US Prog Metal aus den 90ern....

Hard Rock, Prog Rock, Art Rock, Progressive Metal ...

US Prog Metal aus den 90ern....

Beitragvon Pavlos » 23. Oktober 2012, 15:55

....ist ja, wie wir alle wissen, nicht nur ein unfassbar geniales, sondern auch ein unfassbar riesiges Subgenre eines Subgenres. Allein schon der Alex haut hier wöchentlich gefühlte 120 Bandnamen samt Scheiben raus, die hier reinpassen würden. So here we go: Was sind Eurer Meinung nach die Highlights jenes Jahrzehnts (Listen und Vorstellungen erwünscht), welche Scheiben/Bands sind total überbewertet und was sind die Geheimtipps?

Von Melodic Prog über Power Prog bis hin zum Neoprog und wie sie alle heissen - let´s do this, folks!!
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Re: US Prog Metal aus den 90ern....

Beitragvon rapanzel » 23. Oktober 2012, 16:07

Ich halte mich dann erst mal zurück und ergänze bei Bedarf.
Sollte der Thread mal ins stocken kommen, kann ich ja immer noch die 120 Bands nachliefern :-D

Mich wĂĽrde es freuen, wenn man nicht nur die Bandnamen + Scheiben hier reinschreibt, sondern auch bissl was dazu
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Re: US Prog Metal aus den 90ern....

Beitragvon Sgt. Kuntz » 23. Oktober 2012, 16:11

Oh oh, ich hör schon wie der rapanzel sich warm läuft, gleich geht’s ab….Bild

...das Internet explodiert gleich...mindestens!

Edit: zu langsam
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Re: US Prog Metal aus den 90ern....

Beitragvon Ohrgasm » 23. Oktober 2012, 23:47

Tolle Idee, Herr Pavlos :yeah:
Ich fange mal an. Die folgenden 3 gehören momentan eindeutig zu meiner US Prog Metal - Top10 aus den 90ern:


1. Anacrusis - Screams And Whispers / 1993

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Ich bevorzuge bei der Band zwar eher die ersten zwei Alben, aber dennoch liebe ich das etwas andere an S&W.
Weg vom abgefahrenen Prog Thrash, hin zum selbsterforschten Neuland. Nachdem die Band bereits auf dem Debut ihren eigenen Sound gefunden hat, verlief die experimentierfreudige Reise über zwei weitere Alben (Klassiker) und endete in einer frischen, unverwechselbaren Verschmelzung von Melodie und Härte, die man so weder davor noch danach jemals gehört hat...
Die hier bereits erfahrerenen Musiker verstehen es nahezu perfekt wie man Akzente setzt. Klasse, wie zwischen schnelleren/hektischen und ruhigen Passagen umgeschaltet wird, hier und da hört man atmosphärische Keyboards, dann wieder ein aufbrechendes, melodisches Solo... Die Songs leben, wortwörtlich!

So abwechslungsreich das Album ist, so variabel ist auch der markante Gesang von Kenn Nardi, der zwischen gefĂĽhlsbetont melodisch und explosiv schreiend alles beherrscht.
Eine vorbildliche Produktion (bei der auch der Bass schön präsent ist!) rundet diesen Klassiker ab.

Einer der persönlichen Lieblinge des Albums ist auch mein Anspieltipp, Driven:






2. Psychotic Waltz - Into The Everflow / 1992

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Über dieses Album wurde schon sehr viel Gutes gesagt und geschrieben. Deswegen werde ich auch keine große Vorstellung hinschreiben. Die Band kennt auch eh so gut wie jeder, der zumindest ein wenig Prog hört.

In einem Wort: Absolutes Kulturgut, teschnisches Monster, hypnotisierender Gesang, lecker Sound, Dan Rock, einzigartige Atmosphäre, psycho, fordernd, komplex, melodisch, pw>dt, emotional, 10/10, Brian McAlpin, Klassiker, hippie, anspruchsvoll, einzigartig, einmalig, unvergleichlich und wunderschön. :smile2:

Mein Albumfave hört auf den Namen Out Of Mind:






3. Civil Defiance - The Fishers For Souls / 1996

Bild

In diese Perle habe ich mich nach dem ersten Hören verknallt :smile2:
Das ist kein Album, das mehr ein Erlebnis. Eine Achterbahn der Gefühle, die einen nicht so schnell loslässt. Wie ein gewisser Odium mal sagte, es berührt einen irgendwie...

Das Dudelsack(!)-Intro leitet schon eine gewisse Traurigkeit ein, die sich über das ganze Album zieht und in der verträumten Ballade Man In The Moon mündet. Dazwischen wird gefrickelt (Man On Fire), es gibt Jazz (A Dry White Season), diverse Musikinstrumente erfreuen die Ohren und es gibt noch sehr viel mehr zu entdecken...

Der Geheimtipp schlechthin!

Reinhören kann man in Days Of Rain:

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Re: US Prog Metal aus den 90ern....

Beitragvon Fire Down Under » 24. Oktober 2012, 20:09

rapanzel hat geschrieben:
Mich wĂĽrde es freuen, wenn man nicht nur die Bandnamen + Scheiben hier reinschreibt, sondern auch bissl was dazu

Sagt...? :harrr: :harrr:

Ăśberbewertet sind auf jeden Fall alle Scheiben die nach QUEENSRYCHE klingen!

Was zur Hölle mach ich eigentlich hier...?
:ahasoso:

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Re: US Prog Metal aus den 90ern....

Beitragvon holg » 25. Oktober 2012, 00:41

Da hat Ohringer gleich mal aus den Vollen geschöpft und neben dem besten Album gleich noch zwei absolute Knüllerscheiben ausgepackt. Und da hier CIVIL DEFIANCE erneut gelobpreist werden, komme ich nicht umhin PHILM anzupreisen. Nestler und Lombardo. Müsste Ohringers Geschmacksnerven erquicken.

Zum eigentlichen Thema schreibe ich wohl auch noch was. Wundere mich gerade über die geringe Resonanz bislang. Liegt es aum "Prog-Forum"? Ist das nur für elitäre Weicheier? Ach nee, FDU versaut mir diese These. Oder ist er nur falsch abgebogen?
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Re: US Prog Metal aus den 90ern....

Beitragvon rapanzel » 25. Oktober 2012, 07:37

Ich hab ja gesagt, ich halte mich erst mal bissl zurĂĽck :-D
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Re: US Prog Metal aus den 90ern....

Beitragvon Sgt. Kuntz » 25. Oktober 2012, 10:16

so richtig künstlerisch ansprechend und oft, sehr sehr oft von mir gehört:

SHADOW GALLERY die Erste
Herr Herr meinte in seinem “Lexikon“ mal “hätte Ludwig XIV einen Plattenspieler mit dieser LP gehabt, er hätte sein Versailles außenrum gebaut“. Frei zitiert, irgendwie so ähnlich.

LETHAL “Programmed“
Jedes Lied, jede Note hat Sinn und Zweck und vor allem gesanglich mit das beste, emotionalste das was es geben tut. (eigentlich aber auch nicht so wahnsinnig progressiv, aber egal)

THROES OF SANITY “The Upheaval“
GroĂźes Tennis hier in der Mitte der Roaring Nineteens, vom ersten Screem weg ganz hinreiĂźend


Ansonsten fand ich “Twilight In Olympus“ und andere SYMPHONY X-Alben ganz gut, aber auch schon lange nicht mehr gehört. Mmh, war sonst noch was? Ach ja, alle schon durchgekauten Q-Reich Klone, da gebe ich dem FDU und anderen recht: ZION, DREAMLORE, SANCTUM und wie sie alle hießen waren wohl gar nicht so wahnsinnig progressiv, große Überraschung, was ja nicht heißt, dass sie schlecht sind oder waren. SAVIOUR MACHINE fand ich da schon ein anderes Kaliber, alles andere als Sonntags-Kaffee-mit-Kuchen-Musik, dafür werden die aber seltener genannt. Missstand hiermit behoben!

Übrigens hatte ich noch SECRECY und DARK QUARTERER in der Liste und ordentlich gehuldigt, bis mir einfiel, dass es ja um US Bands ging. Also alles wieder gelöscht. Danke Pavlos :angry2:
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Re: US Prog Metal aus den 90ern....

Beitragvon Siebi » 25. Oktober 2012, 10:34

Der Thread ist okay, der Sinn? Gab schon einige Threads mit eben solchen Bands. Damit komme ich auf holgis angesprochene Resonanzverhaltensfrage. Bis jetzt ist noch keine Band aufgetaucht, die ein steter Leser des Forums nicht kennt. Medalyon, Power Of Omens, Inner Strength, Nightmares End wären auch dabei, wurden im Board schon einige Male durchgekaut und für gut bis essentiell befunden. Wüsste nicht, was ich beitragen könnte, was nicht andernorts bereits gepriesen wurde.
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Re: US Prog Metal aus den 90ern....

Beitragvon Pavlos » 25. Oktober 2012, 12:54

Der Sinn? Die Einsteiger entdecken die Klassiker, die alten Säcke entdecken vielleicht noch das ein oder anderen unbekannte Juwel.
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Re: US Prog Metal aus den 90ern....

Beitragvon Ohrgasm » 25. Oktober 2012, 13:18

holg hat geschrieben:Da hat Ohringer gleich mal aus den Vollen geschöpft und neben dem besten Album gleich noch zwei absolute Knüllerscheiben ausgepackt. Und da hier CIVIL DEFIANCE erneut gelobpreist werden, komme ich nicht umhin PHILM anzupreisen. Nestler und Lombardo. Müsste Ohringers Geschmacksnerven erquicken.

Zum eigentlichen Thema schreibe ich wohl auch noch was. Wundere mich gerade über die geringe Resonanz bislang. Liegt es aum "Prog-Forum"? Ist das nur für elitäre Weicheier? Ach nee, FDU versaut mir diese These. Oder ist er nur falsch abgebogen?


Ohringer wollte schon längst bei PHILM reinhören, hat es aber immer aufgeschoben. Danke dass du ihn erinnert hast :smile2:


Siebi hat geschrieben:Der Thread ist okay, der Sinn? Gab schon einige Threads mit eben solchen Bands. Damit komme ich auf holgis angesprochene Resonanzverhaltensfrage. Bis jetzt ist noch keine Band aufgetaucht, die ein steter Leser des Forums nicht kennt. Medalyon, Power Of Omens, Inner Strength, Nightmares End wären auch dabei, wurden im Board schon einige Male durchgekaut und für gut bis essentiell befunden. Wüsste nicht, was ich beitragen könnte, was nicht andernorts bereits gepriesen wurde.


Hast du schon, Medalyon und Nightmares End kenne ich z.B. nicht, siehste :smile2:
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Re: US Prog Metal aus den 90ern....

Beitragvon rapanzel » 25. Oktober 2012, 14:25



NIGHTMARES END - Blackened Mystery

Eine von vielen Guten Scheiben auf SIEGEN Records.
Wer sie nicht kennt, stelle sich eine Mischung aus QUEENSRYCHE mit einem ordentlichen Schuss SANCTUARY und einer Prise Horrorfilmsoundtrack vor und ihr habt NIGHTMARES END. Leider kenn ich das vorher erschienene Demo nicht und kann nicht sagen ob sich Songs hier überschneiden. Live haben die Jungs damals eine ähnliche Horrortheatralik auf der Bühne gemacht wie HALLOWEEN, incl. Zäune, Gräber, Makeup, viel Rauch, etc.
Laut Keith Menser werden Alle Siegen CD's bald wieder erhältlich sein, also spitzt schon mal die Geldbeutel.

Tracklist:

1. Prophets Of Mortalization 6:22
2. Nightmares 9:34
3. Memories Of The Unseen 5:20
4. Gardens Of Stone 7:37
5. Blackened Mystery 8:43
6. Hired Assassin 7:32
7. Eye-For-An-Eye, Tooth-For-A-Tooth 9:32
8. Inhumanity Faced

Nicht zu vergessen, die grandiose "The Lady Wore Black" Version auf dem "Warning: Minds Of Raging Empires... A Tribute To Queensryche (2000)" Tributesampler.



Leider hat sich die Band danach aufgelöst; es hab noch einen Quasi Nachfolger mit Namen MIRROR BLACK, der die musikalische Schiene zwar konsequent weitergeführt, es aber nur auf 2 Demosongs gebracht hat von denen ich einen hochgladen habe:

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Re: US Prog Metal aus den 90ern....

Beitragvon iceman » 25. Oktober 2012, 15:16

Siebi hat geschrieben:Der Thread ist okay, der Sinn? Gab schon einige Threads mit eben solchen Bands. Damit komme ich auf holgis angesprochene Resonanzverhaltensfrage. Bis jetzt ist noch keine Band aufgetaucht, die ein steter Leser des Forums nicht kennt. Medalyon, Power Of Omens, Inner Strength, Nightmares End wären auch dabei, wurden im Board schon einige Male durchgekaut und für gut bis essentiell befunden. Wüsste nicht, was ich beitragen könnte, was nicht andernorts bereits gepriesen wurde.


Hast du schon, Medalyon und Nightmares End kenne ich z.B. nicht, siehste :smile2:[/quote]

? Grad die Nightmares End hat der gute Rapanzel in verschiedenen Threads hochgelobt, so dass ich die CD ordern musste.
Des Icemans Freud, des Geldbeutels Leid.
Trotzdem DANKE bei dieser Gelegenheit fĂĽr den Tipp :yeah:
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Re: US Prog Metal aus den 90ern....

Beitragvon birdrich » 25. Oktober 2012, 19:30

Bis jetzt finde ich alle genannten bands sehr gut bis genial.
Allerdings ist mein Empfinden, dass z.B. ein thread wie QR the clonewars/der mir sehr gefällt/von Einigen missverstanden werden könnte. QR war seinerzeit Referenz und manche band klang ähnlich/hatte einen ähnlichen Ansatz, und somit lag es nahe, sie als Vergleich heranzuziehen.
Trotz allem...so mancher clone war sehr eigenständig.
ZurĂĽck zum Thema:
VISIONARY: Strange but familiar shores und das Debut bieten unaufgeregten, durchdachten usprogmetal. ZU QR: Die hatten damals solche songs leider nicht mehr drauf.
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Re: US Prog Metal aus den 90ern....

Beitragvon Boris the Enforcer » 25. Oktober 2012, 20:44

Das Problem an diesem Thread is tatsächlich die Abgrenzung zum wunderschönen Queensryche Clone Thread.

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RUDE AWAKENING - Silent Cry wäre also vielleicht in diesem anderen Thread sogar besser aufgehoben.
Das Album ist von 1992, gespielt wird Metal, wie ihn Queensryche zu Zeiten von "The Warning' geboten haben.
Die Musik ist vielleicht auch vergleichbar mit der 1994 erschienenen Scheibe der Amis von APOCALYPSE.

Soundschnipsel habe keine gefunden, nur vom ein Jahr zuvor erschienenen Demo:
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