohl nicht viele von sich behaupteten. Da Fields und Henry vorher schon in anderen Formationen aktiv waren und dementsprechend Erfahrunge gesammelt hatten, wurde Hobbit schon bald mit Richard Hill (Gitarre) und Rusty Honeycutt (Schlagzeug) komplettiert und erste Demos aufgenommen. Es folgten zahlreiche Live-Auftritte (mit u.a. Cheap Trick, Night Ranger und Loverboy) in und um den eckigen Heimatstaat, die immer mehr begeisterte Fans, aber auch Sicherheit im Zusammenspiel, sowie eine stĂ€ndige Verbesserung der SongwritingqualitĂ€ten mit sich brachten. Die Band kehrte zwischen all ihren Gigs immer wieder ins eigene Studio zurĂŒck um weitere Lieder aufzunehmen. Ende 1978 fasste man schließlich die besten bis dato aufgenommenen Songs zu "Join The Celebration: An Adventure In Fantasy Rock" zusammen, was quasi als Visitenkarte fĂŒr ein großes Plattenlabel dienen sollte.



Man hatte in wenigen Monaten ziemlich viel erreicht und alles deutete auf den nĂ€chsten großen Schritt hin, aber es sollte nicht zu einem Happy End kommen. Was war passiert? Nun, wie so oft bei solchen Bandgeschichten lĂ€ngst vergessener Formationen traten rechtliche Probleme auf, und zwar um den Bandnamen. Heutzutage denkt man sicherlich "Das hĂ€tten die sich aber denken können!", aber ich glaube Ende der 70er hat man sich diesbzgl. tatsĂ€chlich noch keine Gedanken gemacht. War halt eine andere Zeit und MentalitĂ€t. Naja, auf jeden Fall musste die Truppe ihre Plattenvertrag-TrĂ€ume erstmal beiseite schieben, da einem veröffentlichten Album unter dem Namen Hobbit sofort eine Klage gefolgt wĂ€re. Wer oder was da genau geklagt hĂ€tte, das haben die Bandmitglieder nie so wirklich verraten. Es gab lediglich immer wieder mal Andeutungen Richtung Tolkien-Erben, was jetzt auch nicht so ĂŒberraschend ist, galten diese schon immer als schwierig wenn es um das Schaffen ihres Vaters und dessen Vermarktungsrechte ging.

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Die Band schob also ihr praktisch schon fertig aufgenommenes Album beiseite, spielte live eifrig weiter (das durfte sie ja unter dem Namen) und nahm zwischen 1980 und 1983 in Eigenregie drei Singles mit brandneuen Songs auf (auch das war unter dem Namen erlaubt). Diese mittlerweile natĂŒrlich raren und gesuchten Releases waren in den Staaten extrem erfolgreich und sicherten der Truppe immer wieder ausreichend Einkommen, um parallel zu ihren musikalischen AktivitĂ€ten immer wieder in den Gerichtssaal zu gehen, wo man weiterhin versuchte, eine Erlaubnis fĂŒr einen Platten-Release zu erkĂ€mpfen. NatĂŒrlich leider vergeblich. Die dadurch entstehende Unzufriedenheit fĂŒhrte zu ersten Rissen im BandgefĂŒge, und die ersten Musiker gingen von Bord und mussten durch neue Hobbits ersetzt werden. Durch dieses neue Blut in der Band und die generellen musikalischen VerĂ€nderungen, welche die Rockmusik zu jener Zeit durchlebte, verĂ€nderte sich auch der Sound Hobbits. Der mystische story telling Prog Rock der 70er wich peu a peu einem zeitgemĂ€ĂŸeren leichtfĂŒssigen AOR Stadion-Rock. Wobei sie auch da stets eine mehr als passable Figur abgaben, sowohl musikalisch, als auch optisch, wie zahlreiche Liveclips auf Youtube zeigen. Und ab und an hatten sie dann immer noch großartige epische Nummern am Start, wie z.B. 'Intensity', die B-Seite der 'Midyear's Eve' Single (1980).



Mit der Zeit jedoch wurde die Band durch das karrieretechnische immer-noch-auf-der-Stelle-Treten und die stĂ€ndigen Gerichtsverfahren dann doch mĂŒde, und so lösten sich Hobbit Ende 1986 auf. Einige der Musiker machten unter einem neuen Bandnamen (Lix) weiter, andere zogen aus Texas weg und/oder hörten komplett mit der Musik auf. Der Traum schien ausgetrĂ€umt. Da die Truppe in Texas mittlerweile jedoch sowas wie Legendenstatus unter Rockfans besaß, geriet der Name Hobbit dort nie wirklich in Vergessenheit....und als 1998, also nach 20 Jahren, das gerichtliche Verbot in Bezug auf die Verwendung des Bandnamens auf einer Platte erlosch, und sich die Gegenseite diesmal ĂŒberraschenderweise kooperativ zeigte, war es schnell besiegelt: Hobbit waren zurĂŒck! Das erste Ergebnis war "Two Feet Tall" (1999), eine Zusammenstellung mehrerer Hobbit Songs, die alle aus dem Zeitraum 1979 bis 1983 stammen (Singles und unreleased tracks jener Zeit). Durch den Erfolg (wochenlang in der Top Ten der texanischen Musikcharts, was damals wohl noch etwas bedeutete) dieses Albums spielte die Band in den kommenden Jahren drei richtige Studioscheiben ein, namentlich "Rockin' The Shire" (definitiv DAS Album, welches man sich zuerst besorgen sollte, 2003), "All For The One" (eine Konzeptscheibe ĂŒber Herr der Ringe, 2003) und "Lost And Found" (2008). Seitdem trifft man sich regelmĂ€ssig zum Proben, spielt hier und da ein paar lokale Clubs, bekommt aber aufgrund der Vergangenheit und dem damals erspielten Ruf immer wieder mal die Chance, fĂŒr grĂ¶ĂŸere Acts (Axe, Queit Riot) zu eröffnen.

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Leider staubt das 1978er "Join The Celebration: An Adventure In Fantasy Rock" Album immer noch in irgendeinem Regal in Texas vor sich hin, aber vielleicht bekommen wir den Stoff eines Tages ja doch mal als vollwertigen ReRelease zu hören. Denn auch wenn Hobbit in den 80ern ihre grĂ¶ĂŸten Erfolge feierten, liegt dort doch die wahre Magie dieser Band. Einfach mal die beiden Songs anklicken, zurĂŒcklehnen und dazu ein feines Bier oder einen Wein trinken. Am besten aus dem Auenland.


Das hÀttest du mal ausbuddeln sollen, als die DF-Crew noch beim Rockhard war- :harrr: :lol: :lol:
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