Hammer Of Doom XI

Alles ĂĽber vergangene KIT-Festivals sowie ĂĽber die kommenden Ausgaben! / Everything about the KIT-Festivals of the past and the future. Site Link: http://www.keep-it-true.de

Re: Hammer Of Doom XI

Beitragvon GravewarrioR » 21. November 2016, 10:38

Selten (eigentlich nie!) erlebt, dass ne Band ein Festival so leer spielt...

Da war echt einiges dieses Jahr sehr dĂĽnn, aber Samael muss man ned so ganz verstehen, oder?
"Datt is wie'n Computer mein Kopp, ne?"
Peter Ludolf, deutscher Philosoph, Denker und Mechaniker, 2008
Benutzeravatar
GravewarrioR
Villain-EP-Original-Besitzer
 
 
Beiträge: 947
Registriert: 19. April 2010, 15:38
Wohnort: Germersheim


Re: Hammer Of Doom XI

Beitragvon Hugin » 22. November 2016, 00:14

War ja leider nicht am Start, so dass ich zum SAMAEL-Gig nichts sagen kann, aber an sich finde ich schon, dass das eine sehr feine Band ist. Hatten sie des Old-School-Sets wegen ein Drumkit dabei oder wie seit vielen Jahren ĂĽblich elektronische Drums?
"It takes a thousand fans from any other band to make one Manowarrior!"
- Sir Dr. Joey DeMaio, 2012

Primitivsoundkunst: http://www.morbid-alcoholica.com/

2016 A.Y.P.S. = 0 A.R.C.U.
Benutzeravatar
Hugin
Leather Lucifer
 
 
Beiträge: 8052
Registriert: 8. November 2004, 01:27
Wohnort: Svabia Patria Aeterna


Re: Hammer Of Doom XI

Beitragvon GravewarrioR » 22. November 2016, 00:38

Drumcomputer.

Man mag von der Band halten was man will. Mir gibts gar nicht, fĂĽr mich ist das Knorkator in ernst.
Die haben bestimmt schwer was auffem Kasten, mag ich ja nicht absprechen, aber das Festival heisst ja nicht Hammer of Avantgarde Industrial BM whatever.

Gerade als letzte Band dann doch sehr fragwĂĽrdig.
"Datt is wie'n Computer mein Kopp, ne?"
Peter Ludolf, deutscher Philosoph, Denker und Mechaniker, 2008
Benutzeravatar
GravewarrioR
Villain-EP-Original-Besitzer
 
 
Beiträge: 947
Registriert: 19. April 2010, 15:38
Wohnort: Germersheim


Re: Hammer Of Doom XI

Beitragvon Raf Blutaxt » 22. November 2016, 14:48

Also ich hatte an beiden Tagen viel SpaĂź, die Absage von Vitus muss man halt unter Pech verbuchen, kann passieren, da kann man halt ichts machen.

Highlights für mich waren am Freitag Cauchemar und Primordial, The Skull fand ich beim letzten Mal deutlich stärker. Der Samstag wartete dann mit einem tollen Tripel an traditionellem Doom auf, bei dem mir wenig überraschend Apostle Of Solitude am besten gefiel, bevor dann mit Universe 217 etwas die Spannung rausgenommen wurde. Dark Millenium fand ich cool, Lord Vicar überragend und weite Teile von Antimatter wurden einem Parkplatzbier mit Apostle Of Solitude geopfert. Bei Samael war für mich dann nach vier oder fünf Songs die Luft raus. Zu aufdringlich der elektronische Sound, einfach irgendwann zu viel und zugleich langweilig. Also ging es ins Hostel und ein langes Wochenende doch sehr zufriedenstellend zu Ende.

Nächstes Jahr freu ich mich auch schon sehr auf's HOD, das wird sicher fein.
The people united can never be ignited.
Raf Blutaxt
Leather Lucifer
 
 
Beiträge: 8216
Registriert: 5. März 2011, 14:43
Wohnort: Marburg, Germany


Re: Hammer Of Doom XI

Beitragvon warstarter » 23. November 2016, 22:03

Die Vitus Absage hat mich schon schwer getroffen, zumal der Gig mit Reagers in Prag der für mich bisher bester Auftritt der Band war dem ich beiwohnen durfte. Aber seis drum, nach dem Einchecken im Hotel gings dann recht zügig zur Posthalle um ja nicht Iron Void zu verpassen. Und das wäre auch eine Schande gewesen, so grossartig waren die drei Burschen aus Engeland. furztrockener Doom, über jeden Zweifel erhaben. Das ist das, was ich unter Doom verstehe. Dann hab ich zum ersten Mal die Petrunella getroffen und Apostle Of Solitude dummerweise zum Teil mit dem Franz verquatscht, das was ich mitbekommen habe war schon stark, obwohl die Band erst seit dem letzten Album so richtig gut sind. Einziger Schwachpunkt ist das fehlen von Ecken und Kanten im Gesamtsound. In Folge gings erst Mal zur Nahrungsaufnahme, Universe 217 den Anfang) hab ich bloss peripher gehört, Dark Millenium (den Schluss) ebenfalls, Interesse hatte ich an Beiden nicht. Und dann Lord Vicar... na ja, so richtig toll war das nicht, was die Vier da abgeliefert haben, komische Soli, komischer Gitarrensound und Chritte wie immer spätestens ab Song zwei, ich sag jetzt einfach nicht so hundertprozentig bei Stimme. Für mich der schlechteste Lord Vicar Auftritt den ich bisher gesehen habe. Den Rest hab ich mir geschenkt, lieber noch etwas gequatscht, noch mehr getrunken. Grüss an alle, welche ich getroffen habe, bis zum Under The Oak (sollte es dabei bleiben) im März.
warstarter
US Metal-Kenner
 
 
Beiträge: 786
Registriert: 1. Oktober 2012, 20:36


Re: Hammer Of Doom XI

Beitragvon Ulli » 25. November 2016, 21:15

Nun war ich auch seit ein paar Jahren mal wieder auf dem Hammer of Doom und interressanterweise haben mich 2 Bands hingezogen, die scheinbar kaum jemandem gefallen haben. Zum einen hatte ich (auch nach langen Jahren) mal wieder Lust auf Samael und zum zweiten wollte ich mir die Chance nicht entgehen lassen, Dark Millennium einmal live zu bewundern.

Daher bin ich am Samstag nachmittags nach WĂĽrzburg gereist und habe nach ca. 20 Minuten APOSTLE OF SOLITUDE auch meine guten Kumpels aus Mittelfranken und Mannheim getroffen. Endlich waren wir mal wieder in ordentlicher Zahl vertreten.
APOSTLE OF SOLITUDE fand ich überraschend unterhaltsam, dafür, dass ich die Band nicht kenne. Teilweise walzten einige wirklich mächtige Doomgranaten aus den Boxen, was für einen ordentlichen Einstieg sorgte. Die Band muss ich weiterverfolgen. UNIVERSUM 242 stiegen für mich eher dröge ein, die letzten beiden Lieder waren dann aber durchaus auch schmissig. Aber irgendwie kann ich mit dem Gesang der Dame nicht zu 100% etwas anfangen.
DARK MILLENNIUM dagegen rissen mich von Beginn an mit. Der Sound war im vorderen Hallendrittel enorm gut, vor allem die Gitarren waren bretthart und präzise zu hören. Es macht einfache irre Spaß, derart vielschichtige Musik auch optisch zu verfolgen. Beim Schlagzeuger hatte ich manchmal den Eindruck, dass er alle Hände voll zu tun hat, sich nicht selbst über seinen Fellen zu vergaloppieren, aber irgendwie haben sie es dann doch immer wieder hingebogen. Lustig, drückend, unterhaltsam, eindrucksvoll, ja auch von den Personen her sympathisch. Insgesamt für mich fantastischer Auftritt, auch wenn mir die Band wahnsinnig leid getan hat, dass teils nicht mal Höflichkeitsapplaus zu ernten war.
Ich verstehe sowieso viele Stimmen nicht ganz, die sich für meine Begriffe extrem engstirnig äußern. Abwechslung tut auch einem Doom-Festival gut. Und DARK MILLENNIUM haben in meinen Ohren durchaus Doomqualitäten.
Toll war dann auch der Auftritt von LORD VICAR. Ähnlich wie schon damals bei REVEREND BIZARRE brauchte ich hier einige Zeit, um mich auf die Band einzudoomen. Irgendwie passiert da immer kaum was, aber mit der Zeit gerät der ganze Körper und Geist in Slo-Mo-Bewegung. Ich kann dann irgendwie gar nicht anders als weiterzudoomen. Von mir aus könnte das dann die ganze Nacht so gehen. Wie ein Rausch, phantastisch. Dafür liebe ich solche Bands!
Nach einem obligatorischen China-Essen beim China-Mann um die Ecke standen dann SAMAEL auf dem Programm.

Vorher noch den Rapanzel getroffen und zum ersten Mal kurz miteinander über Dark Millennium, Samael, Fates Warning, KIT usw. geplaudert :yeah: . Tja, SAMAEL... ich finde die ersten Scheiben sehr gut bis göttlich. Ich finde es aber wirklich äußerst ungeschickt von der Band, dass sie für diese Ceremony o.O.-Shows nicht tatsächlich das gute alte Drumkit auspacken. Die Songs bekommen so einen verwaschenen und spärlichen Charakter, der diesen Songgranaten die durchschlagende Wucht nimmt. Der geschminkte Clown vermiest dann noch dazu die Optik. Ich habe den Auftritt über weite Strecken zwar auch genossen, aber "Into the Pentagram", dieser wahrlich pechschwarze Hassbatzen ist einfach nur ein weiteres Elektroplüschliedchen geworden... schade. Trotz allem verstehe ich die vielen Anti-Stimmen gegen SAMAEL nicht so ganz. Diese Band kommt doch ursprünglich aus der dunkelsten Ecke des langsamen Verhängnismetalls. Man kann von der aktuellen Präsentation halten was man mag, aber dass ein Auftritt einer Band gut wird, dazu gehören meiner Meinung nach immer 2 Seiten: die Band auf der Bühne und das Publikum davor. Der Kerl der die ganze Zeit in der ersten (!) Reihe mit Daumen-nach-unten-Gesten rumhampelte ging gar nicht. Ist es denn wirklich so blasphemisch, wenn am HOD eine Band mit Elektrosounds aufspielt, dass man nicht mal einen an sich soliden Auftritt würdigen kann? Ich meine, sind SAMAEL denn mittlerweile wirklich so weit weg von "unseren" musikalischen Wurzeln, dass man nicht mal einen anständigen Applaus hinbekommt? Vielleicht... ... na egal, mir hat´s ganz gut gefallen, auch wenn der große Wurf von anderen Bands kam.

Insgesamt bin ich auch nach vielen Jahren immer noch beeindruckt, welche Qualität und welche Überraschungen der Oli und sein Team mit all den Festivals bringt! Danke dafür!

Doomige Herbstgrüße an dieser Stelle auch an Römän/Proghead, Weide, Jimmy, Kalidör, den Schmali und den Rapanzel. Bis demnächst!
Ulli
Progressive-Metal-Sammler
 
 
Beiträge: 366
Registriert: 3. Oktober 2006, 13:53
Wohnort: TĂĽbingen


Vorherige

ZurĂĽck zu !! Offizielles Keep It True - Forum !!

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: LeCuistot und 7 Gäste